Münnerstadt

Konzept für neues Baugebiet in Münnerstadt steht

Am Schindberg soll ein neues Baugebiet entstehen. Das Entwicklungskonzept von Planer Matthias Kirchner stieß im Stadtrat auf große Zustimmung.
Grünflächen und das alte Sägewerk bestimmen ein Areal am Schindberg. Dort könnten in absehbarer Zeit Wohnhäuser stehen. Der Stadtrat steht dem Projekt sehr positiv gegenüber. Thomas Malz       -  Grünflächen und das alte Sägewerk bestimmen ein Areal am Schindberg. Dort könnten in absehbarer Zeit Wohnhäuser stehen. Der Stadtrat steht dem Projekt sehr positiv gegenüber. Thomas Malz
Grünflächen und das alte Sägewerk bestimmen ein Areal am Schindberg. Dort könnten in absehbarer Zeit Wohnhäuser stehen. Der Stadtrat steht dem Projekt sehr positiv gegenüber. Thomas Malz

Zehn Wohngrundstücke, drei Wohn- und Geschäftshäuser für mehrere Familien - so könnte künftig das Areal um das ehemalige Sägewerk am Schindberg aussehen. Investor Sven Melzer, dem das Grundstück des ehemaligen Sägewerkes gehört, möchte zusammen mit der Stadt das Projekt angehen. Läuft alles optimal, könnten potenzielle Häuslebauer Mitte 2022 beginnen.

Der frühere Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) hatte das Vorhaben schon einmal öffentlich gemacht, jetzt nahm der neue Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) das Thema auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung, damit auch die Kommunalpolitiker offiziell über das städtebauliche Entwicklungskonzept informiert werden. Inzwischen haben sich auch schon wieder neue Perspektiven ergeben.

Matthias Kirchner vom Planungsbüro Kirchner aus Oerlenbach stellte sich zunächst den Stadträten vor. Er sei seit Jahren mit Münnerstadt eng verbunden. "Die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat war immer sehr vertrauensvoll", betonte er. Beim neuen Projekt handele es sich um ein Grobkonzept, bei dem er die Eigentumsverhältnisse nicht weiter ins Auge gefasst habe. Das städtebauliche Ziel auf dem Areal, das ein großes Dreieck bildet, sei eine Wohnbebauung. Und das sei auch umsetzbar.

Bereits 2017, als Matthias Kirchner im Auftrag der Stadt eine Studie über mögliche Bauflächen erstellt hatte, war das Gebiet in Augenschein genommen worden. Damals hätten sie das nicht weiter verfolgt, weil auf städtischem Grund nur wenig Bauplätze hätten entstehen können. Durch den Verkauf des alten Sägewerkes an den jetzigen Investor hat sich das geändert. Ein Nachteil aber gibt es: Auf dem Gebiet befindet sich ein Bolzplatz, der wegfallen würde, wenn das Areal komplett bebaut wird.

Aber es gibt auch Vorteile: Zwar handelt es sich um ein Gewerbegebiet , aber in diesem Fall müsste der Flächennutzungsplan nicht geändert, sondern lediglich berichtigt werden. Außerdem kommt ein beschleunigtes Verfahren zum Zug, bei dem keine Umweltprüfung nötig ist. Und: "Das Vorhaben ist bereits mit dem Landratsamt abgestimmt."

Der obere Bereich soll zum allgemeinen Wohngebiet umgewidmet werden. Dort können bis zu zehn Wohngrundstücke entstehen. Im unteren Bereich, unmittelbar neben der Firma Nipro, müsste ein kleines Mischgebiet ausgewiesen werden, das quasi als Absperrung zwischen Gewerbegebiet und allgemeinen Wohngebiet fungiert, mit einer Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern. Der Grund ist einfach: Ein allgemeines Wohngebiet darf nicht unmittelbar neben einem Gewerbegebiet (Nipro) liegen, dazwischen muss es ein Mischgebiet geben.

Die Erschließung der Grundstücke würde über kleine Stichstraßen erfolgen. Eine Besonderheit stellen das ehemalige Sägewerk und der Bolzplatz dar. Zu den Besitzverhältnissen sagte Matthias Kirchner, dass der Investor , die Stadt und private Eigentümer dort Grundstücke haben. Auf dem Areal befindet sich bereits ein Privathaus, die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Garagen.

Das Vorhaben sei mit dem Investor abgestimmt, sagte Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) dazu. "Sehr gut" gefiel Stadtrat Leo Pfennig ( Freie Wähler ) das Vorhaben. Er fragte an, ob ein Umlegungsverfahren angedacht ist. "Nein", lautete die klare Antwort von Michael Kastl. Mit dem Investor solle so schnell wir möglich ein Vertrag geschlossen werden. Falls die Verhandlungen nicht zum Ziel führen, sei ja auch noch ein Umlegungsverfahren möglich, sagte Leo Pfennig.

"Den Bolzplatz sollten wir so belassen", meldete sich Adrian Bier (PARTEI) zu Wort. In dem Gebiet wohnen viele junge Menschen, begründete er seine Forderung. Als Rosina Eckert (Forum aktiv) nach Fördermöglichkeiten fragte, brachte Michael Kastl einen völlig neuen Aspekt ins Spiel. Es gebe die Möglichkeit, Flächen des Sägewerkes über ein Förderprogramm zu entsiegeln. Dort könnten dann Grünflächen oder eben ein neuer Bolzplatz entstehen. Auch darüber sei der Investor bereits informiert, sagte er auf Nachfrage.

Ein Beschluss war nicht unbedingt nötig, aber man kam überein, dass der Stadtrat so ein Signal setzen könne. So segnete das Gremium die Planung einstimmig ab und beauftragte die Verwaltung, weitere Schritte einzuleiten.

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