Münnerstadt

Jede Menge los auf dem Herbstmarkt in Münnerstadt

Von einem besonders guten verkaufsoffenem Sonntag spricht der Organisator des Herbstmarktes, Peter Braun.
Goldendes Herbstwetter lockte viele Besucher zum Herbstmarkt nach Münnerstadt.  Die Stände werden immer größer, stellte Organisator  Peter Braun fest. Dieter Britz
Goldendes Herbstwetter lockte viele Besucher zum Herbstmarkt nach Münnerstadt. Die Stände werden immer größer, stellte Organisator Peter Braun fest. Dieter Britz

Dieselross-Öl? Das klingt verdächtig nach einer gefährlichen oder zumindest ungenießbaren Brühe. Gefährlich ist es tatsächlich, wenn man zu viel davon erwischt, aber in Maßen genossen ist es ein alles andere als ungenießbares Märzen-Bier der Aktienbrauerei Kaufbeuren. Dieses Dieselross-Öl war nur eine der insgesamt 18 Biersorten von acht Brauereien aus Franken und dem Allgäu, die die Besucher bei der vierten Mürschter Biermeile des Getränkehandels Dünisch und von Kaufhaus Mürscht verkosten (und natürlich auch kaufen) konnten. Ansonsten gab es für die Besucher des Herbstmarktes weitere Bierspezialitäten von Bock- bis Rauchbier.

Sonne und Wärme sorgten dafür, dass mehr Besucher als sonst bei den Herbstmärkten auf den Straßen waren. Das wiederum brachte den Geschäftsinhabern, die ihre Ladentüren offen hatten, mehr Besucher und Umsatz als sonst bei verkaufsoffenen Sonntagen. Arno Reuscher, der Vorsitzende von Kaufhaus Mürscht, war denn auch mit dem Verlauf des Herbstmarktes 2018 sehr zufrieden. Er streicht wie immer den Werbeeffekt der verkaufsoffenen Sonntage heraus, der noch wichtiger sei als der erzielte Umsatz .

Sehr zufrieden ist Arno Reuscher auch als Inhaber von Eisen-Krais. Das Unternehmen im Schatten des Oberen Tores feierte, wie berichtet, sein 150-jähriges Bestehen. In allen Teilen des Geschäftes herrschte denn auch sehr reger Betrieb, wie schon ein kurzer Blick bewies. Anlässlich des Geschäftsjubiläums startete das Unternehmen eine ganz besondere Aktion: Kunden konnten ihre Einkäufe auch in der guten alten D-Mark tätigen, die bekanntlich am 1. Januar 2002 durch den Euro abgelöst, aber deshalb noch lange nicht wertlos wurde. Etwa zehn Kunden brachten 300 D-Mark, um damit zu zahlen. "Ich habe die alten Scheine aufgehoben, aber jetzt nach der langen Zeit wollte ich sie doch mal loswerden" sagte eine Kundin. Diese Umtauschaktion läuft noch bis zum 31. Oktober. Danach muss ein Mitarbeiter von Eisen-Krais mit dem Geld zur Würzburger Filiale der Deutschen Bundesbank fahren. Dort werden dann die alten D-Mark-Beträge in Euro umgetauscht.

Der Herbstmarkt in der Veit-Stoß-Straße und rund ums Rathaus bot das gewohnte Bild. Der Staubsauger-Verkäufer aus Bad Neustadt war wie seit Jahren an der gewohnten Stelle, die Fenster-Firma auch, die Gesichter vieler Standinhaber kennt der aufmerksame Besucher schon. "Bei gutem Wetter läuft das Geschäft in Münnerstadt recht gut, denn es kommen viele Leute auch aus der weiteren Umgebung" meinte ein Markthändler. Wie immer hatten der Tierschutzverein und der Heimatspielhaus-Verein ihre Flohmarkt-Läden geöffnet und machten offenbar auch gute Umsätze für einen guten Zweck.

Wer die Klasse Q11 des Gymnasiums unterstützen wollte, der kaufte Bratwürste und Crepes an ihrem Stand. Die Schüler wollen den Reingewinn für ihren Abiball und die Abizeitung verwenden. Der Original Mürschter Flohmarkt in der Finsteren Gasse, der Schwesterngasse, der Manggasse, der Gymnasiumstraße und am Stenayer Platz profitierte natürlich von dem idealen Wetter, wie Organisator Peter Braun feststellte. Ein Händler war sogar aus München angereist. Zwei Frauen kamen aus Ochsenfurt.

Wie immer macht Peter Braun aus der Zahl der Händler ein kleines Geheimnis. Aber immerhin verrät er "die Zahl bleibt ungefähr gleich, aber ich habe das Gefühl, die Stände werden größer." Wichtig ist ihm die Qualität der Ware. Das Spektrum reicht denn auch von Büchern aller Art über Langspielplatten bis zur Sammlerkamera oder der antiken Nähmaschine. Viel schönes altes Geschirr wurde angeboten, dazu Glas, Kunsthandwerk, viel Kinderspielzeug - eben alles, was zu einem Flohmarkt gehört. "Dieses Geschäft bringt nichts ein, macht aber Spaß" - mit diesem Schild an ihrem Stand machte eine Flohmarkthändlerin aus Bad Kissingen ihre Philosophie deutlich.

Kleider will Peter Braun auf dem Flohmarkt nicht dabeihaben, darauf legt er Wert. Die gab es, dann allerdings neu und teurer, auf dem normalen Herbstmarkt. Dieser Flohmarkt war schon der vierte in diesem Jahr. Am 24. und 25. November soll in der Kelterhalle ein Weihnachtsmarkt stattfinden.

Sehr beliebt bei den Flohmarkthändlern ist immer der Stenayer Platz direkt vor der Alten Aula. In diesem Gebäude war allerdings an diesem Sonntag das Wahllokal untergebracht. Allerdings gab es für die Wahlberechtigten kein Durchkommen. Sie mussten andere Parkplätze anfahren, in der Hoffnung, dort einen Platz zu finden.

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