Fuchsstadt

Großer Sanierungsbedarf am Fuchsstädter Bauhof

Unbearbeitetes aus der vergangenen Legislaturperiode will der Gemeinderat aufarbeiten, ohne das Aktuelle zu vergessen. Deshalb standen Ortsbesichtigungen im Bauhof der Gemeinde und im Friedhof an.
Der Bauhof braucht eine Runderneuerung sind sich die Fuchsstädter Räte einig. Sie soll, nach Finanzlage, schrittweise erfolgen.  Foto: Winfried Ehling       -  Der Bauhof braucht eine Runderneuerung sind sich die Fuchsstädter Räte einig. Sie soll, nach Finanzlage, schrittweise erfolgen.  Foto: Winfried Ehling
Der Bauhof braucht eine Runderneuerung sind sich die Fuchsstädter Räte einig. Sie soll, nach Finanzlage, schrittweise erfolgen. Foto: Winfried Ehling

In beiden Fällen ergebe sich Handlungsbedarf, machte Bürgermeister René Gerner deutlich. Zwar nicht unmittelbar und "in einem Aufwasch", doch mittelfristig, denn für die Maßnahmen muss auch das Geld vorhanden sein. In vielen Fällen sei der Bauhof überaltert, wiesen die Bauhofangestellten auf leckende Dächer, mangelnden Raum und Pflege, ausgediente Gerätschaften und den maroden Sozialraum hin. Einen völlig neuen Bauhof kann sich Fuchsstadt nicht leisten. Deshalb muss die Erneuerung in Raten umgesetzt werden. Eine Überdachung am ehemaligen Wiegehaus und ein "Ausmisten" könnte Platz schaffen. In der Schlosserei und Schreinerei muss dringend das Dach repariert werden. Die Reihe ließe sich weiter fortsetzen.

Martin Keller schlug eine von den Fachleuten Mario Hugo und Thomas Ruser erstellte Liste vor, die es nach und nach abzuarbeiten gelte. Eine Auflistung der Schäden und Mängel wäre eine gute Vorlage für den Bauausschuss. Dem stimmte auch der Bürgermeister mit der Erinnerung zu: "Wir müssen aber auch auf die Mittel achten."

Was den Gottesacker angeht, will Fuchsstadt dem Beschluss aus dem vorigen Jahr nachkommen und sucht Flächen für Urnenerdgräber und ein Rosenbestattungsfeld. Die Areale, die zur Verfügung stehen sind jedoch zu klein oder müssen für Bestattungen frei gehalten werden. Die Gemeinde nimmt sich deshalb den von August Brendan konzipierten neuen Teil des Hammelburger Friedhofs zum Vorbild und will mit dem Initiator der rationellen doch kreativen Gestaltung Kontakt aufnehmen.

Die Firma "Prowind" möchte in der Nähe des Umspannwerks einen Solarpark in Fuchsstadt etablieren. Oliver Lukaschewitsch hatte dazu eine Umfrage im kleinen Kreis initiiert, die mit der Aussage abschloss: "Machen wir die Dächer voll und sparen uns das Ackerland." Das "kostbare Ackerland" ist jedoch nur eine Wiese, wie Eva-Maria Conrad ermittelte, die nahelegte, "dringend an der Produktion sauberer Energie zu arbeiten". Auch ihre Kollegin, Stefanie Schneider, warb dafür "etwas zu tun - wenn nicht für uns dann für andere".

Jürgen Wittmer plädierte für eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans - womit auch eine "unendliche Vergrößerung" unterbunden sei, ergänzte Keller. Nach Dafürhalten von Thomas Ruser "müssen wir froh sein wenn etwas geht. Wir haben mit dem Umspannwerk die idealen Bedingungen". Der Rat stimmte den Plänen gegen eine Stimme zu.

Für den Bebauungsplan "Im Gründlein", der schon in früheren Sitzungen beraten wurde, gab das Ratsgremium eine Voruntersuchung in Auftrag. Das Ergebnis des Gutachtens: Der Standort in der "Industriestraße" ist nur eingeschränkt zu befürworten. Für Bernd Stöth sind solche Aussagen "nicht immer verlässlich weil der Ersteller meist nicht alle Fakten kennt". Funktechnisch ist jedoch auch für ihn der Standort nicht geeignet. Lukaschewitsch beantragte ein Ende der ausufernden Diskussion. Dem wurde mehrheitlich stattgegeben. Die Änderung des Bebauungsplans und der Erlass einer Veränderungssperre passierten das Gremium bei einer Gegenstimme.

Zum Waldfriedhof informierte der Rathausobere über die Bauabnahme am 24. Juni, die Erstellung des 880 Kilogramm schweren Kreuzes erfolgt einen Tag später. Sieben Ruhebänke mit und ohne Lehnen finden nach Vorschlag von Vize-Bürgermeister Hugo Eingang in den Waldfriedhof . Nach Umfrage im persönlichen und im Ratsumfeld soll eine von drei Logo-Varianten den Ruhe-Ort künftig angemessen bewerben. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 200.000 Euro.

Eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage "Am Bendel" entschied der Rat positiv einschließlich der Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Keine Einwände gab es auch für eine Wohnhauserweiterung mit Abstellraum "Am Sonnenhügel ". In den Umwelt- und Naturausschuss berief die Räte René Gerner, Arnulf Pfülb, Jürgen Wittmer, Eva-Maria Conrad und Bernd Stöth.

Der Bürgermeister informierte abschließend über drei Teiche, die als Feuchtbiotope in den Forstabteilungen Reitgrund, Schwarzholz und Dörnig eingerichtet werden. Der Anbau am Feuerwehrgerätehaus geht - dank fleißiger Helfer - zügig voran. Der Schaden in der Mehrzweckhalle ist behoben. Die Ferienbetreuung entfällt mangels Interesse.

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