HAMMELBURG

Keine Angst mehr vor Hunden

(si) Über eine Stunde lang zeigten die 15 Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen der Saaletalschule vollste Aufmerksamkeit, so wie es sich jede Lehrkraft immer wünschen würde. Der Grund war „Rusty“, ein kleiner Mischlingshund, der mit seinem Frauchen Tanja Zemelka und der Auszubildenden Susanne Weth in die Schule gekommen war. Die Schüler sollten nämlich lernen, wie man sich gegenüber einem Hund verhalten soll.

Förderlehrerin Elkin Schleich hatte von der Initiative „Kind und Hund“ erfahren und die erfahrene Hundehalterin im Rahmen des Sachunterrichts in die Schule eingeladen. „Kind und Hund“ ist ein Projekt, das es seit dem vergangenen Jahr gibt. Rund 30 ehrenamtliche Mitarbeiter besuchen in Unterfranken mit ihren Hunden Kindergärten und Grundschulklassen. Die meisten Kinder gehen gerne mit Hunden um, manche haben aber auch Angst vor ihnen.

Die Angst vor Hunden nehmen, das ist denn auch ein Hauptanliegen dieser Aktion. Zemelka brachte den Kindern richtiges Verhalten bei und erläuterte ihnen die Verhaltensweise des Hundes. Auch gegenüber treuen Vierbeinern müsse man Vorsicht walten lassen, sagte die Hundeführerin. Ihnen sollte man sich langsam von der Seite nähern, sich erst einmal beschnuppern lassen und nicht über sie beugen. Hunde mögen es auch nicht, von oben auf den Kopf gefasst zu werden. Und: „Hunde müssen lernen, was von ihnen erwartet wird, genauso wie Kinder das lernen müssen.“

Tipps für richtiges Verhalten

Besonders aufmerksam lauschten die Kinder den Tipps der Hundehalterin, wie man sich gegenüber frei laufenden Hunden verhalten soll. Alisia durfte ein solches Verhalten mit Rusty vorführen: Auf keinen Fall wegrennen, da dies nur den Jagdinstinkt des Vierbeiners wecken würde, sagte Zemelka. Man sollte sich ruhig hinstellen und dem Hund nicht in die Augen schauen, denn das wecke nur dessen Kampfbereitschaft. Rusty zeigte sich so kaum an Alisia interessiert.

Die ausführlichen Demonstrationen der Hundeführerin mit Rusty zeigten bei fast allen Kindern Erfolg. Sie wiederholten die richtigen Verhaltensweisen und trauten sich sogar, dem Mischlingshund auf der flachen Hand ein Stück Trockenfutter anzubieten. Rusty griff schnell zu und vertilgte das Leckerstück.

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