Maßbach

Klärschlamm: Münnerstadt wird stärker an der Finanzierung beteiligt

Seit Anfang August ist in der Kläranlage des Abwasserzweckverbandes "Obere Lauer" in Poppenlauer die Klärschlamm-Schneckenpresse in Betrieb. Sie soll den flüssigen Klärschlamm, der noch etwa 97,5 Prozent Wasser enthält, entwässern.
Foto: Dieter Britz   Die neue Halle auf dem Gelände der Kläranlage in Poppenlauer soll auf dem  Dach eine Fotovoltaik Anlage bekommen. In der Halle selbst ist die  Schneckenpresse untergebracht, mit der der anfallende Klärschlamm  entwässert wird. Foto: Dieter Britz       -  Foto: Dieter Britz   Die neue Halle auf dem Gelände der Kläranlage in Poppenlauer soll auf dem  Dach eine Fotovoltaik Anlage bekommen. In der Halle selbst ist die  Schneckenpresse untergebracht, mit der der anfallende Klärschlamm  entwässert wird. Foto: Dieter Britz
| Foto: Dieter Britz Die neue Halle auf dem Gelände der Kläranlage in Poppenlauer soll auf dem Dach eine Fotovoltaik Anlage bekommen.

Dann enthält er immer noch 70 Prozent Wasser, ist aber eine feste schwarze Masse und kann zum Verbrennen abtransportiert werden.

Der Klärschlamm aus der Kläranlage der Stadt Münnerstadt wird hier seit einiger Zeit ebenfalls entwässert. Dazu war der Abschluss einer Vereinbarung nötig, die in der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes einstimmig gebilligt wurde. Münnerstadt ist seit langem Mitglied des Zweckverbandes - für die östlichen Stadtteile , deren Abwasser in Poppenlauer geklärt wird. Die Schneckenpresse kostete mit der Halle, in der sie untergebracht ist, gut eine halbe Million Euro, die die Mitgliedsgemeinden über eine Umlage aufbringen müssen. Die Zweckvereinbarung über die Anlieferung und Verarbeitung des Klärschlamms aus Münnerstadt stand Ende Juni einmal auf der Tagesordnung der Verbandsversammlung, wurde damals aber nicht verabschiedet.

Es wurde nochmals verhandelt

Der stellvertretende Vorsitzende, der Stadtlauringer Bürgermeister Friedel Heckenlauer hatte darauf hingewiesen, dass die Stadt Münnerstadt mit mehr "Einwohner-Gleichwerten" als bisher an der Kläranlage und an ihrer Finanzierung beteiligt werden müsse. Deshalb wurde nochmals verhandelt, der Entwurf entsprechend geändert und nun verabschiedet, nachdem der Münnerstädter Stadtrat zugestimmt hatte.

Die Weiterverwertung des auf der Anlage durch die Schneckenpresse entwässerten Klärschlamms bis Ende 2022 wurde ebenfalls vergeben. Bis dahin fallen rund 4200 Tonnen an. Bisher wurde er für rund 150 Euro pro Tonne nach Karlstadt gebracht und dort verbrannt. Rückwirkend seit September 2020 bekam eine Firma aus Sachsenheim den Auftrag. Die Kosten je Tonne belaufen sich auf nur noch 117,81 Euro. Bis Ende 2020 werden also knapp 495 000 Euro für die Entsorgung des Klärschlamms fällig.

Diskussion um Photovoltaik-Anlage

Bei der Errichtung der Halle für die Klärschlammpresse wurde der Bau einer Photovoltaiklanlage auf dem Dach und der Freifläche der Kläranlage diskutiert: Die Stromkosten für die Kläranlage sind sehr hoch. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, soll eine Potenzialstudie erstellt werden. Die Kosten für die Studie können über das Förderprogramm "Kommunalrichtlinie" des Bundes bis zu 60 Prozent gefördert werden. Ein Büro aus Münnerstadt bekam den Auftrag, diese Studie für 20 328 Euro zu erstellen. Vorher muss der Förderantrag gestellt werden. Der Verbandsvorsitzende Matthias Klement darf nach der Förderzusage den Auftrag endgültig erteilen.

Die Abwasserkanäle müssen alle zehn Jahre durch Kamerabefahrung oder Begehung geprüft werden. Die letzte Überprüfung fand vor zehn Jahren statt. Das Planungsbüro Matthias Kirchner (Oerlenbach) bekam den Auftrag. Der Firmenchef war wegen Corona-Quarantäne nicht vor Ort. Eine Dokumentation der nötigen Arbeitsschritte trug er per Telefon vor, während per Beamer Bilder dazu gezeigt wurden.

In der Sitzung wurden auch sieben Verbandsräte verabschiedet. Zwölf Jahre hatten Birgit Göbhardt und Helmut Blank der Verbandsversammlung angehört. Sechs Jahre waren Egon Klöffel , Werner Wenzel, Georg Heymann und Thomas Pfister dabei. Alle bekamen Ehrenurkunden und Gutscheine für das Theater Schloss Maßbach .

Die Mitgliedsgemeinden

An den Abwasserzweckverband "Obere Lauer" sind folgende Kommunen angeschlossen: Maßbach , Thundorf, Stadtlauringen, Münnerstadt (nur die Stadtteile Wermerichshausen , Kleinwenkheim , Großwenkheim, Maria Bildhausen, Seubrigshausen und Fridritt ) und Üchtelhausen.

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