BAD KISSINGEN

Leserforum: Kein Vertrauen mehr

Drei CSU-Stadträte verlassen die Partei, und Schick und Leiner erneut als Bürgermeister gewählt. Wahlbetrug dreier CSU-Stadträte?

Manche nennen es einen Hammer, ich nenne es Wahlbetrug!! Kann man eine Klage gegen die Drei einreichen? Ich kann es nicht sagen.. Doch die Art und Weise darf schon als Frechheit bezeichnet werden. Die drei abtrünnigen CSUler sehen Ihren Schritt als „nicht überraschend“, denn in der CSU kriselt es nach deren Worten bereits seit Jahren. Das sieht man auch an den Austritten von Schlereth und Heppes. Meine Meinung dazu. Wenn die eben seit Jahren keine Mitgliedsbeiträge und Mandatsgebühren an die Partei abführen, was alle anderen machen, müssen sie eben damit rechnen auch kritisch betrachtet zu werden. Fakt ist, die drei waren stinksauer über ihre mittleren Listenplätze, obwohl sie trotz der Platznummer von den CSU- und personenbezogenen Wählern mit sehr vielen Stimmen wieder in den Stadtrat gewählt wurden. Das war doch ein Vertrauensbeweis. Dennoch weigerten sich Bollwein und Schlembach ihre Wahlkampfkosten zu bezahlen, denen sie vorher zugestimmt haben.

Bleibt also die Frage: Warum die drei diesen Schritt in die DBK zu gehen, nicht schon lange vor der Wahl gemacht haben, wenn sie seit Jahren nicht verstanden werden? Und hier sehe ich den eigentlichen Betrug. Sie wussten genau, dass sie bekannt sind und mit der CSU Bad Kissingen eine starke Wählergruppe hinter sich haben, die ihnen viele Stimmen bringen wird. Drucken extra noch einen eigenen CSU-Flyer mit der Aufschrift „Ehrlichkeit-Gradlinigkeit-Zuverlässigkeit – Stadträte auf die Sie sich verlassen können“ und geben dann am 8. Mai 2020 ihrer CSU, noch vor der konstituierenden Sitzung, mit ihrem Wechsel zur DBK einen Tritt in den Hintern. Frechheit!

Bleibt dann noch die Frage, ob die DBK überhaupt bereit gewesen ist, diese drei Parteiwechsler vor der Wahl aufzunehmen? Denn die mögliche Gefahr durch die drei CSUler bestand, dass von den bisherigen fünf DBK-Stadträten (Schick, Koller, Müller, Keßler, Götz), mindestens zwei DBKler ihren Einzug in den Stadtrat gar nicht mehr geschafft hätten. Nun sitzen die drei in der DBK und Frau Greubel wird gleich zur stellv. Fraktionsvorsitzenden der DBK gewählt und erhält auch noch bei der Wahl von Toni Schick drei Bürgermeisterstimmen. Wo die wohl alle herkommen? Solchen Stadträten, die eine CSU Stimmenwahl benutzen, um dann in eine andere Partei überzutreten, weil sie der Ansicht sind in der CSU nicht anerkannt zu werden, denen kann ich als Bürger kein Vertrauen mehr entgegenbringen und ich hoffe, dass man das Vorgehen auf Betrug rechtlich prüft.

Franz-Peter Potratzki

97688 Bad Kissingen

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