Hammelburg

Grundlage für gemeinsame Arbeit

Die Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung.
Oliver Kröner, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt, begutachtet mit dem FBG-Vorsitzenden Gotthard Schlereth einen Eichenstamm auf dem Wertholzplatz. Fotos: Ralf Ruppert
Oliver Kröner, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt, begutachtet mit dem FBG-Vorsitzenden Gotthard Schlereth einen Eichenstamm auf dem Wertholzplatz. Fotos: Ralf Ruppert

Als "Schatzkammer der FBG" bezeichnet der Oberthulbaer Bürgermeister Gotthard Schlereth (FW/ CSU ) den Wertholzplatz der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale oberhalb von Oberthulba. Genau diesen Ort wählte der FBG-Vorsitzende für die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bad Neustadt. "Das ist jetzt die schriftliche Fixierung, aber das funktioniert seit Jahren sehr gut", fasste FBG-Geschäftsführer Fabian Menzel den Inhalt zusammen.

"Die Forstbetriebsgemeinschaften sind die Selbsthilfeeinrichtungen der Waldbesitzer", sagte Oliver Kröner, Leiter des AELF Bad Neustadt. Der Freistaat Bayern habe 2005 die forstliche Beratung umgestellt, 2008 schlossen sich dann mehrere Forstbetriebsgemeinschaften zur FBG Rhön-Saale zusammen. Im Raum Hammelburg betreuen FBG-Förster zum Beispiel die Wälder der Gemeinden Fuchsstadt, Elfershausen, Oberthulba, Sulzthal und Wartmannsroth. Fünf Förster beschäftigt die FBG mittlerweile.

Klare Aufgabenverteilung

Rechtliche Grundlage der Kooperation ist der Waldpakt 2018 der bayerischen Staatsregierung. Die forstliche Beratung der Forstbetriebsgemeinschaften sei mittlerweile weitgehend abgeschlossen: "Wir begegnen uns auf Augenhöhe", betonte Kröner. Die FBG manage vor allem den Holzverkauf und den Einsatz von Unternehmern, das AELF sei unter anderem für Zuschüsse oder Naturschutz-Fragen zuständig. Für die FBG Rhön-Saale ist beim AELF Jörg Detloff als forstlicher Koordinator zuständig. Er nannte Beispiele, was im neuen Vertrag geregelt ist: Die Themen reichen von der Bekämpfung von Borkenkäfer und Schwammspinner über die Zusammenarbeit bei der Jagd bis zur Beratung der Kleinwald-Besitzer. "Die FBG Rhön-Saale nimmt bereits einen Spitzenplatz in Unterfranken ein", lobte Detloff vor allem die Info-Veranstaltungen in der Region. Laut Geschäftsführer Menzel gibt es bereits jetzt rund 20 Schulungen der FBG im Jahr. "Das wird auch gut angenommen", sagte Detloff.

"Ganz vorne dabei"

"Unsere FBG ist ganz vorne dabei", betonte auch der stellvertretende Vorsitzende und Fuchsstädter Bürgermeister Peter Hart ( CSU ). In den Gemeinderäten habe die FBG einen hohen Stellenwert. Deshalb seien sich FBG und AELF auch schnell einig gewesen über die Inhalte des Vertrags. Die FBG werde damit zum "Premium-Partner" des AELF, sagte Detloff, trotzdem müsse die Behörde immer ergebnisoffen beraten.

Einig waren sich die Teilnehmer der Vertragsunterzeichnung, dass der große Anteil der Privatwaldbesitzer besser einbezogen werden muss: Gerade in Franken gebe es durch die Realteilung sehr viele sehr kleine Waldstücke. Eine Möglichkeit, besser bewirtschaftbare Einheiten zu bilden, sei ein freiwilliger Landtausch.

Kostenlose Erst-Beratung

Auf Hilfe sei das AELF vor allem beim Umbau des Privatwaldes angewiesen: "Die Forstverwaltung hat immer weniger eigene Flächen", berichtete Detloff. Die FBG könne durch ihre gute Ortskenntnis die Umstellung zum Beispiel auf neue Baumarten, die den Klimawandel besser verkraften, viel besser begleiten.

Und was kann ein Waldbesitzer tun? "Wir beraten die Waldbesitzer kostenfrei", betonte AELF-Chef Kröner. Wenn es dann zu konkreten Maßnahmen komme, helfe die FBG ihren Mitgliedern bei der Suche nach Partnern und dem Holzverkauf.

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