Oerlenbach

Gute Nachrichten vom Oerlenbacher Wald

Die Schwammspinnerplage dürfte im nächsten Jahr ausfallen. Eine Erkrankung hat den Raupen zugesetzt.
Blick in den Forst bei Ebenhausen. Forstdirektor Türich und Revierleiter Matthias Lunz hatten bei der Waldbegehung den Ratsmitgliedern Einblicke in ihre Arbeit gewährt.  Foto: Hepp       -  Blick in den Forst bei Ebenhausen. Forstdirektor Türich und Revierleiter Matthias Lunz hatten bei der Waldbegehung den Ratsmitgliedern Einblicke in ihre Arbeit gewährt.  Foto: Hepp
| Blick in den Forst bei Ebenhausen. Forstdirektor Türich und Revierleiter Matthias Lunz hatten bei der Waldbegehung den Ratsmitgliedern Einblicke in ihre Arbeit gewährt. Foto: Hepp

Forstdirektor Hubert Türich und Revierleiter Matthias Lunz präsentierten dem Gemeinderat einen umfassenden Bericht über das vergangene Forstjahr, entwickelten ihre Pläne für die kommenden zwölf Monate und kommentierten den jetzigen Zustand. Rund 500 Hektar misst der gemeindliche Wald , die jährlichen Vorgaben für den Betrieb orientieren sich an der langfristigen Planung, die zuletzt 2009 erlassen und 2019 an die neuen Gegebenheiten angepasst wurden.

2021 keine Schwammspinnerplage

Der Oerlenbacher Forst hält Flächen für die Nachzucht der Bäume parat, fördert den Baumwuchs in Entwicklungszonen und nimmt das erntereife Holz aus dem Wald . Darüber hinaus stehen rund 60 Biotop-Bäume in den Wäldern . In den letzten Jahren waren durch Schädlinge und geänderte Klimaverhältnisse auch in den gemeindlichen Waldgebieten Bäume erkrankt. Im nächsten Jahr, so berichtete Türich, werde man keine Schwammspinnerbekämpfung aus der Luft benötigen. Die Beobachtungen vor Ort legen nahe, dass es 2021 zu keiner übergroßen Population kommen wird, eine Erkrankung hat die Schmetterlingssorte mit deren gefräßigen Raupen eingebremst.

Matthias Lunz zeigte mit detaillierten Karten die Arbeiten in den unterschiedlichen Waldgebieten im Corona-Jahr 2020 auf und beleuchtete die anstehenden Aufgaben. Oerlenbach setzt seit Jahren auf einen Mischwald , freut sich über die guten Ergebnisse bei Eiche und Heimbuche. Auch mit atypischen, eher wärmeresistenzen Sorten wie die Libanon-Zeder wird man künftig arbeiten, die wenigen Flächen mit Nadelhölzern werden wohl verschwinden.

45 000 Euro für den Wald

Für die Durchforstung veranschlagte Lunz rund 20.000 Euro, die gleiche Summe kostet die Neubepflanzung, 15.000 Euro soll die Gemeinde in den Zaunbau investieren. Durch eine große neue Förderung wird der Großteil der Ausgaben abgedeckt sein. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat dieses Vorhaben. Weitere Gelder erhält der Revierleiter für einen "ferngesteuerten" Fällkeil. Diese Maschine - sie kostet rund 2.500 Euro, erleichtert die Arbeit und erhöht die Sicherheit, das sahen auch alle Ratsmitglieder so und stimmten für den Kauf. Vertagt wurde die Entscheidung über (Feuer-)Holzwerber, die selbst Bäume schlagen wollen.

Mit einem Eichenlehrpfad soll den Spaziergängern mehr wissen über den Wald vermittelt werden. Fünf Tafeln werden im Ebenhäuser Forst aufgestellt.

Hundebesitzer in Verantwortung

Oerlenbach wird keine Abfallbehälter für Hundekot aufstellen. Die Mitglieder des Gemeinderates waren sich einig, dass die Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere besser entsorgen sollen. Wer die Kothaufen nicht beseitigt, begeht juristisch eine Ordnungswidrigkeit, bestätigte Bürgermeister Rogge auf Nachfrage.

Das Thema Fuß-/Radweg zwischen Ebenhausen und Oerlenbach beschäftigt die Bürger. Für die (ausgefallene) Bürgerversammlung wurde ein Antrag eingereicht, der eine Verbesserung der gefährlichen Situation anmahnt. Zwei alternative Lösungsmöglichkeiten hat der Antragsteller vorgeschlagen. Das bekannte Problem wird Oerlenbach nochmals an das Landratsamt weitergeben.

Zuschüsse gewährt

Zuschüsse gibt es für die Trachten der Spirkenländer Blasmusik und für den Kindergarten in Rottershausen . Ohne Gegenstimme bewilligten die Ratsmitglieder die vorgelegten Anträge. Über 300 Euro erhalten die Musiker, zwei Drittel der Handwerkerrechnungen (rund 1000 Euro) ersetzt Oerlenbach der KiTa.

74.000 Euro statt der bisher bewilligten 41.000Euro zahlt die Gemeinde für den Ingenieursvertrag für das Baugebiet "Thüringer Straße II". Die Anhebung ist notwendig, da im Neubaugebiet nun alle 32 Bauplätze auf einmal realisiert werden.

Keine Einwände hat die Gemeinde Oerlenbach gegen Planungen der Stadt Bad Kissingen . Das betrifft sowohl die Bauleitplanung für das "Sondergebiet Kurgebiet", als auch für das "Sanierungsgebiet Kur".

Die Suedlink-Trasse 461 - eine der vorgelegten Varianten - wird Stand der Dinge durch das Gemeindegebiet gebaut. Der alte Gemeinderat hatte die Planungsvorschläge 113 und 113b bevorzugt. Oerlenbach besitzt zur Zeit keine rechtliche Möglichkeit, gegen die Tennet-Pläne vorzugehen. Auf Oerlenbacher Grund teilt sich die Starkstromleitung: Der eine Pfad führt nach Baden Württemberg, der andere nach Bergrheinfeld. Falls durch ein höchstrichterliches Urteil doch eine Klagemöglichkeit eröffnet wird, will sich Oerlenbach für die Variante 113 einsetzen. Zwei Ratsmitglieder konnten sich dieser Vorlage nicht anschließen.

BU:

Blick in den Forst bei Ebenhausen. Forstdirektor Türich und Revierleiter Matthias Lunz hatten bei der Waldbegehung den Ratsmitgliedern Einblicke in ihre Arbeit gewährt.

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