Hammelburg

Hammelburg: 31 Abiturienten unter dem Schnitt von 2,5

Zeugnisse und Tipps für die Zukunft bekamen die jungen Männer und Frauen zur Abschlussfeier.
Mathematiklehrer Werner Seitz und Fördervereinsvorsitzende Rita Schaupp (von links) sowie Schuleiter Matthias Ludolph und seine Stellvertreterin, Silke Heid (von rechts) gratulierten den besten Abiturienten Viviane Heilmann und Aaron Ziegler.  Foto: Winfried Ehling       -  Mathematiklehrer Werner Seitz und Fördervereinsvorsitzende Rita Schaupp (von links) sowie Schuleiter Matthias Ludolph und seine Stellvertreterin, Silke Heid (von rechts) gratulierten den besten Abiturienten Viviane Heilmann und Aaron Ziegler.  Foto: Winfried Ehling
| Mathematiklehrer Werner Seitz und Fördervereinsvorsitzende Rita Schaupp (von links) sowie Schuleiter Matthias Ludolph und seine Stellvertreterin, Silke Heid (von rechts) gratulierten den besten Abiturienten Viviane ...

"Der Schmerz hat ein Ende - dank Abi-Cetamol". Das ausgefallene Motto krönte die Abschlussfeier und Zeugnisübergabe am Frobenius-Gymnasium in dessen Aula neben glücklichen Abiturienten, deren Eltern, Verwandte und Freunde teilnahmen. Eingeleitet von der Schulband mit dem Jazz-Titel "On Broadway" können sich rund 50 Abiturienten ab jetzt den Weg aussuchen, den sie gehen wollen.

Mathematiklehrer und Moderator Werner Seitz dankte allen Beteiligten, Schülern wie Lehrern, für ihr Engagement in verschiedenen Verwendungen, "die das Schulleben bereicherten". Er stellte überzeugt fest: "Es war ein Geben und Nehmen".

Stellvertretende Landrätin Monika Horcher überbrachte im Anschluss die Glückwünsche des Landrats und des Kreistags. Sie erinnerte daran, dass "wir nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen". Für den weiteren Lebensweg wünschte Monika Horcher , "wertvolle Begegnungen, Kraft, Geduld und Mut für den Aufbruch zu neuen Ufern sowie die Übernahme von Verantwortung für sich selbst und andere".

Zukunftsfreitag

Im Schlagwort "Fridays for Future", sah Bürgermeister Armin Warmuth auch einen persönlichen Aspekt für die zu Entlassenden, die gerade ihren ganz eigenen Zukunftsfreitag erleben. Er beginnt mit der Frage was will ich erreichen, welcher Weg ist für mich der beste? Mancher Berufswunsch verläuft im Sand. Dann gilt es neue Ziele zu setzen. "Auch das können wir von der Bewegung lernen, dass es sich lohnt ein Ziel zu haben", so Warmuth. Die von Greta Thunberg initiierte Bewegung birgt nach seinen Worten noch einen wichtigen Aspekt: "Sie zeigt, dass der Einzelne wichtig ist und etwas bewegen kann. Haben Sie Mut, setzen Sie sich in der Gesellschaft ein wenn sie spüren, dass im Kleinen wie im Großen Unrecht geschieht". Ein historischer Jahrgang verlässt das Frobenius-Gymnasium, das aus der vor 350 Jahren gegründeten Bayerischen Lateinschule hervorging, erinnerte er.

Ein Hoch auf das was kommt. Mit gesungenen, selbst gefassten Text, überbrachte Elternbeirats-Vorsitzender Andreas Troll die Glückwünsche. Ob alles Erlernte im Leben weiter hilft, bezweifelte er. "Das Leben ist wie Radfahren. Um die Balance halten zu können, muss man sich bewegen", gab er den Abiturienten mit.

Gesamtschnitt 2,38

Dem "It's a new way, it's a new life" des Schulchors ließen die Schüler-Sprecher Marie Volpert und Jonas Reitberger einen Sketch im Arzt-Wartezimmer folgen in dem die Pädagogen als Therapeuten Schüler zu "echten Menschen" formten.

Mit einem Ausflug in die griechische Mythologie schlug Schulleiter Matthias Ludolph den Bogen in die Neuzeit und stellte - trotz vieler Warnungen fest: "Der Erde geht es schlechter". Deshalb müsse sich die heutige Generation fragen: Was sind wir bereit zu tun und auf was zu verzichten, wenn wir dies ändern wollen? "Probleme des technischen Fortschritts lassen sich nicht mit vermehrten technischen Fortschritt beheben. Handelt deshalb so, dass die Wirkungen eures Handelns mit dem echten menschlichen Leben verträglich sind", appellierte er. Vor der Zeugnisausgabe wartete der Schulleiter mit einigen Zahlen auf. So wurde von den Abschlussjahrgängen ein Gesamtschnitt von 2,38 erzielt, knapp mehr als im Vorjahr. Ein Schüler erreichte einen Notendurchschnitt von 1,0, zwölf Schülerinnen sind besser als 2,0 und 31 Abiturienten liegen unter dem Schnitt von 2,5, was dem bayerischen Gesamtschnitt nahe kommt. Den Abiturpreis in Mathematik erhielt Pascal Flormann, Anton Gnerlich steht vor der Hochbegabten-Prüfung, Viviane Heilmann ist Beste in Biologie und Isabell Stöth erhielt den Preis für die beste Chemiearbeit. Die Vorsitzende des Fördervereins Frobenius-Gymnasium, Rita Schaupp, übergab den Frobenius-Preis für die beste Abiturleistung an Aaron Ziegler (1,0). Den Preis für herausragende Leistungen erhielt Viviane Heilmann für den Notendurchschnitt 1,2. heg

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