Hammelburg

Hammelburg: Sperrung der Rote-Kreuz-Straße erzeugt geteiltes Echo

Die Polizei ahndete Verstöße überwiegend mit mündlichen Verwarnungen oder kassierte vereinzelt 20 Euro.
Durch die Anlieger-Regelung in der Rote-Kreuz-Straße zum Adventsmarkt nahm die Verkehrsbelastung deutlich ab. Foto: Wolfgang Dünnebier
Durch die Anlieger-Regelung in der Rote-Kreuz-Straße zum Adventsmarkt nahm die Verkehrsbelastung deutlich ab. Foto: Wolfgang Dünnebier

Ein bisschen vorweihnachtlichen Verkehrsfrieden genossen die Anwohner der Rote Kreuz-Straße. Zum Adventsmarkt gewährte die Stadtverwaltung nur Anliegern die Befahrung der ansonsten stark befahrenen Verbindung. In den Häusern und bei Fußgängern auf den schmalen Gehsteigen kam die ungewohnte Ruhe gut an. Bei den Autofahrern gab es dagegen ein geteiltes Echo.

Und längst nicht alle hielten sich an das Durchfahrt-Verbot. Bisweilen gab es dann ein Kritikgespräch mit der Polizei . "Wir wollten Flagge zeigen", sagt Oberkommissar Martin Kuhn, wohlwissend, dass die Anliegerregelung auch Auslegungssache ist. Vor allem, wenn der Streifenwagen dastand, war die Akzeptanz der Sperrung größer. Neben Verständnis von Autofahrern gab es auch Verwunderung. Überwiegend beließ es die Polizei bei mündlichen Verwarnungen. Vereinzelt forderte sie 20 Euro. Wie viele Autofahrer es quer über die Einsatzschichten traf, war am Montag noch nicht ausgewertet.

In die Diskussion um den Sinn der Sperrung will sich Oberkommissar nicht einmischen. "Das Ganze ist ein Politikum", weiß er, "da werden wir uns neutral verhalten". Gleichzeitig stehe man bereit, um der Straßenverkehrsbehörde Expertise zu liefern.

Im Rathaus liefen kaum Rückmeldungen zu der Sperrung ein. Stefan Stöth, der Leiter des Ordnungsamtes, schildert aus seinen Beobachtungen, dass eher Autos mit heimischen Kennzeichen die Sperrung missachtet hätten. Auswärtige hätten am Amtsgerichtskreisel eher innegehalten und dann über die Friedhofstraße abgedreht.

Nun sollen die Erfahrungen bewertet werden. Schon jetzt gebe es die Überlegung, im Falle eines Falles ähnliche Sperrung in der Zukunft besser zu kommunizieren, räumt Stöth ein. Auf eine Beschilderung der weitläufigen Umleitung hatte die Stadt verzichtet. Bürgermeister Armin Warmuth betont auf Nachfrage dieser Redaktion, dass es weiterhin keine Festlegung zu künftigen Regelungen gibt. "Da ist noch nichts in Stein gemeißelt", sagt er zum weiteren Vorgehen.Wolfgang Dünnebier

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