Hammelburg

Lehrsammlung Infanterie neu überarbeitet

Die "Lehrsammlung Infanterie", auch bekannt als das "Infanteriemuseum", erstrahlt nach einer Renovierung in neuem Glanz.
Stabsfeldwebel Marc Schubert (rechts) erläutert dem Kommandeur Ausbildungszentrum Infanterie und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz (Mitte) und dem Standortältesten, Oberst Stefan Leonhard, ein Ausstellungsstück der Lehrsammlung.       -  Stabsfeldwebel Marc Schubert (rechts) erläutert dem Kommandeur Ausbildungszentrum Infanterie und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz (Mitte) und dem Standortältesten, Oberst Stefan Leonhard, ein Ausstellungsstück der Lehrsammlung.
Foto: Bundeswehr/Andrea Rippstein | Stabsfeldwebel Marc Schubert (rechts) erläutert dem Kommandeur Ausbildungszentrum Infanterie und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz (Mitte) und dem Standortältesten, Oberst Stefan Leonhard, ein ...

Die Lehrsammlung Infanterie ist ein echtes Aushängeschild des Ausbildungszentrums Infanterie und der Bundeswehr in Hammelburg . "Wir haben hier üblicherweise ein reges Besucherinteresse an Führungen durch die Geschichte der Infanterie ", erzählt Lehrsammlungsfeldwebel Stabsfeldwebel Marc Schubert. Gemeinsam mit Hauptfeldwebel Frank Schwientek und Stabsunteroffizier Jochen Rössert verwaltet und pflegt er die Ausstellung. Sie dient vornehmlich Ausbildungszwecken und der Prägung des Führungsnachwuchses der Infanterie : "Wir erklären dem Offizier- und Unteroffiziernachwuchs der Infanterie hier die eigene Geschichte und wo wir herkommen", so Schubert. Neben dem Ausbildungszentrum Infanterie steuert der Bund Deutscher Infanterie zahlreiche Exponate zur Ausstellung bei. In Zeiten von Corona liegt die Ausstellung jedoch überwiegend brach. "Das haben wir genutzt, um den Generalsbau zu modernisieren und die Ausstellung auf Grundlage moderner museumspädagogischer Erkenntnisse zu erneuern", so Schubert. Im Einzelnen wur-den neue Innenfenster verbaut, sodass das Gebäude nun energetisch modernisiert ist und gleichzeitig die klimatischen Bedingungen für die Ausstellungsstücke optimiert sind. Das besondere: Die Außenfenster wurden erhalten, sodass das denkmalgeschützte Gebäude optisch unverändert blieb. Im sogenannten "Generalsbau", der das Herzstück der Lehrsammlung darstellt, lebte früher der Kommandant des in Hammelburg stationierten Militärs, ein Generalmajor, mit seiner Familie. Neu in die Ausstellung ist ein Gewehr, welches während des zweiten Weltkrieges ausschließlich von Fallschirmjägern genutzt wurde. "Durch die sehr begrenzte Produktionszahl von nur 7500 Stück ist die Waffe inzwischen eine echte Rarität", erklärt Ausstellungsleiter Schubert. Zur Neueröffnung der Ausstellung schritt der General der Infanterie , Brigadegeneral Michael Matz , persönlich. "Was wir hier sehen, ist in der Bundeswehr vermutlich einzigartig. Ich danke für die geleistete Arbeit und die geballte Fachkenntnis, die sich hier zeigt", lobte er seine Soldaten für den Dienst rund um die Lehrsammlung.

Interessierte Besuchergruppen können sich nach dem Ende der Corona-Pandemie telefonisch unter 09732/784 64 11 anmelden und einen Termin vereinbaren.

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