Maßbach

Kräht der Hahn ...

Eine Grundstücksbesitzerin will einen Unterstand für Hühner und Hasen errichtet. Der Gemeinderat stimmt zu, aber bei der Haltung von Hähnen, sollen die Nachbarn zustimmen, fordert das Gremium.
Laut krähende Hähne sorgen oft für Streit unter Nachbarn. Um genau das zu verhindern, darf ein Unterstand für eine Hühnerhaltung in Poppenlauer nur gebaut werden, wenn auf Hähne verzichtet wird oder die Nachbarn zustimmen, entschied der Marktgemeinderat.  Symbolfoto: Thomas Malz
Laut krähende Hähne sorgen oft für Streit unter Nachbarn. Um genau das zu verhindern, darf ein Unterstand für eine Hühnerhaltung in Poppenlauer nur gebaut werden, wenn auf Hähne verzichtet wird oder die Nachbarn zustimmen, entschied der Marktgemeinderat. Symbolfoto: Thomas Malz

Laut krähende Hähne sorgen gelegentlich für Streit unter Nachbarn und beschäftigen sogar höchste Gerichte. Im Ortsteil Poppenlauer möchte eine Grundstücksbesitzerin einen Unterstand für Hühner und Hasen in der Größe eines Carports errichten. Der Gemeinderat stimmte zwar zu, aber die Bauherrin muss entweder auf die Haltung von Hähnen verzichten oder aber die umliegenden Nachbarn müssen der Haltung von Hähnen zustimmen.

Die Grundstücksbesitzerin hatte einen formlosen Antrag an das Landratsamt gestellt, das wiederum bei der Marktgemeinde nachfragte, ob das gemeindliche Einvernehmen erteilt wird. Das Grundstück, auf dem der Unterstand errichtet werden soll, schließt an das Wohngebiet "Auberg" an. Dieses ist als "allgemeines Wohngebiet" ausgewiesen, in dem das Halten von Hühnern und Kleintieren zur Selbstnutzung erlaubt ist. "Allerdings gibt es immer wieder nachbarschaftliche Probleme bei Hühnerhaltung hinsichtlich der Geräuschentwicklung, wenn Hähne gehalten werden", heißt es in der Beschlussvorlage. Der Marktgemeinderat erteilte schließlich einstimmig das gemeindliche Einvernehmen, allerdings mit der erwähnten Einschränkung, dass entweder von vornherein auf Hähne verzichtet wird oder die Nachbarn zustimmen (siehe auch im Internet: https://bauernhahn.de/rechtsfragen

Ortstermin im Freibad

Die Sitzung hatte mit einem Ortstermin im Freibad begonnen. Unter anderem ging es um die Böschung an der Terrasse beim Kiosk, die zu steil ist. Bauhofleiter Wolfgang Brust hatte vorgeschlagen, am Fuß der Böschung Natursteine einzubauen und damit eine kleine Mauer zu errichten, um dahinter die Böschung flacher zu gestalten. Der Aufwand schien dem Marktgemeinderat zu hoch, deshalb soll Wolfgang Brust als Alternative den Einbau eines Geländers prüfen und die Kosten dafür ermitteln. Die Treppe vom Gebäude in Richtung Schwimmbecken ist rutschig und erfüllt nicht die Anforderungen der Unfallversicherung, hieß es. Deshalb soll vor Beginn der Badesaison ein neuer Bodenbelag aufgebracht werden, ebenso im östlichen Durchschreitebecken. Die Arbeiten wurden für 5000 Euro vergeben. Für das westliche Durchschreitebecken soll eine alternative Möglichkeit gesucht werden, um es sowohl barrierefrei als auch rutschfest zu machen. Falls das nicht geht, soll die Errichtung einer eigenen rollstuhlgerechten Durchschreitemulde überlegt werden. Die Sanierung des Schwallwasserbehälters wurde genehmigt und der Auftrag an eine Göttinger Firma für 31 430 Euro vergeben. Die Arbeiten sollen nach Ende der Badesaison 2020 ausgeführt werden.

Förderverein übernimmt Kosten

Der Freibad-Förderverein engagiert sich auch dieses Jahr, wie dessen Vorsitzende Barbara Keller erläuterte. Unter anderem übernimmt er die Kosten für eine größere Dunstabzugshaube, die 1555 Euro kostet und will auch die Anschaffung von Umkleidemuscheln finanzieren. Beantragen war auch die Sanierung der Betonwand am Technikgebäude. Der dritte Bürgermeister Gotthard Denner sagte zu, die Kosten für die Farbe zu übernehmen. Für den Fall, dass die Arbeiten ehrenamtlich und ohne Kosten für den Markt durchgeführt werden, stimmte der Marktgemeinderat zu.

Erweiterung des Bauhofs

Der Bauhof soll erweitert werden. Ausschlaggebend dafür sei ein Bericht des kommunalen Unfallversicherungsverbandes, die räumliche Enge in den bestehenden Gebäuden und die Auflösung der Lagerhalle in Volkershausen betreffend, hieß es. Bauhofleiter Wolfgang Brust stellte einen Entwurf vor, der im Marktgemeinderat grundsätzlich positiv bewertet wurde. Die Ausführung der Arbeiten könne in vier Bauabschnitten erfolgen, um die Kosten auf mehrere Haushaltsjahre zu verteilen, hieß es. Bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird, sollen, möglichst schon im April, noch die Bauhöfe in Ostheim und in Hohenroth besichtigt werden. Auch die neu gewählten Mitglieder des Marktgemeinderates sollen dazu eingeladen werden.

Absturzsicherung

Die Arbeiten in der Parksiedlung gehen weiter. Der Marktgemeinderat vergab Schlosserarbeiten für die Absturzsicherung an der Stützmauer für 3853 Euro an eine Metallbau-Firma aus Fladungen.

In der Burggasse im Ortsteil Volkershausen soll eine Lagerhalle abgerissen werden, um hier Baugrundstücke erschließen zu können. Der Marktgemeinderat vergab die Arbeiten für 29 589 Euro an eine Firma aus Niederwerrn.

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