Weichtungen

Defi vom Pizzaessen: Weichtunger Vereine sorgen vor

Die Weichtunger Vereine haben sich zusammengetan und ein Pizzaessen organisiert. Von dem Reingewinn soll ein Defibrillator für den Ort angeschafft werden.
Wie ein Defibrillator funktioniert, erläuterte Jürgen Müller den  Weichtunger Bürgerinnen und Bürgern in der Dorfhalle. Foto: Dieter Britz
Wie ein Defibrillator funktioniert, erläuterte Jürgen Müller den Weichtunger Bürgerinnen und Bürgern in der Dorfhalle. Foto: Dieter Britz

Der Duft nach Pizza durchzog die voll besetzte Dorfhalle und die Ransbachtaler Blasmusik spielte eine Stunde lang, während die Gäste ihren Hunger stillten. Der Reingewinn dieses Pizzaessens, zu dem alle Vereine des Ortsteils eingeladen hatten, dient der Anschaffung eines Defibrillators, der seinen Standort an der alten Schule bekommen soll. Etwa 170 Bürgerinnen und Bürger hatten sich dazu angemeldet.

Frank Erhard, Mitglied der Reservistenkameradschaft, erinnerte bei der Begrüßung der Gäste daran, dass die Initiative zur Anschaffung eines Defibrillators ursprünglich von den Reservisten ausging. "5000 Euro Kosten konnten wir aber nicht stemmen", betonte er. Die DJK, die Freiwillige Feuerwehr, die Ransbachtaler Blasmusik, die Dorfgemeinschaft, die Jagdgenossen, die Siedler- und Eigenheimer sowie Osterfrühstück und Kinderfasching und damit alle Weichtunger Gruppen und Vereine erklärten sich bereit, bei der Finanzierung mitzuhelfen. Die Marktgemeinde übernimmt die Wartung, die 30 Euro pro Monat kostet. Frank Erhard vergaß auch die Raiffeisenbank nicht, die für die Anschaffung der Defibrillatoren in der Marktgemeinde 8000 Euro zur Verfügung stellt.

"Ich bin überwältigt", sagte Bürgermeister Matthias Klement . Die Initiative der Reservisten, einen Defibrillator für Weichtungen anzuschaffen, begrüßte er sehr. Es sei wichtig und richtig, in allen vier Ortsteilen solche Geräte zu installieren. Er betonte "wenn nur ein Mensch gerettet wird, hat es sich gelohnt". Er teilte mit, dass der Defibrillator an der alten Schule angebracht werden soll.

Jürgen Müller, bis vor wenigen Tagen in der Maßbacher Rettungswache tätig und nun hauptberuflich beim Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen für Schulung und die Betreuung von Defibrillator-Standorten zuständig, gab einen Überblick über die Funktion und die Anwendung der Geräte. Und er belegte anhand von Zahlen und Daten, dass sie dringend gebraucht werden. Schließlich erleiden jedes Jahr in Deutschland 120 000 Frauen und Männer einen plötzlichen Herztod , dagegen gibt es nur 500 Tote durch Brände und 3700 durch Unfälle. In Bayern wird alle 30 Minuten ein Mensch reanimiert. Er betonte " Herztod kann jeden zu jeder Zeit und an jedem Ort treffen". Die einzige Rettung bei Herzkammerflimmern sei die Anwendung eines Defibrillators.

Die Anwendung des Gerätes ist relativ einfach und auch durch Ungeübte möglich, demonstrierte er. Schließlich gibt der Defibrillator Kommandos, wenn er geöffnet wird und stellt automatisch eine Verbindung zur Rettungsleitstelle in Schweinfurt her. Von da aus gibt dann ein Disponent weitere Anweisungen, alarmiert den Rettungsdienst und bleibt mit dem Helfer vor Ort in Verbindung, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist und die weitere Versorgung übernehmen kann.

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