Oerlenbach

Kirchturm-Statik wird untersucht

Digitalisierung rund um das Rathaus geht weiter: Oerlenbach ermöglicht Home-Office, weitet den Bürger-Service aus und kauft Laser Beamer.
Hält der Kirchturm einem starken Wind stand? Statische Berechnungen sollen Sicherheit geben, was dem Kirchenanbau in Eltingshausen bei Orkan droht. Über die Auftragsvergabe entscheidet der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen.  Foto: Hans-Peter Hepp       -  Hält der Kirchturm einem starken Wind stand? Statische Berechnungen sollen Sicherheit geben, was dem Kirchenanbau in Eltingshausen bei Orkan droht. Über die Auftragsvergabe entscheidet der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen.  Foto: Hans-Peter Hepp
| Hält der Kirchturm einem starken Wind stand? Statische Berechnungen sollen Sicherheit geben, was dem Kirchenanbau in Eltingshausen bei Orkan droht.

Die Gemeinde Oerlenbach muss die Baulast am Eltingshäuser Kirchturm tragen. Dies geht aus einem mehr als einhundert Jahre alten Dokument hervor, berichtet Geschäftsleiter Werner Rauh. Die Statik des Turms von St. Martin soll jetzt untersucht und - das steht im Raum - danach soweit hergestellt werden, dass er großen Stürmen stand hält. 1991 wurde der Turm schon einmal saniert, damals soll ein - für die Statik wichtiger - Balken entfernt worden sein. Der Antrag der Kirchenstiftung auf faktische Kostenübernahme wurde vertagt.

Der Sitzungssaal im Rathaus erhält einen neuen Beamer, der digitale Bürgerservice wird ausgeweitet und die Gemeindeverwaltung kann zwei Home-Office-Arbeitsplätze dank neuer Laptops vergeben. Rund 6800 Euro, die noch aus dem Budget von 2019 entnommen und zusätzlich gefördert werden können, investiert Oerlenbach in neue bürgernahe Online-Dienste, unter anderem in Formulare, die man am Bildschirm ausfüllen und verschicken kann. Der neue Laser-Beamer im Sitzungssaal mit Kabeln und allem Zubehör wird rund 10 000 Euro kosten. Der alte lieferte nur noch ein kaum lesbares Bild.

Bauplätze werden erschlossen

31 Bauwerber haben ihre Vorverträge für das Neubaugebiet Thüringer Straße II ( Eltingshausen ) bereits unterschrieben und ihre Reservierungsgebühr hinterlegt. Rund zehn Ortsfremde befinden sich unter den potenziellen neuen Eigenheimern, der Rest besitzt eine Bindung zur Gemeinde. Weil nur noch ein Bauwerber fehlt, wird Oerlenbach alle 32 Bauplätze umgehend erschließen. In der Diskussion war zuvor eine Variante, dies in zwei Schritten anzugehen.

Ein Nahwärmenetz wird es nach jetzigem Stand der Dinge dort nicht geben, die Auswirkungen auf Kindergarten und Schulen will man abwarten: da war Bürgermeister Nico Rogge und die Gemeinderäte einer Meinung.

Im Dorf bleibt eine Garage eine Garage . Deshalb lehnte der Gemeinderat auch einen Antrag auf Nutzungsänderung ab. Ein Bürger wollte in einer Oerlenbacher Doppelgarage künftig Autos verschönern.

Als kompliziertes Puzzle entpuppte sich der Bauvorantrag für Wohnhaus, Pferdestall und Reitplatz in Eltingshausen . Zum einen befindet sich die Fläche zum Teil im Innen- und im Außenbereich. Zum anderen ist die Mischung aus Wohnen, Tierhaltung und Pferdetherapie - der Bauwerber ist Tierarzt - problematisch. Den Bau des Wohngebäudes befürworteten alle Gemeinderäte , die anderen Elemente sollen erst vom Landratsamt geprüft werden.

Nur eine Stellungnahme, also keinen Beschluss, konnte Oerlenbach zum Ausbau einer Anlage zum Baustoffrecycling abgeben. Im Industriegebiet von Eltingshausen ist dieses Gewerbe grundsätzlich zulässig. In der gemeindlichen Stellungnahme wurde auf geplante Straßenbaumaßnahmen im Umfeld, auf den angedachten Geh und Radweg und auf die Einhaltung aller Emissionsgrenzen verwiesen.

Dauernutzungsrecht für FC

Der FC Einigkeit Rottershausen erhält das Dauernutzungsrecht für das Sportgelände bis 2050; mit dieser Absicherung kann sich der Sportverein um Fördermittel bemühen.

Das Feldkreuz in der Gemarkung Rottershausen wird saniert und soll danach wieder in "altem Glanz" erscheinen. Beide Beschlüsse fällte das Gremium einstimmig. Rollups stehen künftig bei Veranstaltungen in Oerlenbach als Werbeträger für die vier Gemeindeteile. Zwei der praktischen Banner mit Ständern wird man anschaffen, im Gemeindeparlament fand sich eine satte Mehrheit für eine der drei vorgestellten Varianten. Neben ortstypischen Fotos aus den vier Gemeindeteilen sind auch die Siegerbilder des letzten Fotowettbewerbs zu sehen.

Stück für Stück wird Nico Rogge die Eingaben der Bürger zu den abgesagten Bürgerversammlungen vorstellen und dort, wo es nötig scheint, mit den Räten nächste Schritte diskutieren. In die Sitzung brachte der Bürgermeister Anfragen aus Oerlenbach mit, die allerdings eher das nachbarliche Miteinander betrafen und deshalb nicht intensiv besprochen wurden. Der Rathauschef wies allerdings deutlich darauf hin, dass der gemeindliche Bauhof "speziellen Bürgern" keine Vorteile einräume. Vielmehr stellte er fest, dass Geräte lediglich an Vereine verliehen werden und dass Mitarbeiter des Bauhofes ihre Privatfahrzeuge dort reinigen, wenn sie diese zuvor im Dienst verschmutzten. Das Thema "Hundekot-Beseitigung" will man in einer späteren Sitzung für alle Ortsteile klären.

Beinahe unbemerkt entsteht im Gewerbepark A71 ein Baukomplex mit Büroräumen, ein Architekt wird wohl dort einziehen. Das Dach der Kulturscheune in Eltingshausen wird abgedichtet, örtliche Firmen erhielten bereits den Auftrag.

2021 wird es wohl keine Schwammspinner-Bekämpfung geben müssen. Dies und weitere Themen rund um den Wald stehen im Mittelpunkt der nächsten Gemeinderatssitzung am 9. Dezember.

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