Rannungen

Kabel in Rannungen: EnBW bezahlt die Schäden

Der Vertrag über die Verlegung der Kabel ist endlich vom Tisch. In der letzten Sitzung wurden Gemeinderäte verabschiedet
Das Rathaus in Rannungen. Isolde Krapf       -  Das Rathaus in Rannungen. Isolde Krapf
Das Rathaus in Rannungen. Isolde Krapf

Die 123. Sitzung des Gemeinderates in der Ende April zu Ende gegangenen sechsjährigen Amtsperiode bedeutete für sieben der zwölf Mitglieder auch den Abschied aus diesem Gremium. 18 Jahre hatten Rudolf Berninger (CSU-freie Wähler), Harald Leurer, Wolfgang Röder und Franz Wolf (CSU-Freie Wähler) dem Gemeinderat angehört. Neun Jahre war Mario Träg (Rannunger Bürgerliste) Mitglied. Daniel Weigand ( CSU - Freie Wähler ) wurde nach sechs Jahren verabschiedet. Gudrun Popp (Rannunger Bürgerliste) hatte dem Gemeinderat knapp ein Jahr als Nachfolgerin von Werner Keller angehört. Dieser war 1992 bis zu seinem vorzeitigen Rücktritt 2019 im Gemeinderat . Bürgermeister Fridolin Zehner dankte allen ausgeschiedenen Gemeinderäten , die sich für die Gemeinde eingesetzt hätten. Es habe auch Situationen gegeben, "in denen ich völlig anderer Meinung war, ich danke euch trotzdem". Zwei Drittel der bisherigen Gemeinderäte sind also ausgeschieden. Sybille Büttner, Yvonne Seufert, Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste), Johannes Beck und Joachim Weigand (beide CSU - Freie Wähler ) bestimmen neben dem im Amt bestätigten Bürgermeister Fridolin Zehner ( CSU ) auch in den kommenden sechs Jahren die Rannunger Kommunalpolitik mit.

In dieser letzten Sitzung des alten Gemeinderates kam endlich der Vertrag über die Verlegung elektrischer Kabel vom Solarpark der EnBW (Energie Baden-Württemberg) in Poppenlauer über die Gemarkung Rannungen bis zum Knotenpunkt in Oerlenbach vom Tisch. Viermal hatte dieses Thema bereits den Gemeinderat beschäftigt und war immer wieder vertagt worden. Das Abstimmungsergebnis war knapp, denn sieben Gemeinderäte und der Bürgermeister waren dafür, dass Fridolin Zehner den Vertrag für die Gemeinde abschließen darf. Fünf jedoch waren dagegen.

Das Energieversorgungsunternehmen EnBW verpflichtet sich nun vertraglich, gemeinsam festgestellte Schäden durch den Leitungsbau auf seine Kosten zu beseitigen. Geschieht dies nicht innerhalb von sechs Monaten, darf die Gemeinde selbst tätig werden und die Arbeiten dem Unternehmen in Rechnung stellen. Zu Beginn der Baumaßnahmen leistet das Unternehmen eine Bürgschaft in Höhe von 15.000 Euro. In der Sitzungsvorlage heißt es ausdrücklich "seitens der Verwaltung wird darauf hingewiesen, dass die Gemeinde grundsätzlich verpflichtet ist, der Verlegung der Kabel zuzustimmen. Aufgrund der Besitzsituation der Gemeinde, die üblicherweise überwiegend im Besitz der Flurwege ist, darf die daraus entstandene Monopolstellung der Gemeinde nicht ausgenutzt werden. EnBW hat nun alle Forderungen des Gemeinderates, so gut es irgend möglich ist, umgesetzt. Es wird daher seitens der Verwaltung angeraten, dem Vertrag zuzustimmen".

Der Gemeindebauhof bekommt ein neues Fahrzeug. Die Kupplung des vorhandenen 22 Jahre alten Wagens ist defekt und müsste für etwa 2500 Euro repariert werden. Deshalb genehmigte der Gemeinderat die Anschaffung eines gebrauchten Ersatzfahrzeuges für etwa 17 bis 23.000 Euro. Zur Beseitigung eines Leerstandes in der Wiesenstraße genehmigte der Gemeinderat einen Zuschuss in Höhe von vorläufig 4198 Euro. Er wird im Rahmen des Förderprogramms der Allianz Schweinfurter Oberland für Investitionen zur Innenentwicklung gezahlt. Demnach werden Investitionen Reaktivierung leerstehender Gebäude für Wohnnutzung, die mindestens zwölf Monate ungenutzt und von mindestens 50 Jahren errichtet worden sind, gefördert. Gezahlt werden zehn Prozent der Investitionssumme, maximal aber 7500 Euro. Der Antragsteller will das zurzeit leerstehende Wohnhaus sanieren und wieder einer Wohnnutzung zu führen. Der Gemeinderat genehmigte den Zuschuss einstimmig.

Das allerletzte Wort in der allerletzten Sitzung des alten Gemeinderates hatte die zweite Bürgermeisterin Sybille Büttner. Sie rechtfertigte die manchmal ziemlich hitzigen Diskussionen mit der versöhnlichen Bemerkung "wir sind nicht angetreten, um Friede, Freude, Eierkuchen zu machen, sondern um für die Gemeinde zu arbeiten". Sie dankte allen und wünschte alles Gute

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