Motten

Geplanter Neubau eines Mehrfamilienhauses in Kothen stößt auf Ablehnung

Schaffung von Wohnraum: ja. Trotzdem sprachen sich die Mottener Gemeinderäte gegen den Neubau eines Mehrfamilienhauses in Kothen aus.
Im Auweg möchte ein Gewerbetreibender eine Geländeauffüllung vornehmen. Der Gemeinderat lehnte dies ab, das Gelände unterhalb des Betriebes ist Kompensationsfläche und Biotop. Foto: Stephanie Elm       -  Im Auweg möchte ein Gewerbetreibender eine Geländeauffüllung vornehmen. Der Gemeinderat lehnte dies ab, das Gelände unterhalb des Betriebes ist Kompensationsfläche und Biotop. Foto: Stephanie Elm
Im Auweg möchte ein Gewerbetreibender eine Geländeauffüllung vornehmen. Der Gemeinderat lehnte dies ab, das Gelände unterhalb des Betriebes ist Kompensationsfläche und Biotop. Foto: Stephanie Elm

Der Gemeinderat Motten hat sich mit drei Bauanträgen beschäftigt, von denen nur einer - die Errichtung einer Garage in der Lindenstraße gemäß Bebauungsplan "Am Leimersfeld" - ohne jegliche Einwände einstimmig befürwortet werden konnte. Die anderen Anträge stellten sich für Erste Bürgermeisterin Katja Habersack (parteilos) und die Gemeinderäte problematisch dar.

Der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohneinheiten in Kothen bereite Gemeinderat Özkan Ögretmen (FW Kothen-Motten-Speicherz) "Kopfschmerzen". Grundsätzlich befürworte er die Schaffung von Wohnraum , allerdings: "Unter den jetzigen Gesichtspunkten tue ich mir schwer, das zu befürworten."

Unter anderem Bedenken der Anwohner

Drei Abweichungsanträge bezüglich Überschreitung der Vollgeschosse, talseitige Wandhöhe und Geschossfläche trugen zu den Zweifeln im Gemeinderat bei. Hinzu kamen nachträgliche Widerrufe der Nachbarschaftsunterschriften sowie Bedenken der Anwohner zu dem Groß-Bauvorhaben. Auch Katja Habersack ermögliche grundsätzlich gerne die Schaffung von Wohnraum und Mietwohnungen , doch entspreche der explizite Einzelfall nicht den Vorgaben des geltenden Bebauungsplans . Möglich wäre die grundsätzliche Befürwortung des Antrags, allerdings ohne die beantragten Abweichungen. Ein angepasster Plan müsste der Gemeinde neu vorgelegt werden. Die Räte sprachen sich allerdings komplett gegen das Bauvorhaben aus sowie gegen den Antrag auf Geländeauffüllung in Nähe des Auwegs.

Ein Baukanal zur Kläranlage durchzieht das Gelände, das als Kompensationsfläche dient und ein kartiertes Biotop ist. Diese Punkte "machen eine gemeindliche Zustimmung nicht möglich", stellte Habersack fest, obwohl die Gemeinde "Interesse hat, ihren Gewerbetreibenden Erweiterungsmöglichkeiten zu gewähren". Ohne die Zustimmung aus Motten wird der Antrag an das Landratsamt weitergeleitet.

Aus der Gemeinde Ebersburg erreichte den Gemeinderat der neue Bebauungsplan für das Neubaugebiet "Katzeracker II" in Ried. Die Planungen "berühren die Belange der Gemeinde Motten nicht", so dass es keine Einwände dazu gab.

Baustart am Mottener Kinderhaus ab 20. Juli

Der Baubeginn des Mottener Kinderhauses ist um den 20. Juli geplant. Erste Gewerke sind bereits vergeben. Die Erd- und Maurerarbeiten gehen mit einer Angebotssumme von knapp 590 000 Euro an die Firma Hodes Bau in Fulda, die Holz- und Zimmererarbeiten an Rehwald aus Karsbach (426 500 Euro) und die Fensterarbeiten an Weisenseel aus Ostheim (123 150 Euro).

Die Arbeiten am Hochbehälter sind zu einem "erfolgreichen Abschluss" gekommen. Die Bauabnahme erfolgte am ersten Juli, die zweite Wasserkammer wurde eine Woche später wieder in Betrieb genommen. "Das ist ein großer Schritt zum Thema Wasserversorgung", freute sich die erste Bürgermeisterin. Nur kleine Maler- und Verputzarbeiten stehen noch aus.

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