Münnerstadt

GTI-Treffen in Münnerstadt fand wieder riesigen Zuspruch

GTI-Fans und Autobesitzer getunter Fahrzeuge sind zahlreich zum Münnerstädter GTI-Treffen gekommen. Vor allem junge Leute zieht die Veranstaltung an.
Alte Fachwerkhäuser, wie hier der "Bayerische Hof", und moderne GTIs bilden einen reizvollen Kontrast.Dieter Britz
Alte Fachwerkhäuser, wie hier der "Bayerische Hof", und moderne GTIs bilden einen reizvollen Kontrast.Dieter Britz

"Wir sehen uns in Mürscht...! Die Veranstaltung in der historischen Altstadt in Unterfranken ist mittlerweile zum größten GTI-Treffen in Deutschland geworden. "Kommt mit Freunden und trefft neue Freunde im Kreis der internationalen meinGTI.com-Familie", versprechen die Veranstalter der GTI-Treffen in Münnerstadt, Matthias Scholz und Sascha Vorndran, im Internet.

Am Sonntag fand nun das Saison-Abschlusstreffen statt. Wirklich gezählt hat die GTI, aber auch Porsches, Audis, VW-Käfer und sonstigen Autos niemand. Doch Scholz und Vorndran schätzen, dass auf dem Anger, Marktplatz, Stenayer Platz, in der Kissinger und Veit-Stoß-Straße sowie in anderen Straßen und Gassen rund 600 Autos standen, und dass etwa 1200 bis 1500 Fahrer und Beifahrer und außerdem zahlreiche Zuschauer in die Stadt gekommen waren.

Sie zeigten sich von diesem zehnten Treffen in den Mauern der Stadt sehr zufrieden, ebenso wie Bürgermeister Helmut Blank, der bekanntlich ein bekennender GTI-Fan ist. GTI-Besitzer, die ihre Fahrzeuge an prominenter Stelle platzieren wollten, mussten ziemlich früh in der Stadt sein. Das Treffen begann zwar offiziell um 10 Uhr am Sonntag, aber schon gegen 9 Uhr waren die guten Plätze auf dem Anger, in der Veit-Stoß-Straße usw. alle belegt.

Viele Teilnehmer waren schon am Samstag angereist und übernachteten in Münnerstadt, das laut Matthias Scholz komplett ausgebucht war, oder wichen in Nachbarstädte aus. Diejenigen, die ein Zimmer in Münnerstadt bekommen hatten, stellten natürlich ihre Fahrzeuge schon am Samstagabend an gute Plätze. GTI-Fahrer, die es nicht allzu weit haben, kamen am Samstagabend mit einem Begleitfahrzeug. Der GTI blieb in Münnerstadt, sie fuhren zum Übernachten wieder heim. "Das ist ganz normal in der GTI-Szene", so Matthias Scholz.

Die Teilnehmer kamen, wie unschwer an den Autokennzeichen auszumachen war, aus allen Teilen der Bundesrepublik zwischen Flensburg und Konstanz, Düsseldorf und Dresden. Aber auch GTI-Freunde aus Österreich, Belgien, Luxemburg und der Schweiz hatten wieder den Weg hierher gefunden. Die Werbung lief unter anderem über Facebook, erläuterte Scholz.

Besonders stolz sind die Organisatoren, dass der GTI-Freundeskreis, zu deren Gründern sie gehören, mit einem Fahrzeug gekommen ist, das extra mit VW-Teilen bei einem GTI-Treffen am Wörthersee von einem Tuning-Unternehmen als Einzelstück gebaut wurde. Das gute Stück hat 400 PS. Fahrwerk, Felgen, Auspuffanlage, Innenausstattung sind getunt.

"Die GTI-Fahrer schätzen die Atmosphäre in unserer kleinen Stadt, da ist es übersichtlich und familiär", sagt Bürgermeister Blank. Eigenlob? Keinesfalls, wie eine kleine Umfrage ergab. GTI-Fahrer Matthias aus Böblingen war schon zum sechsten Mal in Münnerstadt. Ihm gefällt besonders die Altstadt mit ihrem Flair. "Ich habe vor zwei Jahren den Bürgermeister kennengelernt, das ist ein lockerer Typ. Mit dem kann man Benzingespräche führen", sagt er und ergänzt: "Hier ist das Treffen nicht wie sonst irgendwo draußen, sondern mitten in der Stadt."

Keinen schicken GTI, sondern einen VW-Käfer, Baujahr 1965 mit 34 PS, präsentierte Christian aus Schweinfurt, obwohl auch er einen GTI zu Hause hat. Er ist zum sechsten Mal in Münnerstadt, weil es auch ihm die Atmosphäre angetan hat und weil man hier immer Leute trifft, die man schon von früheren Trennen kennt.

Beeindruckt vom Treffen

Christian aus Würzburg kommt jedes Jahr. "Das ganze Treffen gefällt mir einfach, die Stadt, die Atmosphäre." Für Kulturmanager und Museumsleiter Nicolas Zenzen war es das erste GTI-Treffen. Er war beeindruckt, dass so viele Teilnehmer kommen und dass es so viele unterschiedliche Fahrzeuge zu sehen gibt. Viele GTI-Fahrer kennen sich schon von früheren Treffen und nutzen die Gelegenheit auch zu "Benzingesprächen" über ihre Fahrzeuge, über neueste Technik, über Tuning. Sie haben deshalb oft Campingstühle und Tische dabei, an vielen Orten bildeten sich kleine Lager, manchmal sogar mit Wasserpfeifen oder Grills. Die Zuschauer, die aus der ganzen Umgebung kamen, flanierten an den Fahrzeugen vorbei, und viele Fahrer mussten Rede und Antwort stehen über die Technik unter den meist geöffneten Motorhauben.

Wie bei jedem Treffen schossen die Zuschauer jede Menge Fotos von der Gesamtübersicht bis zum kleinen Detail. Für alle gab es im Schloss-Hof das schon traditionelle Weißwurstfrühstück und natürlich auch anderes. Darum kümmerten sich wie in den Vorjahren Mitglieder der Stadtkapelle unter der Leitung von Erika Pascher. Auch die Freiwillige Feuerwehr war unterwegs, nicht nur bei der Bewirtung der Gäste. Kommandant Robert Müller fuhr in seinem Wagen durch die Stadt, denn die Rettungswege für die Feuerwehr und das Rote Kreuz müssen stets frei sein. "Wir kontrollieren, und wir sperren ab", so Müller. Es habe im wesentlichen keinerlei Probleme gegeben, freute er sich.

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