Ebenhausen

Keine Arbeit, keine Ersparnisse

Ein Hilfeaufruf in den Corona-Zeiten kommt vom Verein zur Hilfe für Kinder der Dritten Welt e.V. Schweinfurt. Der Verein unterstützt Hilfsprojekte in Indien und Afrika.
Bei der Essensverteilung im Slum Kapalibagan von Kalkutta  Foto: Father Mathew-George       -  Bei der Essensverteilung im Slum Kapalibagan von Kalkutta  Foto: Father Mathew-George
Bei der Essensverteilung im Slum Kapalibagan von Kalkutta Foto: Father Mathew-George

Der in Ebenhausen wohnende Vorsitzende des Vereins zur Hilfe für Kinder der Dritten Welt e.V. Schweinfurt, Heinrich Hackenberg, bittet um Hilfe und finanzielle Unterstützung für seinen Verein. Er erachtet es als christliche Pflicht, gerade jetzt in der Corona-Krise nicht die Augen zu verschließen und an die Ärmsten der Armen zu denken. Der Schweinfurter Verein unterstützt Hilfsprojekte in Indien und Afrika und hat dort spezielle Corona-Soforthilfeprogramme auf den Weg gebracht.

Auch in Europa hat die Corona-Krise zu weitreichenden Einschränkungen in der Gesellschaft geführt, und auch hier sind Menschen vom Virus Covid-19 und Existenzangst bedroht. Um wie viel schlimmer trifft es jedoch die Armen in den Ländern, in denen der Schweinfurter Kinderhilfsverein tätig ist. In Kalkutta arbeitet der Verein mit Father Joseph und Father Mathew-George von den Salesianern von Don Bosco zusammen und versucht, im Slum Kapalibagan das Leid der Menschen etwas zu lindern. Dort leben etwa 800 Menschen auf einem ungefähr fußballfeldgroßen Areal auf allerengstem Raum zusammengepfercht, außerdem besteht aufgrund der Corona-Krise striktes Ausgangsverbot.

Dies bedeutet keine Arbeit und somit kein Einkommen mehr, keine Ersparnisse und kein Essen. In den Slums herrscht eine unvorstellbare Enge und die Bewohner sind gezwungen, eingesperrt in ihren winzigen Hütten zu verharren. Genau da ist der Verein tätig und versucht, mit seinen fünfzehn Helfern vor Ort die Bevölkerung wenigstens mit dem Allernötigsten zu versorgen. In dem Soforthilfe-Projekt werden dort täglich unter immensem Einsatz 1200 Essensrationen gekocht und zusammen mit frischem Trinkwasser verteilt. Um die Lebensmittel irgendwie zu beschaffen, wagt sich das Team des Vereins trotz Ausgangsverbotes oft schon morgens um 3 Uhr auf die Schwarzmärkte und muss bei Polizeikontrollen mit Prügel rechnen.

Auch in Namibia, wo sich die Benediktinerschwester Wilhelmine Mukhoso um Arme und Alte kümmert, können sich die Menschen wegen des Covid-19-Virus nicht mehr frei bewegen, und es fehlt an allem zur Deckung der elementarsten Bedürfnisse. Es herrscht Ausgangssperre unter Androhung hoher Geld- oder sogar Gefängnisstrafen, was es den Helfern fast unmöglich macht, Lebensmittel an die Bedürftigen zu verteilen.

Auch werden dort für den bevorstehenden Winter dringend warme Kleidung und Decken benötigt. Heinrich Hackenberg appelliert eindringlich an die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen: "So trete ich mit der Bitte an Euch heran, den Menschen in den von uns unterstützten Projekten mit einer Spende zu helfen. Dies ist ein Gebot der Stunde!" Weitergehende Informationen kann man über die Homepage des Kinderhilfsvereins unter www.kinder-dritte-welt.de bekommen.

Das Spendenkonto lautet: Kontoinhaber: Verein zur Hilfe für Kinder der Dritten Welt, Schweinfurt e.V., IBAN: DE48 7933 0111 0002 4242 41

BIC: FLES DEMM XXX ( Bankhaus Max Flessa KG, Schweinfurt), Verwendungszweck: Spende Coronakrise.

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