Bad Kissingen

Kostbare Hostienmonstranz im Museum

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Museum Obere Saline an dem unterfränkischen Ausstellungsprojekt "Kunst geht fremd".
Eine kostbare Hostienmonstranz ist im Museum Obere Saline zu sehen.  Foto: Tom Söllner
Eine kostbare Hostienmonstranz ist im Museum Obere Saline zu sehen. Foto: Tom Söllner

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Museum Obere Saline an dem unterfränkischen Ausstellungsprojekt "Kunst geht fremd". Zum neunten Mal tauschen fünfzehn Museen untereinander unterschiedlichste Exponate aus. Im Museum Obere Saline ist diesmal eine kostbare Hostienmonstranz aus der Zeit um 1500 zu sehen. Am Sonntag, 22. September, lädt das Museum Obere Saline um 17 Uhr zur Kunstpause am Nachmittag ein, bei der Klaus Vogt , Redaktionsleiter (Redaktion Gerolzhofen) der Main Post die kostbare Monstranz und das Museum Johanniskapelle "Kunst und Geist der Gotik fachkundig vorstellen wird.

In einem neuen Kontext

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts "Kunst geht fremd" wird jeweils ein ausgewähltes Objekt vom 24. Juli bis 3.November in ein anderes Haus ausgeliehen und begibt sich dadurch in einen neuen Kontext: Die Objekte präsentieren sich in fremdem und regionalem Umfeld, sie fügen sich in eine andere Ausstellungskomposition mit ein - oder irritieren dort ganz bewusst. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto "Kunst geht fremd...und zeigt Kante". Im Museum Obere Saline ist diesmal eine kostbare Hostienmonstranz aus der Zeit um 1500 zu sehen. Gezeigt wird der liturgische Gegenstand im Festsaal der historischen Bismarckwohnung. Ansonsten hat die Monstranz im Museum Johanniskapelle "Kunst und Geist der Gotik" ihren Platz.

Schaugefäße

Hostienmonstranzen sind Schaugefäße und leiten sich entwicklungsgeschichtlich von Reliquienmonstranzen her. Sie ermöglichen die feierliche Präsentation der konsekrierten Hostie im Sakramentshaus und auf dem Altar oder ihr Mitführen bei Prozessionen. Gotische Monstranzen haben sich nur sehr wenige in der Diözese Würzburg erhalten. Umso bedeutender ist der Fund der bisher unbekannten Monstranz, die im Zuge der Inventarisation des kirchlichen Kunstgutes in der Sakristei der Kirche von Neusetz entdeckt wurde und nun im Museum Obere Saline ausgestellt wird. Vergoldetes Silber entspricht als kostspieliges Material der Bedeutung der Monstranz als Fokus eucharistischer Frömmigkeit.

In der Bismarckwohnung

Im Museum Obere Saline steht das seltene Fundstück inmitten der historischen Bismarckwohnung - wie hätte Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck auf diese Provokation reagiert? Seit 1871 versuchte er, den politischen Einfluss der katholischen Kirche mit Gesetzen und Verordnungen einzudämmen. Bismarck geriet damit in einen scharfen Konflikt mit den Bischöfen, Priestern sowie nicht zuletzt mit dem Papst.

Wenn Kunst fremd geht, hat sie seit jeher auch ein Begleitprogramm im Gepäck. Darin vermitteln Experten in Führungen, Sonderveranstaltungen oder Vorträgen ihr Wissen über das "fremde" Objekt. So auch am Sonntag. Anschließend gibt es Gebäck und Wein. Der Eintritt ist frei.

Die Öffnungszeiten im Museum Obere Saline sind: Mittwoch bis Sonntag: 14 bis 17 Uhr, Tel.: 0971/807 42 30, im Internet:

www.museum-obere-saline.de . red

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