Bad Bocklet

Gemeinderat gegen Neubauflächen am Steinacher Mühlweg

Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben einer Familie, die auf einem noch als Grünland ausgewiesenen Teilstück bauen wollte, ab.
Auf diesem Grünstreifen am Steinacher Mühlweg möchte eine junge Familie bauen.  Foto: Sigismund von Dobschütz       -  Auf diesem Grünstreifen am Steinacher Mühlweg möchte eine junge Familie bauen.  Foto: Sigismund von Dobschütz
Auf diesem Grünstreifen am Steinacher Mühlweg möchte eine junge Familie bauen. Foto: Sigismund von Dobschütz

Mit einem überraschenden Vorgang hatte sich der Bad Bockleter Gemeinderat am Dienstag zu befassen: Eine junge Familie aus dem Staatsbad würde gern in Steinach auf einem noch als Grünland ausgewiesenen Teilstück am landwirtschaftlichen Weg nahe dem Mühlweg ein Wohnhaus bauen und hatte bei der Verwaltung die Schaffung planerischer Voraussetzung beantragt. Nach kurzer Beratung wurde dieses Vorhaben jedoch vom Gemeinderat einstimmig abgelehnt, da über einen Zeitraum von mehreren Jahren von der Verwaltung zu viele Planungsschritte abgearbeitet und die für den Bau nötigen Voraussetzungen geschaffen werden müssten.

Ausführlich erläuterte Geschäftsleiter Thomas Beck die aktuelle Situation des Geländestreifens und die zu erfüllenden Bedingungen zur Schaffung eines genehmigungsfähigen Baugrundstücks, "denn grundsätzlich darf Grünland nicht bebaut werden". Im aktuellen Flächenzustand sieht die Abteilung für Bauleitplanung im Landratsamt keine Möglichkeit zur Schaffung einer Einzellösung nur für den zum Wohnhausbau benötigten Grundstücks . Wenn die Gemeinde allerdings mit den entsprechenden vorbereitenden Planungen beginnen möchte, müsste eine wesentlich größere Grünlandfläche überplant werden, teilte das Landratsamt der Gemeinde mit.

Einen weiteren Hinderungsgrund sieht das Landratsamt in der möglichen Genehmigungsunfähigkeit einer sogenannten Ortsabrundungssatzung, da die unterfränkische Bezirksregierung zunächst die vollständige Belegung des neuen Baugebietes "Salzforst" in Steinach zur Bedingung machen dürfte. Der zusätzliche Flächenverbrauch sei aus heutiger Sicht also nicht nötig, erklärte deshalb Thomas Beck und wurde deutlicher: "Die Regierung würde unseren Antrag mit Sicherheit ablehnen."

Schwierigkeiten befürchtet

Schwierigkeiten ergeben sich zudem bei der vollständigen Erschließung des fraglichen Grundstücks . Es müssten vom Bauherrn eigene, sehr lange Kanal- und Wasseranschlussleitungen zum Wohnhaus gelegt werden. Auch sei die Zufahrt über den landwirtschaftlichen Weg momentan völlig unzureichend, ergänzte der Geschäftsleiter. "Das Projekt hat so viele Fragezeichen, dass es aus unserer Sicht nicht wirklich Sinn macht, weiter darüber nachzudenken." Nicht einmal die Grundvoraussetzung für einen Planungsansatz sei gegeben: Der teilweise als Gartenanlage genutzte Grünlandstreifen am Flurbereinigungsweg ist Eigentum mehrerer Kreuzbergstraßen-Anlieger. Deren Einwilligung zur Überplanung ihrer rückwärtig liegenden, teilweise ungenutzten Grundstücke müsste als Erstes eingeholt werden.

Nach kurzer Beratung schloss sich der Gemeinderat der ablehnenden Meinung der Verwaltung an. "Der unnötige Flächenverbrauch ist hinsichtlich Umwelt- und Naturschutz nicht vertretbar", befand Simone Götz ( CSU , Aschach) ausdrücklich. Der Antrag der jungen Bockleter Familie wurde deshalb einstimmig abgelehnt.

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