Geroda

Geroda: Große Visionen für Geroda

Im 675. Jubiläumsjahr von Geroda stellt die Gemeinde die Weichen für die kommenden Jahrzehnte. Ein Förderprogramm vom Amt für Ländliche Entwicklung soll dabei helfen.
Die kleinste Gemeinde im Landkreis hat besonders viel Natur zu bieten, dafür gibt es wegen der hügeligen Lage wenig Gewerbeflächen. Foto: Julia Raab       -  Die kleinste Gemeinde im Landkreis hat besonders viel Natur zu bieten, dafür gibt es wegen der hügeligen Lage wenig Gewerbeflächen. Foto: Julia Raab
| Die kleinste Gemeinde im Landkreis hat besonders viel Natur zu bieten, dafür gibt es wegen der hügeligen Lage wenig Gewerbeflächen. Foto: Julia Raab

Es schmerzt Bürgermeister Alexander Schneider (UWG), dass das lange geplante Jubiläum in diesem Sommer nicht stattfinden konnte. Ein Knaller sollte es werden, kündigte er damals an. Für den geselligen 32-Jährigen war das vergangene halbe Jahr eine schwierige Zeit. Die regelmäßig stattfindende Droohteseldour, das Feuerwehrfest oder eben das große Dorfjubiläum, alles musste ausfallen. "Die Zeit zieht einfach so vorbei, das ist seltsam", sagt Schneider nachdenklich.

Jetzt neigt sich der Spätsommer dem Ende entgegen. Der Gemeindeteil Geroda liegt dafür umso idyllischer in der Senke, nur wenige Wandermeter von den Schwarzen Bergen entfernt - ein Eldorado für Sportler und Naturliebhaber. Dieses Bild seines Heimatortes stimmt den Bürgermeister euphorisch. "Ich bin ein positiv denkender Mensch und möchte in der Gemeinde etwas bewegen", sagt er.

Treffen für Förderprogramm

Seit Anfang September finden wieder Treffen zum großen Thema Dorfentwicklung statt. Darüber freut sich Schneider besonders. "Hier planen wir gemeinsam mit interessierten Bürgern , wohin sich das Dorf in den nächsten 30 Jahren entwickeln soll", erklärt er das Programm, das über das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert wird. Etwa ein Jahr lang dauert diese Vorbereitungsphase.

Ende des Jahres 2021 soll die Projektplanung stehen. Dafür bekommt der Markt Unterstützung von einem Städtebauarchitekten und einer Landschaftsarchitektin. "Die müssen das umsetzen, was wir in der Dorfgemeinschaft erarbeitet haben", sagt Schneider. Dazu gehören die Planung eines neuen Dorfgemeinschaftshauses, die Gestaltung öffentlicher Plätze und von Gewerbeflächen, vor allem für die örtlichen Unternehmen.

Pluspunkt Natur

Ein Schwerpunkt, das steht jetzt bereits fest, soll die Wiederbelebung des Tourismus sein. "Wir haben nur wenig Gewerbeflächen, aber dafür eine gute Versorgung mit Gaststätten", zeigt Schneider den Ist-Zustand auf. Eine lange gehegte Idee ist ein Wohnmobilstellplatz mit Naturbadesee. Letztendlich "bin ich aber über jedes noch so kleine Ziel zufrieden, wenn es um die Entwicklung unseres Dorfes geht".

Und die Zuschüsse des Amtes sind teilweise erheblich. Bauliche Maßnahmen im gemeinschaftlichen Interesse könnten mit bis zu 80 Prozent gefördert werden. " Geroda hat hier sogar die Möglichkeit, einen besonders hohen Fördersatz zu erhalten", bestätigt Joachim Mair vom Amt für Ländliche Entwicklung. Für Maßnahmen privater Bauherren , die das Ortsbild verschönern, beträgt der staatliche Zuschuss bis zu 35 Prozent pro Gebäude .

Für den Bürgermeister ist eins klar: "Das Gemeinschaftsleben und der Zusammenhalt im Dorf sind große Pluspunkte für die Dorfentwicklung". Zum nächsten Treffen im Oktober sind alle Bürger eingeladen.

Was die aktuelle Situation betrifft, hat Schneider eine klare Meinung: Das Vereinsleben müsse jetzt im bestimmten Rahmen wieder weitergehen. Aktuell sitzt der Bürgermeister an der Planung für den Weihnachtsmarkt . "Ja, wir müssen lernen, mit dem Virus umzugehen. Aber es ist immens wichtig für die Menschen, dass es jetzt wieder weitergeht", sagt er nachdrücklich.

Wohin steuert die Gemeinde?

Maßnahme Ab Ende 2021 können private und öffentliche Bau- und Verschönerungsprojekte zur Förderung eingereicht werden. Bis zu 80 Prozent werden öffentliche Maßnahmen gefördert, bis 35 Prozent erhalten Haus- und Hofbesitzer pro Gebäude .

Schwerpunkt Ein Naturbadesee für Geroda , Aus bau weiterer Tourismusangebote, gemeinsame Gewerbeflächen für örtliche Gewerbetreibende , Aufwertung von Leerständen sowie Wohnraum für Senioren sind Schwerpunkte der Arbeitsgruppen.

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