Motten

Gemeinderat nimmt Abstand unter die Lupe

Um die in der neuen bayerischen Bauordnung geregelten Abstandsflächen ging es in Mottens Sitzung. Auch das Josefsheim stand auf der Agenda.
Häuslebauer können mit verringerten Abstandsregeln, mindestens aber drei Meter, kalkulieren. Die Gemeinde nahm Abstand von der Satzungsermächtigung in der neuen bayerischen Bauordnung. Foto: Stephanie Elm       -  Häuslebauer können mit verringerten Abstandsregeln, mindestens aber drei Meter, kalkulieren. Die Gemeinde nahm Abstand von der Satzungsermächtigung in der neuen bayerischen Bauordnung. Foto: Stephanie Elm
| Häuslebauer können mit verringerten Abstandsregeln, mindestens aber drei Meter, kalkulieren. Die Gemeinde nahm Abstand von der Satzungsermächtigung in der neuen bayerischen Bauordnung. Foto: Stephanie Elm

Gemäß der ab dem 1. Februar geltenden neuen bayerischen Bauordnung werden die Abstandsflächen auf 40 Prozent der Wandhöhe verringert, berichtete Mottens 1. Bürgermeisterin Katja Habersack (parteilos). Gerade innerorts würde dies Anwendung finden, besonders im Hinblick auf die Innenentwicklung. Bauherren hätten somit "mehr Möglichkeiten".

Für die Weiterführung des Projekts "Revitalisierung der Ortskerne" sind im Haushalt 40.000 Euro bereitgestellt. Gemeinderat Florian Rehm (WG Speicherz) betonte, dass "alte Hütten" wohl stehen bleiben würden, müssten die bisherigen größeren Abstandsflächen eingehalten werden. Habersack pflichtete ihm bei: "Das ist ein wichtiger Punkt, den wir in unsere Überlegungen reinnehmen müssen." Allerdings müssen Kommunen die neue Regelung nicht zwangsläufig übernehmen, denn sie haben die Möglichkeit, durch die bereits seit dem 15. Januar geltende Satzungsermächtigung davon Abstand zu nehmen. Die Mustersatzung liegt der Gemeinde Motten vor. Die neue Regelung gelte nicht in Bebauungsplänen , und ein Mindestabstand von drei Metern bleibe bestehen. Die Räte wogen Pro und Contra ab. Bei verkürzten Abständen könnte es zur Beschneidung von Nachbarschaftsrechten kommen. Sollte man sich für die Satzungsermächtigung entscheiden, müsse diese ausnahmslos in allen Fällen angewendet werden. Letztendlich entschied sich der Gemeinderat einstimmig dafür, von der Satzungsermächtigung keinen Gebrauch zu machen.

Abdichtungsarbeiten am Sockel

Im Zuge der massiven Erdarbeiten um das Josefsheim wurden Abdichtungsarbeiten am Sockel des Gebäudes notwendig. Die katholische Kirchenstiftung richtete einen Zuschussantrag an die Gemeinde. Eigentlich ist die Kirche für den Unterhalt des Gebäudes zuständig. Da jedoch die Arbeiten aufgrund der Baumaßnahmen nötig geworden sind, sprachen sich Bürgermeisterin Katja Habersack sowie alle Räte dafür aus, die für die Sockelabdichtung anfallenden Kosten in Höhe von 4900 Euro in voller Höhe zu übernehmen.

Obwohl die winterlichen Bedingungen die Bauarbeiten am Kinderhaus sowie am Josefsheim vorerst auf Eis gelegt haben, laufen die Planungen im Hintergrund weiter. So läuft im Moment das Vergabeverfahren für die Landschaftsarbeiten um das Josefsheim.

Für die Fulda-Main-Leitung (P43) hat Tennet die möglichen Korridore bereits vorgestellt. Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sehen nach wie vor nicht den Bedarf für die Wechselstromtrasse. Raumwiderstände wurden benannt. Katja Habersack betonte: "Wir sprechen mit einer Stimme." Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden in Bayern und dem Sinntal planen einen Banner, um über die Fulda-Main-Leitung zu informieren. In dem ansonsten einheitlich gestalteten Layout kann jeder Ort ein individuelles Bild des Umlandes einfügen.

FFP-Masken und Impfung

FFP2-Masken sollen allen Menschen zugänglich sein. Pflegende Angehörige haben in Motten nun die Möglichkeit, Masken im Rathaus abzuholen, allerdings nur, solange der Vorrat reicht. Als Nachweis dient ein Schreiben der Pflegekasse , aus dem der Pflegegrad hervorgeht. Die Abholung der Masken ist nur mit einem Termin möglich.

Noch ganz jung ist die Idee, einen Service für die Unterstützung bei der Registrierung für die Corona-Impfung aufzubauen. Impfwillige ab 80 Jahren, die mit der Registrierung über die Hotline oder die Plattform Probleme haben und keine Unterstützung durch Familienangehörige oder Bekannte erhalten, können sich an die Gemeinde wenden. Um zum Impfzentrum zu gelangen, ist angedacht, die mobilen Impf-Teams einzusetzen. Die Bürgermeisterin betonte, dass diese Hilfe nur für den beschriebenen Personenkreis infrage kommt. Voraussetzung ist natürlich, dass der Impfstoff in Bad Kissingen vorhanden ist.

Die Gemeinderäte befürworteten jeweils einstimmig die eingereichten Bauanträge . Der Vorbescheid zur Errichtung eines Pferdestalls in der Haubenstraße wurde abgesegnet, ebenso der Antrag auf Teilabbruch, Aufstockung und Nutzungsänderung einer Scheune in der Auersbergstraße sowie der Antrag auf An- und Neubau eines bestehenden Wohnhauses im Stellberger Weg.

Geld für die Caritas

Wie auch in den Vorjahren bezuschusst die Gemeinde den Caritasverband Bad Kissingen mit 40 Cent pro Einwohner. Motten überweist an die Caritas demnach 667,60 Euro.

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