Maßbach

Im Juni startet der Straßenausbau zwischen Maßbach und Rothhausen

Der Freistaat investiert 3,8 Millionen Euro für die 2,9 Kilometer lange Strecke zwischen Maßbach und Rothhausen.
Eigentlich könnte es ja jetzt schon losgehen mit dem Ausbau der Staatsstraße zwischen Maßbach und Rothhausen. Weil die notwendige Umleitungsstrecke über Thundorf derzeit aber vom Landkreis Bad Kissingen hergerichtet wird, werden die Bagger an der Lauer erst in der zweiten Junihälfte anrücken. Wichtig sei es ihm, die Öffentlichkeit zu informieren, dass der Verkehrsweg ausgebaut wird und das dies unter einer Vollsperrung geschehen wird, erklärte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) bei einem Pressegespräch im Maßbacher Rathaus, zu dem auch die vom Ausbau betroffenen Landräte, und Bürgermeister, Vertreter des Staatlichen Bauamtes in Schweinfurt sowie der Planer eingeladen waren.

Am Bestand orientiert

"Die Straße ist in einem schlechten, verkehrsunsicheren Zustand", betonte der Staatssekretär. Der Ausbau erfolge bestandsorientiert. Das heißt, die neue Trasse liegt in großen Teilen auf der alten, wobei die Straße verbreitert wird, und Kurven entschärft werden. Sie sei dann uneingeschränkt verkehrssicher. "Vor zehn bis 20 Jahren hätte man noch eine völlig neue Trasse gebaut", erklärte Gerhard Eck. Die wäre dann aber auch doppelt so teuer gewesen.

"Ich bin grundsätzlich ein Gegner von halbseitigen Sperrungen", betonte er. Eine Vollsperrung ermögliche ein viel steteres und damit schnelleres Arbeiten. Deshalb werde die Staatsstraße voll gesperrt, voraussichtlich bis Ende 2015. Der Ausbau soll in zwei Teilabschnitten erfolgen, wobei ab Maßbach begonnen wird. 3,8 Millionen Euro stellt der Freistaat für den Ausbau zur Verfügung, sagte Gerhard Eck. Er bat die Thundorfer um Verständnis dafür, dass sie während der Bauphase mehr Verkehr hinnehmen müssen. Einen großen Dank richtete der Staatssekretär an die Menschen, die die benötigten Grundstücke der neuen Trassenführung problemlos verkauft haben. "Eigentum verpflichtet", meinte er.

Zwei Umleitungsstrecken

Wir machen uns eine solche Entscheidung nicht einfach", sagte Holger Bothe, Leiter des Staatlichen Bauamtes in Schweinfurt. In diesem Fall gebe es sogar zwei parallele Umleitungsstrecken, die eine über Thundorf, die andere über Ballingshausen und Volkershausen. Durch eine Vollsperrung ließen sich Zeit und Kosten sparen. Er gehe davon aus, dass in der zweiten Junihälfte mit dem Bau begonnen werden kann. "Wenn alles gut läuft, könne der erste Bauabschnitt bis zum Winter fertig sein."

Auch einmal ein Lob

Die Bedeutung der Straße bis hin zu den Haßbergen hob Friedel Heckenlauer, Bürgermeister von Stadtlauringen, hervor. Er bedankte sich dafür, dass der Ausbau nach einem so kurzen Zeitraum jetzt begonnen werde. "Es wird oft geschimpft über die Politik, dann darf man das auch mal anerkennen."

Thundorfs Bürgermeister Anton Bauernschubert erinnerte an eine Aussage von Erich Wagensonner vom früheren Straßenbauamt. Vor 2050 werde die Straße nicht gemacht, habe er einmal gesagt. Er sei froh, dass sie nun doch schon im Jahr 2015 hergerichtet wird, so Anton Bauernschubert.

"Die Staatsstraße zwischen Poppenlauer und Althausen war die schlechteste", erinnerte Maßbachs Bürgermeister Johannes Wegner. Ihr bereits erfolgter Ausbau sei für die Verkehrssicherheit ein großes Plus. Nun folge die ebenfalls schlechte Straße zwischen Maßbach und Rothhausen.

Bauarbeiten wird es bereits vor dem Juni geben. "Am 10. März wird mit der Sondierung von Bodendenkmälern begonnen", erklärte Matthias Wacker, zuständig für den Landkreis Bad Kissingen beim Staatlichen Bauamt in Schweinfurt.

Holger Bothe erklärte schließlich den Anwesenden, was bei einer solchen Planung beachtet werden muss. Die Suche nach Bodendenkmälern gehöre ebenso dazu, wie der Natur- und Artenschutz, Ausgleichsmaßnahmen und sogar Kampfmitteluntersuchungen. Weil die Straße entlang des ehemaligen Bahndamms verläuft, könnten dort durchaus Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.

Vor allem die erste Kurve von Maßbach in Richtung Rothhausen, wird deutlich entschärft, sagte Hans-Joachim Brandt, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Schneider und Partner, gegenüber unserer Zeitung. Die Strecke orientiere sich immer am Bahndamm (Radweg) oder an der Lauer.
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