Ramsthal

Kaffeegenuss mit gutem Gewissen

Sebastian Wieber und Selina Schimmel aus Ramsthal haben ein Start-up gegründet. Sie vertreiben Bio-Kaffee aus nachhaltigem, umweltbewusstem Anbau, der zudem zu 100 Prozent klimaneutral sei.
Selina Schimmel und Sebastian Wieber genießen eine Tasse ihres fairen Kaffees.  Foto: Hilmar Ruppert       -  Selina Schimmel und Sebastian Wieber genießen eine Tasse ihres fairen Kaffees.  Foto: Hilmar Ruppert
| Selina Schimmel und Sebastian Wieber genießen eine Tasse ihres fairen Kaffees. Foto: Hilmar Ruppert

"Unsere Kaffees stammen aus nachhaltigem, umweltbewusstem Anbau und sind zu 100 Prozent klimaneutral", freuen sich Sebastian Wieber und Selina Schimmel aus Ramsthal . Vom Namen ihres Hundes leiteten sie den Namen der Marke "majas coffee" ab.

Die beiden beschäftigen sich schon lange gern und ausführlich mit Kaffee , aber erst während des Lockdowns reifte die Idee für einen Handel mit ihrem handwerklich gerösteten Bio-Kaffee. Beide studieren Wirtschaftsinformatik und nicht zuletzt aufgrund der Online-Vorlesungen fanden sie die Zeit und die Muße für ihr Start-Up. Damit möchten sie auch der Intransparenz speziell beim Anbau von Kaffee , Kakao oder auch Baumwolle entgegenwirken.

Die Biozertifizierung bestehe aus Anbau , Verarbeitung und Handel , wobei man sich zur Zeit ausschließlich mit dem Handel beschäftige. Zwar besitzen die beiden eine Kleinst-Rösterei, mit der sie Versuche anstellen können, diese werden aber dann in einer Rösterei in ihre Kaffee-Marken umgesetzt.

"MRS. PRESIDENT" stammt von Bohnen aus Peru. Den Namen wählten sie, weil die dortige Genossenschaft von einer Frau geführt wird und der Kaffee für soziales Engagement stehe. "LA ESPARANZA" stehe für die Hoffnung auf Verbesserung in den Bürgerkriegsgebieten von Kolumbien und Honduras, von dort kommen die Kaffeebohnen dafür. Aufgrund der Pandemie bestünden derzeitige Kontakte mit den Anbauern nur über E-Mail, ein Besuch sei bei Verbesserung der Lage aber in Planung. Aufgrund des weltweit ansteigenden Kaffeekonsums würden immer noch weite Teile des Regenwaldes abgeholzt und durch Monokulturen mit einem hohen Düngerbedarf ersetzt. Am Ende stünde ein Paket im Supermarkt mit einem Inhalt, das als Kaffee bezeichnet wird.

"Wir wollen das ändern. Wir wollen, dass unser Kaffee genauso gläsern ist, wie wir", sagten die beiden. Sehr gute Zurückverfolgbarkeit mit genauer Herkunftsbezeichnung und dabei gleichzeitig keine Kompromisse beim Geschmack hinnehmen, sei das Ziel und die Mission von Majas Coffee.

Man wolle die Kaffee-Kultur fördern, Kaffee sei zum Genießen da und sei kein schwarzes Getränk mit Wachhalte-Effekt. Mit ihrem Kaffee hätten sie schon sechs Tonnen ausgeglichen und bieten auch Unternehmen an, den -Fußabdruck zu verringern. Immerhin produziere ein Kilogramm Kaffee umgerechnet ungefähr 12 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Bei einem durchschnittlichen Büro kämen hier alleine schon einige Emissionen nur durch den Kaffeekonsum zusammen. Vorerst wollen die beiden beim Handel von Kaffee bleiben, eine Option für die Zukunft könnten aber auch noch Kakao und Tee werden.

Weitere Informationen auch unter majascoffee.com .

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