Münnerstadt

Kirchenglocken schweigen nachts

Das neue Steuerungssystem ermöglicht es, den Glockenschlag nach den Erfordernissen und Wünschen der Kirchengemeinde einzustellen. Die Gäste eines benachbarten Hotels können jetzt ruhiger schlafen.
Nachts schweigen jetzt die Glocken der Münnerstädter Stadtpfarrkirche. Möglich ist das mit einem neuen Steuerungssystem für die Kirchenglocken beziehungsweise die Kirchturmuhr, das jetzt installiert worden ist. Der nächtliche Stundenschlag ist passee.

Mit alter Anlage nicht möglich

Die neue Technik macht es möglich, dass der Glockenschlag ganz individuell nach den Erfordernissen oder Wünschen einer Kirchengemeinde eingestellt werden kann. Die alte bestehende Anlage war dazu nicht in der Lage. Die Zeitwahl geht wie bei einem Computer schnell und einfach - wenn man sich erst einmal eingearbeitet hat.
In der Sakristei ist jetzt ein kleines Kästchen installiert - der Bordcomputer für die Kirchturmuhr. Wenn sich die Gottesdienstzeiten nicht ändern, kann das liturgische Läuten zu sämtlichen kirchlichen Anlässen auf die nächsten 99 Jahre eingestellt werden. Auch das Glockenläuten an Silvester ist da schon mit vorgesehen. Die Bedienung der Uhr liegt in den Händen von Mesner Norbert Düring. Über ein Passwort kann er sich in die Elektronik des Steuerungssystems einloggen und die gewünschten Zeiten für den Glockenschlag eingeben, auch die Pausenlänge zwischen den einzelnen Schlägen.

Hotelgäste wurden gestört

Festgelegt wurde bei der Neuinstallation gleich, dass die Kirchturmuhr nachts nun nicht mehr schlägt. Das war seit mehr als einem Jahr der Wunsch eines benachbarten Hoteliers, der beklagt hatte, dass seine Hotelgäste wegen des viertelstündlichen Schlags der Turmuhr regelmäßig um ihren Schlaf gebracht werden. Nun läuten die Glocken der Stadtpfarrkirche abends um 22 Uhr das letzte Mal. Das Morgenläuten ist um 6 Uhr. Bei liturgischen Anlässen wie der Weihnachtsmette erklingen natürlich weiterhin die Glocken.

Mit Fernbedienung

Neu ist, dass die einzelnen Glocken über eine Fernbedienung in Gang gesetzt werden können. Mesner Norbert Düring wird noch austesten, ob er sogar von seinem Zuhause am Karlsberg aus die Anlage steuern kann. Vom Kirchplatz aus funktioniert diese Technik schon prima. Je nach den geographischen Gegebenheiten hat die Fernbedienung eine Reichweite von bis zu zwei Kilometern.
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