Münnerstadt

Hohe Investition in der Münnerstädter Innenstadt

Auf dem Gelände der ehemaligen Klosterbrauerei entstanden neue Wohnungen für Betreutes Wohnen sowie Praxis- und Büroräume.
Für den Neubau des Betreuten Wohnens gab es den kirchlichen Segen. Architekt Stefan Butler hatte zudem einen großen Schlüssel mitgebracht (von links: Thomas Bold, Helmut Blank, Marco Schäfer, Carina Dietz, Stefan Butler, Sigrid Ullmann und P. Gregor Hohmann.Heike Beudert       -  Für den Neubau des Betreuten Wohnens gab es den kirchlichen Segen. Architekt Stefan Butler hatte zudem einen großen Schlüssel mitgebracht (von links: Thomas Bold, Helmut Blank, Marco Schäfer, Carina Dietz, Stefan Butler, Sigrid Ullmann und P. Gregor Hohmann.Heike Beudert
Für den Neubau des Betreuten Wohnens gab es den kirchlichen Segen. Architekt Stefan Butler hatte zudem einen großen Schlüssel mitgebracht (von links: Thomas Bold, Helmut Blank, Marco Schäfer, Carina Dietz, Stefan Butler, Sigrid Ullmann und P. Gregor Hohmann.Heike Beudert
Der Anbau des Betreuten Wohnens auf dem Gelände der ehemaligen Klosterbaurerei sei das erste Gebäude nach 729 Jahren, das dort nicht die Augustiner errichtet hätten. Das betonte P. Gregor Hohmann bei der Einweihung des Neubaus und unterstrich damit die enge Verbindung, die heute zwischen dem Augustinerorden und der Carl-von-Heß´schen Stiftung des Landkreises, dem neuen Eigentümer des alten Klosterkomplexes, existiert. Und bis heute werde im Betreuten Wohnen klösterliches Leben gelebt, erklärte P. Gregor. Fünf Patres leben derzeit dort, beten ihre Stundengebete und übernehmen die Seelsorge in den Senioreneinrichtungen der Stadt. P. Gregor Hohmann, der selbst eine kleine Wohnung im Betreuten Wohnen bewohnt, spricht von einer Gemeinschaft, die wie eine Familie sei ohne Blick auf die Konfession. Dieses Miteinander bezeichnete er als wohl einmalig in Deutschland.


Gute Innenstadtlage

Die Carl-von-Heß´sche Sozialstiftung hat hoch investiert in den Anbau , der auf dem Gelände der ehemaligen Klosterbrauerei entstanden ist. Der Geschäftsleiter der Sozialstiftung, Marco Schäfer, nannte bei der Einweihung die Summe von gut 3,6 Millionen Euro. "Wir sind froh, dass wir das geschafft haben", betont Schäfer. 14 Wohnungen sind entstanden, außerdem ziehen eine Münnerstädter Hausarztpraxis und eine örtliche Praxis für Fußpflege im Erdgeschoß ein. Die Fachstelle für pflegende Angehörige und der Pflegedienst der Stiftung haben dort ebenfalls ihre Büros.

Die seelsorgerische Betreuung durch die dort wohnenden Geistlichen bezeichnete Schäfer als einen "großen Pluspunkt". Für die Mieter sei das wichtig, hat er festgestellt. "Wir hoffen, dass dies uns sehr lange erhalten bleibt", sagte Marco Schäfer. Dass dies auch im Sinne der Augustiner ist, zeigte eine Fürbitte von P. Gregor Hohmann. Er wünschte sich genügend Nachwuchs für seinen Orden, damit dieser noch möglichst lange in Münnerstadt bleibt.
Der Gebäudekomplex in der Innenstadt sei eine Bereicherung für Münnerstadt , stellte Landrat Thomas Bold fest. 2013 sind die Einrichtungen der Juliusspitalstiftung in die Carl-von-Heß´sche Sozialstiftung übergegangen. Der von manchen anfangs befürchtete Identitätsverlust sei nicht eingetreten. "Die Sozialstiftung hat das Haus im Sinne der Gründer weitergeführt", stellte der Landrat fest. Damit verbunden sei die Weiterentwicklung.
Bold erinnerte an den Bau einer gemeinsamen Küche für die beiden Seniorenzentren der Heß´schen Stiftung in der Münnerstädter Innenstadt und kündigte neue Investitionen an. So soll im Garten des Juliusspitals ein Erweiterungsbau entstehen. Der historische Altbau soll generalsaniert werden.


Haus in guten Händen

"Ich weiß das Haus zukunftssicher in guten Händen", stellte Bürgermeister Helmut Blank bei der Einweihung fest. Dass die Einrichtungen der Juliusspital-Stiftung 2013 in die Carl-von-Heß´sche Stiftung übergegangen sind, bezeichnet er als richtigen Schritt. Dass für den Neubau die alte Klosterbrauerei geopfert werden musste, sei kein so großes Problem, befand Blank. Die 50 Hektar Spitalwald, ergänzte Blank, habe man behalten. Dort stünden heute zwei Windräder, deren Ertrag der Spitalstiftung zukomme.
Den Segen spendeten fürs neue Haus spendeten P. Gregor Hohmann und die evangelische Pfarrerin Sigrid Ullmann. Die Akkordeongruppe des Sängerkranzes Reichenbach untermalte die Feierstunde musikalisch.

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