Nüdlingen

Manege frei für Narren

Die Nüdlinger haben ein zirkusreifes Programm auf die Beine gestellt.
Großes Finale: Die Verantwortlichen des NCC mit dem Männerballett.  Pierre Strecker
Großes Finale: Die Verantwortlichen des NCC mit dem Männerballett. Pierre Strecker

Die Närrinnen und Narren vom Nüdlinger Carneval Club (NCC) hatten heuer das Motto "Manege frei!" für die Prunksitzung ausgegeben. So war die Bühne unter Regie des Gesellschaftspräsidenten Ingo Kneup mit "wilden" Tieren geschmückt, und Vizepräsident Tobias Schäfer führte als Zirkusdirektor durch den Abend. Pünktlich um 19.45 Uhr begann das bunte Spektakel: nach einem Vorspiel einer Spieluhrentänzerin übernahm Direktor Schäfer die Bühne mit seiner eigenen Standup-Einlage über die abenteuerliche Suche nach Künstlern für die Vorstellungen, welche zu einem gelungenen Überblick über den Zirkus der politischen Welt geriet von Putin bis Trump.

Die Nüdlinger Marschtanzgarde lief zu einem Medley bekannter Hits wie "Beat it" von Michael Jackson oder "Total eclipse of the heart" auf, gefolgt von einer Bauchrednershow. Sebastian Schäfer trat erstmals mit seiner Tochter Nele auf, die einen Bauchredner mit seiner vorlauten Bauchrednerpuppe mimten. Das Duo versprühte Unmengen von Charme und Nele zeigte großes Talent.

Die Nüdlinger Purzelgarde kam mit ihrer Seiltanzdarbietung zu Musik von Justin Timberlake . Ihnen folgte ein Sketch, über eine liebenswert chaotische Truppe Synchronschwimmerinnen, die sich spontan für eine Aufführung zu "Time to say Goodbye" im Zirkus einfinden mussten, weil ihre Vorgängerinnen beim Kopfstand unter Wasser ertrunken sein sollen.

Zirkusdirektor Schäfer musste sich mit den Clowns Philipp Klöffel und Fabian Werner herumschlagen, die durch ihre Einfalt einen einfachen Streich wahnwitzig entgleisen ließen. Diesen trotteligen Clowns folgten grazil tanzende Clowns der Juniorgarde, die ebenfalls für Begeisterung sorgten. Nach der Halbzeitpause und einem Zwischenspiel der Nüdlinger Musikanten spielten Marie Gabold, Jessica Winkler, Karsten Eckert, Philipp Klöffel sowie Bärbel und Wiggerl Brumm eine Szene über die Schwierigkeiten bei der Platzwahl in den Zirkusrängen, bei dem sich getrennt sitzende Liebende auf Distanz Liebesgesten austauschen wollen, die - wie beim Spiel "Stille Post" - weiter gegeben werden sollen: Eine Situation die aufs Köstlichste eskaliert.

Nach dem Männerballett aus Haard rangen die Schwestern Anna und Theresa Kleinhenz als Budenverkäuferinnen um Aufmerksamkeit. Zu ihnen verirrten sich nämlich nur wenig Kunden, was an den Irrungen und Wirrungen um die Umgehungsstraße für Nüdlingen lag: Wieder ein sehr erfolgreicher Sketch, bei dem zahlreiche Seitenhiebe auf die Nüdlinger Lokalpolitik mit unheimlicher Spielfreude vom Schwesternduo verteilt wurden.

Für die Ehrlich Brothers, die großen Fernsehmagier, hat es nicht gereicht, dafür kam Ronny Hartz 4ler, unheimlich lustig gespielt von Marco Nicolai. Da dieser keine Tricks vorführen konnte, musste sich Ronny mit Schwänken aus seinem Leben helfen, unterstützt von einer Flasche Schnaps.

Im Anschluss gab sich das Nüdlinger Männerballett die Ehre und begeisterte den Saal mit einer Hochseildarbietung. Gitti Klöffel blickte als Wahrsagerin per Kristallkugel in die Zukunft, um vorauszusagen dass die Nüdlinger Umgehung aufgegeben wurde, zu Gunsten einer Untertunnelung des Dorfes. Zu guter Letzt gab es schließlich noch den Showtanz der Großen Garde, die den Film "The Greatest Showman" als Thema hatte. Selina Müller überzeugte am Ende als bärtige Lady verkleidet das Publikum.

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