Im kalten Krieg der kälteste Platz der Erde

Was Mitte des 16. Jahrhunderts mit einer kleinen, im Wald versteckten und unerlaubten Ansiedlung als „Wilder Flecken“ begann, bezeichneten 400 Jahre später die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg als „best known secret“, als inzwischen bekanntestes Geheimnis. Dies und eine Fülle anderer interessanter Informationen über den Militärstützpunkt Wildflecken erfuhren am Sonntag die Premierengäste des Dokumentarfilms „Ein Wilder Flecken“ im Haus der Schwarzen Berge in Oberbach.
Die deutsch-amerikanische Freundschaft wurde von der US-Armee viele Jahre im „Camp Wildflecken“ gepflegt, wie diese Aufnahme aus den 80er Jahren zeigt.
Foto: REPRO Sigismund von Dobschütz | Die deutsch-amerikanische Freundschaft wurde von der US-Armee viele Jahre im „Camp Wildflecken“ gepflegt, wie diese Aufnahme aus den 80er Jahren zeigt.

Eingeladen hatten die beiden Bundeswehr-Reservisten und Filmemacher Heinz Leitsch aus Modlos und Norbert Rückel, die Moderation übernahm der frühere Oberstleutnant Helmut Schwarzäugl. Wildfleckens Bürgermeister Alfred Schrenk erinnert im Film an die wechselvolle Geschichte Wildfleckens. Noch vier Jahrhunderte nach der Entwicklung der Siedlung nutzte die Wehrmacht im Zuge ihrer Aufrüstung im Jahr 1937 die relative Abgeschiedenheit des Ortes und dessen Lage im Wald für ihren neuen Truppenübungsplatz für die 9. Armee. Er sollte vor den Augen des Feindes möglichst lange verborgen bleiben. Zehn Dörfer mussten ...

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