Euerdorf

Kita-Alltag in besonderen Zeiten: so geht es

Die Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen trifft besonders die Familien, aber auch die Beschäftigten. Für alle ist das eine Herausforderung.
Mit den Kindern wurde ein Regenbogen gestaltet.  Foto: Renate Kröckel       -  Mit den Kindern wurde ein Regenbogen gestaltet.  Foto: Renate Kröckel
Mit den Kindern wurde ein Regenbogen gestaltet. Foto: Renate Kröckel

Erziehungs- und Bildungsarbeit in der Kita in Zeiten der Corona- Pandemie: "So was habe ich in meiner Berufszeit noch nie erlebt", berichtet Renate Kröckel, Leiterin des Hauses für Kinder Euerdorf . Wie ihr geht es dem Großteil der Bevölkerung . Die Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen trifft besonders die Familien ; gewohnte Strukturen und Tagesabläufe müssen verändert werden oder finden überhaupt nicht mehr statt.

Aber auch für das pädagogische Personal und ihre unterstützenden Kräfte wie Köchinnen oder Reinigungspersonal bringen die neuen Verordnungen und das veränderte Infektionsschutzgesetz Herausforderungen mit sich. "Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und Achtsamkeit sind hier besonders wichtig", so die Meinung der Leiterin. "Unsicherheit im Umgang mit den vom Ministerium vorgegebenen Vorschriften und Handlungsrichtlinien haben wir nicht, denn die Unterstützung durch unsere Aufsichtsbehörde am Landratsamt Bad Kissingen vertreten durch Herrn Kutz und Frau Böhnlein ist toll."

In der Kita werden Kinder aus Familien mit Berufen aus systemrelevanten Berufsfeldern wie Ärzten, Zahnärzten, Pflegeberufen aber auch aus der Lebensmittelversorgung betreut, die Einrichtung ist auch in der Coronazeit für diese Kinder geöffnet. Was ist anders, als im "normalen" Kita-Alltag: Natürlich zunächst die Hygienevorsichtsmaßnahmen, so wird darauf geachtet, dass nicht mehr als fünf bis sechs Kinder in einem Gruppenraum spielen, auch das gemeinsame Mittagessen wird in den verschiedenen Gruppen mit viel Platz zwischen den Kindern eingenommen (hier dürfen die Kinder losen, in welchem Gruppenraum sie essen dürfen), auch eine "Händewaschpause" ist immer wieder an der Reihe.

Eltern und Kinder werden darauf hingewiesen, beim Eintritt und beim Verlassen der Kita Hände zu waschen. Türgriffe, Toilettenspülungen und Tische werden regelmäßig abgewischt, außerdem wird so viel Zeit wie möglich im Freien verbracht, und jede Viertelstunde wird für zehn Minuten gelüftet.

Bildungsangebote werden ebenfalls in den Kleingruppen angeboten. "Mundschutz und Eintrittsverbot der Eltern sind bei uns in den Kitas laut ministeriellen Richtlinien aber nicht vorgesehen", erklärt stellvertretende Leiterin Isabell Cicero, "und durch unsere ebenerdigen Gruppenräume ist eine Verteilung der Kinder leicht möglich."

Das Kita-Team wechselt sich wöchentlich ab; außerdem werden im Homeoffice Konzeptionsarbeiten, Dokumentarbögen, Projektplanungen, Ideensammlungen und vieles mehr erarbeitet und festgehalten. So entstand im Homeoffice auch die Idee für die Kinder, die zu Hause sind, Aktionsmappen zu gestalten und zur Verfügung zu stellen. Eltern, die Besorgungen machen, können ab dieser Woche die Aktionsmappe (Ausmalblätter, Bastelanregungen mit dazugehörigem Bastelpapier, bekannte Liedtexte, Geschichten) vor der Kita, Eingang Ringstraße, abholen. Die Mappen liegen in einer Box bereit und werden wöchentlich ergänzt. Bei all diesen wichtigen und unerlässlichen Veränderungen ist ein überschaubarer Tagesablauf in der Kita, gerade in diesen Zeiten, für die Kinder nötig und gibt ihnen Sicherheit, denn die Kinder vermissen ihre Freunde, die zu Hause betreut werden und ihren gewohnten Tagesablauf. Gemeinsam schaffen wir das, ist sich Renate Kröckel sicher.

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