Hammelburg

Letztes Abschreiten der Front

Generalmajor Gert-Johannes Hagemann verabschiedete sich von den Soldaten des Ausbildungszentrum Infanterie.Fotos:  Wolfgang DünneBier
Foto: Wolfgang Dünnebier | Generalmajor Gert-Johannes Hagemann verabschiedete sich von den Soldaten des Ausbildungszentrum Infanterie.Fotos: Wolfgang DünneBier

1300 angetretene Soldaten und Zivilangestellte boten bei der Kommandoübergabe des Ausbildungszentrums Infanterie von Generalmajor Gert-Johannes Hagemann an Brigadegegeneral Andreas Hannemann ein eindrucksvolles Bild. Begleitet vom Heeresmusikkorps Veitshöchheim zogen die Truppenfahnen ein.

Zuvor gab es für den scheidenden Kommandeur einen Hubschrauber flug über die Kaserne. Auf der Wiese vor dem Fähnrichsheim stellten sich 150 Uniformierte auf, um dem scheidenden Kommandeur ihre Wertschätzung auszudrücken. Mit Farbkarten in Händen bildeten sie von der Luft aus gesehen das Wappen des Ausbildungszentrums Infanterie nach. „Sie haben Ausbildung mit Leidenschaft vorgelebt“, würdigte Generalmajor Werner Spindler den Einsatz Hagemanns. Gerade beim Wettbewerb um die klügsten Köpfe sei eine zeitgemäße Ausbildung von schätzbaren Wert. So werde man auch die Trendwende zu wieder mehr Soldaten meistern. Bei der Umstrukturierung des Ausbildungszentrums unter anderem mit Integration der ehemals autarken Gebirgsjäger- und Fallschirmspringerausbildung in Mittenwald und Altenstadt habe sich Hagemann verdient gemacht

So auch mit seiner umfangreichen Reisetätigkeit in der Kommission rund um die Treffsicherheit des G 36. „Die Aufgaben werden nicht leichter“, prophezeite Spindler mit Blick auf die verstärkte Präsenz der Nato in Osteuropa.

Bei seinen Abschiedsworten hielt sich Hagemann nicht mit der Begrüßung der Ehrengäste auf. Es schien ihm wichtig, den Einsatz aller Abteilungen einzeln zu nennen. „Die Großfamilie Infanterie ist gelebte Realität“, sagte der Generalmajor. Er freute sich, dass auch Studenten des Freundeskreises Infanterie angetreten waren, die im Rahmen ihrer Offizierausbildung aktuell in Hamburg und München studieren. Sein Nachfolger war seit Herbst 2014 stellvertretender Kommandeur der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim und vorher auch Kommandeur der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis, Arbeitsbereichsleiter im Verteidigungsministerium und Lehrgangsleiter in der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr. Die Gästeliste zum Empfang nach dem Appell im Saal der Truppenküche zeigte den Stellenwert des Ausbildungszentrums in der Bundeswehr, aber auch die Einbindung in die Region.

Einzug der Heeresmusiker mit Pauken und Trompeten.
Foto: Wolfgang Dünnebier | Einzug der Heeresmusiker mit Pauken und Trompeten.
Brigadegeneral Andreas Hannemann und die Generalmajore Walter Spindler (Mitte), und Gert-Johannes Hagemann (rechts).
Foto: Wolfgang Dünnebier | Brigadegeneral Andreas Hannemann und die Generalmajore Walter Spindler (Mitte), und Gert-Johannes Hagemann (rechts).
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