Ramsthal

Gelungene Überraschung: Zwei neue Ehrenbürger in Ramsthal

Edwin Metzler und Gisbert Stöber sind die neuen Ehrenbürger von Ramsthal.
Bürgermeister Rainer Morper (rechts) übergibt die Urkunde und Medaille an Edwin Metzler (links).  Foto: Andreas Lomb       -  Bürgermeister Rainer Morper (rechts) übergibt die Urkunde und Medaille an Edwin Metzler (links).  Foto: Andreas Lomb
| Bürgermeister Rainer Morper (rechts) übergibt die Urkunde und Medaille an Edwin Metzler (links). Foto: Andreas Lomb

Bürgermeister Rainer Morper (ABB/Interessengemeinschaft) und der Gemeinderat hatten sich die Ehrung verdienter Bürger ganz anders vorgestellt. Normalerweise ist der Neujahresempfang die Veranstaltung, bei der auch herausragende Leistungen in und für die Gemeinde gewürdigt werden. Die anhaltende Corona-Situation verhinderte dies im laufenden Jahr. Der neue Gemeinderat hatte bereits in der Mitte des vergangenen Jahres die Ernennung von zwei Ramsthalern zu Ehrenbürgern beschlossen. Nun lud der Bürgermeister die zu Ehrenden ins Rathaus ein.

Bei den neuen Ehrenbürgern handelt es sich um Edwin Metzler und Gisbert Stöber, die in ihrer Einladung über den Anlass der Veranstaltung nicht informiert wurden, und sichtlich überrascht waren. Der Bürgermeister würdigte bei seiner Ansprache den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz der beiden für ihren Heimatort.

Edwin Metzler ist gebürtiger Ramsthaler. Von 1990 bis 2020 war er Mitglied des Gemeinderates und hat in dieser Zeit die Entwicklung von Ramsthal mitgeprägt. Von 2002 bis 2008 war er 3. Bürgermeister. Neben der Kommunalpolitik war der Sport eines seiner vielen Tätigkeitsfelder. Seit 1970 begleitet er verschiedene verantwortliche Positionen im Sportverein Ramsthal . Sein Einsatz in der Sportjugend und im BLSV trugen auch überregional zur Bekanntheit seines Heimatortes bei. Die Tätigkeit als Wortgottesdienstleiter der Pfarreiengemeinschaft Saale­thal, die Mitgliedschaft in Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung und das Engagement bei der Gestaltung des Friedhofes waren oder sind ein weiterer Schwerpunkt seines Engagements. Die Organisation des Adventsmarktes leitet er seit dessen erster Durchführung. Die Gründung der Jugendfeuerwehr und sein langer Einsatz als aktives Mitglied der Feuerwehr sind ein weiterer Einsatzbereich Metzlers im Interesse Ramsthals.

Gisbert Stöber, der im vergangenen Dezember seinen 80. Geburtstag feierte, kam mit seiner Mutter und einem Bruder im Alter von fünf Jahren als Heimatvertriebener von Oberschlesien nach Ramsthal . Sein Vater war im 2. Weltkrieg gefallen. In seine neuen Heimat integrierte er sich sehr schnell. Er machte sich in vielen Ehrenämtern um die Gestaltung und Bereicherung des öffentlichen Lebens und dem Dienst am Mitbürger verdient. Als Gemeinderat wirkte er 36 Jahre, von 1972 bis 2008. Den VdK-Ortsverband im Bereich der VG Euerdorf leitete er 22 Jahre. 64 Jahre ist er Mitglied im Sportverein Ramsthal und war von 1974 bis 1978 dessen 2. Vorsitzender. Kaum ein Mitglied hat ihn nicht als Nikolaus vom St. Klausen kennengelernt. Auch im Kindergarten war sein Besuch als Nikolaus immer willkommen. Gerne stellte er den Kindern auch seine Imkerei vor, die sein Hobby ist. Für den Soldaten im Ruhestand war die 51-jährige Mitgliedschaft im Soldaten- und Kriegerverein bis zu dessen Auflösung selbstverständlich. 32 Jahre in der Feuerwehr und 36 Jahre in der Trachtengruppe des Weinbauvereins zeugen von der Verbundenheit mit Ramsthal . Besonders engagierte er sich in der Theatergruppe des Fideliavereins. Nach deren Gründung vor rund 30 Jahren stand er als Hauptdarsteller in unzähligen Aufführung auf der Bühne und bereitete den Besuchern aus Ramsthal und Gästen aus der Umgebung schöne Stunden. Bürgermeister Morper gratulierte den neuen Ehrenbürgern und überreichte ihnen neben einer Urkunde eine eigens für jeden geprägte Medaille. Bislang wurde die Ehrung nur an fünf Ramsthaler Bürger vergeben. Wenn es die äußeren Bedingungen wieder erlauben, soll die Ehrung noch einmal in größerem Rahmen gewürdigt werden. Metzler und Stöber dankten der Gemeinde für die Verleihung der Würde und betonten, diese nicht erwartet zu haben.

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