Bad Kissingen

Glättegefahr und Neuschnee - So stellt sich Bad Kissingen auf den Wintereinbruch ein

Schnee bis in tiefe Lagen soll laut dem Deutschen Wetterdienst in der Nacht auf Dienstag über den Landkreis kommen. So hat sich die Stadt und Landkreis auf den Wintereinbruch vorbereitet.
Für die Nacht zum Dienstag hat der Deutsche Wetterdienst für Bad Kissingen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee gemeldet. Foto: Archiv Benedikt Borst       -  Für die Nacht zum Dienstag hat der Deutsche Wetterdienst für Bad Kissingen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee gemeldet. Foto: Archiv Benedikt Borst
| Für die Nacht zum Dienstag hat der Deutsche Wetterdienst für Bad Kissingen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee gemeldet. Foto: Archiv Benedikt Borst

Bad Kissingen steht der Wintereinbruch bevor. Der Deutsche Wetterdienst vermeldet bis zu zehn Zentimeter Neuschnee, die in der Nacht auf Dienstag vom Himmel fallen sollen. Was bei Winterfreunden für Begeisterungsstürme sorgt, ist vielen Pendlern ein Graus. So hat sich die Kurstadt auf die weiße Pracht vorbereitet.

Bad Kissingen: Servicebetriebe der Stadt sind auf der Hut

"Wir haben unsere Silos - das sind drei Stück - mit je 108 Tonnen Streusalz gefüllt", sagt Jürgen Kober, der Leiter des städtischen Servicebetriebes. Hinzu kommt ein Polder mit 100 Tonnen Salz als Puffer. Außerdem halte man Salz in Säcken auf Vorrat. "Wir sind auf der Hut", sagt Kober.

Dazu trägt im Bereich der Stadt auch die Rufbereitschaft bei. "Wir haben einen Bereitschaftsführer eingeplant, der draußen unterwegs ist." Nach dessen Einschätzung rücken dann die Fahrer mit ihren Fahrzeugen aus, um zu streuen und zu räumen. Dabei orientiert sich der Winterdienst der Stadt Bad Kissingen an einem Konzept, das der Stadtrat beschlossen hat. Der Winterdienst räumt auf Straßen, auf denen der Öffentliche-Personen-Nahverkehr unterwegs ist, an gefährlichen Stellen und Gehwegen, die an städtischen Grundstücke grenzen. Seitenstraßen werden erst ab einer Schneehöhe von zehn Zentimetern geräumt, aber nicht gestreut. Um die Straßen frei von Schnee und Eis zu bekommen hat die Stadt mittlerweile neun Fahrzeuge in verschiedenen Größen. Ist ein Straßenzug nicht geräumt, können sich die Bürger laut Thomas Hack , dem Pressesprecher der Stadt, beim Ordnungsamt melden.

Bad Kissingen: Das gilt für Gehsteige

Werktags besteht Räum- und Streupflicht von 7 bis 20 Uhr. An Samstagen von 8 bis 20 und an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr. Kommt es in diesen Zeitspannen zu Schneefall oder Glätte, müssen auch die Einwohner aktiv werden. Das geht aus der Reinigungs- und Sicherungsverordnung hervor. Jeder Grundstückseigentümer muss den angrenzenden Geh-, Fuß- oder Radweg von Schnee und Eis frei halten. Die Breite, in der das Trottoir begehbar sein muss, liegt laut der Verordnung bei mindestens 1,20 Meter. Die Räumpflicht darf der Grundstückseigentümer auf die Mieter übertragen. Ist kein Gehweg vorhanden, muss der Eigentümer einen ein Meter breiten Streifen vom Straßenrand aus frei halten. Stürzt ein Fußgänger , weil der Gehweg nicht frei ist, haftet der Eigentümer des Grundstücks. Um Passanten bei Glätte einen Halt zu geben, sollen die Verantwortlichen mit Sand, Split oder einem ähnlichen Material arbeiten.Tausalz sollte nur in Ausnahmefällen gestreut werden, schadet doch der Einsatz der Umwelt.

"Wenn jemand wegen der Pandemie in Quarantäne ist, oder nicht in der Lage ist, dafür zu sorgen, dass der Bürgersteig frei ist, sollte er sich jemanden dafür suchen", schlägt Kober vor. Das könne beispielsweise ein Nachbar sein.

Polizei Bad Kissingen appelliert an Verkehrsteilnehmer

Eingestellt auf den Wetterumschwung hat sich auch die Bad Kissinger Polizei .

"Die Autofahrer sind bei Schnee langsamer unterwegs, sie nehmen die Gefahr eher wahr, als etwa Reifglätte oder Nässe", sagt Florian Heuring, Sachbearbeiter für den Bereich Verkehr . Zu Unfällen kommt es jedoch trotzdem immer wieder. "Die Ursache ist dann oft der Haftungsverlust zwischen Autoreifen und Straße." Dazu kommt es etwa, wenn der Autofahrer seine Geschwindigkeit nicht der Witterung angepasst hat.

Heuring appelliert deshalb an die Verkehrsteilnehmer vorausschauend zu fahren. "Außerdem empfiehlt es sich die Fahrzeugausstattung zu prüfen." Sinnvoll ist hier vor allem der Blick auf die Reifen. "Sie sollten nicht zu alt sein und genügend Profil haben", betont der Beamte.

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