Volkersberg

Gemeinsam mit Mut und Vertrauen

Einen Tag lang hatten Paare beim Paartag im Hochseilgarten am Volkersberg die Möglichkeit, sich ganz neu aufeinander einzulassen. Es ging auch um die eigenen Grenzen und die des Partners. Die Paare sammelten viele Erfahrungen.
Nur gemeinsam schafften es Jens und Mirjam Freimann, die Jakobsleiter zu  erklimmen. Foto: Marion Eckert       -  Nur gemeinsam schafften es Jens und Mirjam Freimann, die Jakobsleiter zu  erklimmen. Foto: Marion Eckert
Nur gemeinsam schafften es Jens und Mirjam Freimann, die Jakobsleiter zu erklimmen. Foto: Marion Eckert

Ziel war es nicht, oben anzukommen, sondern gemeinsam ein Ziel zu setzen und zu erreichen. Die Rede ist vom Paartag im Hochseilgarten am Volkersberg . Einen Tag lang hatten Paare, die schon längere Zeit liiert sind, die Möglichkeit sich ganz neu aufeinander einzulassen und miteinander zu beschäftigen. Das Lernwerk Volkersberg bietet einmal im Jahr Paaren einen solchen Tag im Hochseilgarten an, an dem sie die Möglichkeit haben, ihre Partnerschaft neu zu erleben und neue Kraft für den Alltag und den gemeinsamen Weg zu gewinnen.

Unter der Leitung von erfahrenen Hochseilgartentrainern und -pädagogen ging es um Vertrauen , die eigenen Grenzen und die des Partners - und um jede Menge neuer Erlebnisse und Erfahrungen. "Danke, dass du mich hältst!", lautete das Motto des Tages, der für die vier Paare mit dem "Flying Fox" begann. Hier ging es um gemeinsames Absichern, um Mut und Vertrauen und um Absprache. "Wir legen viel Wert darauf, dass die Paare ins Gespräch kommen", betonte Hochseilgartentrainerin Christina Ziegler, die gemeinsam mit dem Sozial- und Erlebnispädagogen Matthias Lange die Leitung des Tages inne hatte.

Spaß und sportliche Herausforderung

Der Tag im Hochseilgarten sollte einerseits Spaß machen und auch eine sportliche Herausforderung sein. Andererseits aber auch die Möglichkeit zur Bestandsaufnahme und zum Gespräch über die Beziehung für die mitten im Leben stehenden Paare geben. Immer wieder gab es Reflektionszeiten, in denen von den Trainern Impulse gegeben wurden.Was trägt die Beziehung in Krisenzeiten? Wo können sich die Partner gegenseitig ergänzen? Wo sind Freiräume notwendig? So wurde der Tag zu einem Prozess, mit ganz eigenen und individuellen Erfahrungen, mit Höhen und Tiefen. Es ging um persönliche Grenzen und gemeinsame Grenzen, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, sie aber auch dem anderen mitzuteilen, und die Grenzen des anderen akzeptieren. Aber auch Grenzen überwinden, war angesagt. Mit Hilfe des Partners, dank der Unterstützung der Gruppe und durch Freilassen von Begrenzungen, Ängsten und Zweifeln.

Ein weiteres Thema war Hilfe geben und Hilfe annehmen. Wird gar zu viel Hilfe angeboten? Kann Hilfe überhaupt angenommen werden? Immer wieder blieb Zeit, die Übungen auf ihre Aussagekraft für die Beziehung abzuklopfen, sich gegenseitig zu beobachten und auf Rollen innerhalb der Beziehung zu achten. Ganz wichtig war die gegenseitige Wertschätzung und Dankbarkeit. In unterschiedlichen Bereichen des Hochseilgartens wurden Spaß und inhaltliche Auseinandersetzung miteinander kombiniert.

Gemeinsames Ziel

An der Jakobsleiter standen die Paare vor der Herausforderung, gemeinsam nach oben zu klettern. "Es geht nicht darum, die Übung zu Ende zu machen, sondern vielmehr um die Fragen. Wie weit kommen wir gemeinsam? Achten wir aufeinander? Haben wir ein gemeinsames Ziel?", erklärte Lange. Jens und Mirjam Freimann aus Stuttgart nahmen die Herausforderung an. Jens Freimann stammt aus Züntersbach und kennt den Volkersberg seit langem. Für das Paar stand fest, dass sie gemeinsame Zeit verbringen möchten und zugleich schauen, wie sie die Aufgaben im Hochseilgarten gemeinsam meistern. Der Aufstieg auf der Jakobsleiter gelang ihnen dann auch nur als Team. Jens stellte seiner Mirjam sein Knie und seine Schulter zur Verfügung, damit sie nach oben klettern konnte. Sie sicherte von oben und half ihm, die nächste Stufe zu überwinden. Dank der gegenseitigen Absprache und Unterstützung gelangten sie fast ganz nach oben. Die letzte Stufe mit der Glocke konnte nur Mirjam Freimann erreichen. Sie läutete voller Freude . "Es ist egal, wer läutet, wir waren oben", erklärte Jens Freimann.

Für Birgit Heusler und Kurt Fick aus Werneck sollte es nicht ganz so hoch hinaus gehen. Birgit Heusler stellte sich im Hochseilgarten ihrer Höhenangst . Wie wichtig Absprachen sind, Akzeptanz der Grenzen und gleichzeitig Mut , diese zu erweitern, konnten sie an dem sonnigen Samstag im Hochseilgarten am Volkersberg gemeinsam erfahren.

Herzanker und gemeinsame Wünsche

Zum Abschluss gab es für die Paare Herzanker und die Möglichkeit, gemeinsam einen Wunsch für die Paarbeziehung zu formulieren. Der Wunsch und der Anker sollen im Alltag an die Erfahrungen im Hochseilgarten erinnern, damit die gewonnenen Erkenntnisse und Anstöße zu Hause weiter wirken und unter Umständen noch vertieft werden können.

In nächsten Jahr soll es im Sommer wieder einen Paartag im Hochseilgarten geben. Infos und Termine sind unter der Rubrik Lernwerk zu erfahren.

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