Hammelburg

Klärschlamm von der Kläranlage wird nach Karlstadt gebracht

In diesem Jahr sollen von der Kläranlage des AZV etwa 1200 Tonnen entwässerter Klärschlamm zur thermischen Verwertung zum Zementwerk nach Karlstadt transportiert werden.
Ein Becken der Kläranlage Hammelburg       -  Ein Becken der Kläranlage Hammelburg
Foto: Ralf Ruppert/Archiv | Ein Becken der Kläranlage Hammelburg

Auf der Tagesordnung der ersten Verbandsversammlung 2021 des Abwasserzweckverbandes Thulba-Saale standen neben Haushaltsangelegenheiten, laufenden Aufträgen und Maßnahmen auch Auftragsvergaben. "Ich würde die Darstellung manchmal etwas anders machen, aber das Reglement schreibt die Fassung vor", begann Geschäftsführer Burkhard Oschmann die Vorstellung der Jahresrechnung. Die Beschlussvorlagen wurden alle einstimmig angenommen.

In diesem Jahr sollen von der Kläranlage des AZV etwa 1200 Tonnen entwässerter Klärschlamm zur thermischen Verwertung zum Zementwerk nach Karlstadt transportiert werden. Der Klärschlamm muss vom derzeitigen Zwischenlager auf der Abfalldeponie der Stadt Hammelburg aufgenommen und abtransportiert werden. Bisher seien die Transporte überwiegend an Samstagen durchgeführt worden, da hier die Warte- und Stillstandszeiten im Zementwerk kürzer gewesen sind. Den Auftrag für den Klärschlammtransport 2021 erhält das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Heim GbR aus Untererthal , die Auftragssumme beträgt 16 800 Euro. In der beauftragten Machbarkeitsstudie für ein interkommunales Klärschlammkonzept wurden die Aspekte über mögliche Vertragsregelungen für einen solchen Zusammenschluss, sowie steuerliche Fragen nicht behandelt. Hierfür wurde eine Stellungnahme beim Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) angefragt. Die voraussichtlichen Gesamtkosten für Beratung und Präsentation betragen inklusive Vororttermine 5500 Euro. Der beschlossene Finanzrahmen von 38 000 Euro werde hiermit nicht überschritten.

Machbarkeitsstudie liegt vor

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie liegt zwischenzeitlich vor und soll am 18. März präsentiert werden. Die Vorstellung findet aufgrund der aktuellen Situation voraussichtlich wieder als Videokonferenz statt. Besonders vertieft ausgearbeitet seien dabei die -Bilanz, Kostenaspekte und ein möglicher Zeitplan für eine vertragliche und bauliche Umsetzung.

Detailliert behandelte Oschmann die Jahresrechnung: 2020 belief sich der Verwaltungshaushalt auf 1,514 Millionen und der Vermögenshaushalt auf 812 500 Euro.

Für die Klärschlammentsorgung wird ein Kooperationsmodell angestrebt. Bei entsprechender Zustimmung der anfragenden Gemeinden und Betreiber werden ab 2021 entsprechende Planungskosten für die Umsetzung im Haushalt eingestellt.

Der Geschäftsführer legte noch einen Vorbericht und die mittelfristige Finanzplanung für den Haushalt 2021 vor. Danach halbiert sich der Schuldenstand auf 113 100 Euro, ebenfalls warte man noch auf Rückzahlungen Wasserabgabe für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von ca 54 000 Euro.

Höherer Wasserverbrauch

Oschmann erwähnte noch den erhöhten Wasserverbrauch. Einmal wegen Homeoffice und zum anderen wegen der Menge an aufgebauten Pools. Insbesondere die neuen Verbandsmitglieder lobten die detaillierten Ausführungen. "Wenn man gut vorgearbeitet hat, ist man bei Nachfragen gerüstet und hat Antworten", schloss Oschmann seinen Vortrag ab.

Verwaltungshaushalt:

Einnahmen Photovoltaikanlage 6500 Euro, Stromeinspeisevergütung für die Klärgasverstromung 20 450 Euro, Erstattung Betreuung anderer Abwasseranlagen 68 000 Euro, Betriebskostenumlage 950 000 Euro, Schuldendienstumlage 101 500 Euro, Schuldenstand 214 300 Euro, Personalkosten 636 600 Euro, Sachkosten 774 200 Euro, Kläranlagenunterhalt 60 000 Euro, Haltung von Fahrzeugen 13 300 Euro, Energiekosten 58300 Euro und die Abwasserabgabe mit 58 400 Euro.

Vermögenshaushalt: Bewegliches Anlagevermögen 11 600 Euro, Kläranlage 69 900 Euro, Fahrzeugbeschaffung 6 000 Euro und Fernwirktechnische Anbindungen 40 600 Euro. Das zuletzt erreichte Kostenniveau für die Klärschlammverwertung wird weiterhin bleiben.

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