Haard

Keiner traute sich, die weiße Fahne zu hissen

Die US-Kampftruppen marschierten am 8. April 1945 in Haard ein.
Karl Kluh wollte 1945 die  Amerikaner aufhalten.  Er ist im Haarder Friedhof beerdigt. Sein Grab wird heute noch gepflegt. Foto: Ewald Kiesel       -  Karl Kluh wollte 1945 die  Amerikaner aufhalten.  Er ist im Haarder Friedhof beerdigt. Sein Grab wird heute noch gepflegt. Foto: Ewald Kiesel
| Karl Kluh wollte 1945 die Amerikaner aufhalten. Er ist im Haarder Friedhof beerdigt. Sein Grab wird heute noch gepflegt. Foto: Ewald Kiesel

Die damalige Lehrerin Rosa Münz hielt vor fast genau 76 Jahren in einem Bericht den Einmarsch der Amerikaner fest. "Am 7. April sah man den Rauch- und Feuerschein von Steinach her. In der Nacht zum 8. April erzitterte Haard durch die Sprengung der Muna bei Rottershausen. Der Feuerschein hat das ganze Dorf blitzartig erleuchtet. Am Morgen des 8. April - es war ein Sonntag - ist die Dorfbevölkerung mit Hab und Gut in die Gewölbekeller geflüchtet. Niemand traute sich, eine weiße Fahne zu hissen, aus Angst, vom Altenberg her durch deutsche SS-Leute beschossen zu werden.

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