Maßbach

Maßbach: Kleiner Käfer verursacht großen Schaden

Auch in Maßbach ist der Wald durch Trockenheit und Hitze und vor allen dem Borkenkäfer stark geschädigt. So mussten wegen des Käfers 2280 Festmeter geschlagen werden.
Försterin Hannah Severin (Bildmitte) zeigte bei der Waldbegehung den Maßbacher Gemeinderäten mehrere Stellen mit starken Waldschäden durch Hitze, Trockenheit und Schädlingsbefall. Rechts neben ihr Bürgermeister Matthias Klement. Dieter Britz       -  Försterin Hannah Severin (Bildmitte) zeigte bei der Waldbegehung den Maßbacher Gemeinderäten mehrere Stellen mit starken Waldschäden durch Hitze, Trockenheit und Schädlingsbefall. Rechts neben ihr Bürgermeister Matthias Klement. Dieter Britz
| Försterin Hannah Severin (Bildmitte) zeigte bei der Waldbegehung den Maßbacher Gemeinderäten mehrere Stellen mit starken Waldschäden durch Hitze, Trockenheit und Schädlingsbefall.

Überall im Landkreis Bad Kissingen und darüber hinaus nicht erst seit dem Jahr 2020 dieselben Klagen: "Trockenheit, Hitze und Käferbefall haben den Wald stark geschädigt" und "die Holzpreise sind am Boden". Das gilt auch für den Markt Maßbach . Bei der Waldbegehung und der anschließenden Sitzung im Feuerwehrhaus wurden die Mitglieder des Marktgemeinderats wie schon in den letzten Jahren mit diesen Problemen konfrontiert.

Bei der Exkursion zusammen mit den Försterinnen Hannah Severin und Ute Kerschbaum von der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld (FBG) in Bad Neustadt/Saale konnten sich die Marktgemeinderäte von den Schäden im Wald vor allem an Kiefern, Buchen und Fichten überzeugen, sahen aber auch, was in letzter Zeit getan wurde, um wieder aufzuforsten.

Die Gemeinde besitzt 480 Hektar Wald , vor allem auf Gemarkung Poppenlauer. "Der Holzmarkt liegt am Boden. Aber der Wald ist wichtig für das Gemeinwohl in Sachen Klimaschutz", betonte Försterin Hannah Severin. Der Borkenkäfer sei auch 2020 das alles beherrschende Thema gewesen. Deshalb mussten 2280 Festmeter Holz geschlagen und aus diesem Grund wiederum drei Hiebe und zwei Pflegemaßnahmen verschoben werden. "Ich will gar nicht drüber nachdenken, was da für ein Vermögen vernichtet wurde", klagte sie. Der Preis für einen Festmeter Fichtenholz sei von 90 auf 20 Euro abgesunken, "bei Käferholz zahlt man drauf".

Im Rückblick auf 2020 hieß es auch, dass keine Schwammspinner-Bekämpfung notwendig gewesen sei. Die Frostnacht Mitte Mai habe nur leichte Schäden verursacht. 7135 Buchen, Lärchen und Weißtannen wurden gepflanzt. Kulturpflege wurde auf 3,27 Hektar Fläche betrieben. Für dieses Jahr war eine Endnutzung von 310 Festmetern vorgesehen, es wurden jedoch 595 Festmeter. Von geplanten 15,3 Hektar konnten nur 7,3 durchforstet werden. Ursache dafür war, dass Hitze, Trockenheit und Käferbefall den Forstleuten einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Die Pflanzaktion zusammen mit Bürgern war ein voller Erfolg. "Wir kämpfen weiter mit dem Borkenkäfer , das ist ein hoher Wert, der uns dadurch verloren geht", sagte Bürgermeister Matthias Klement ( CSU ) und "den Forstleuten macht es nicht so viel Spaß, in den Wald zu gehen und Bäume raus zu hauen, die noch lange hätten stehen bleiben können". Der Jahresbetriebsplan für 2021 sieht zum Beispiel vor, dass 17 925 neue Bäume gepflanzt werden. Auf dem Schalksberg sollen 100 Festmeter Holz (Endnutzung) geschlagen werden. Der Marktgemeinderat stimmte schließlich dem Jahresbetriebsplan für das kommende Forstjahr einstimmig zu. An den Holzpreisen ändert sich nichts für die Bürger. Brennholz (Langholz, gerückt) kostet 55 Euro pro Festmeter, Abraumholz ( Hartholz ) 15 Euro pro Ster, Abraumholz (Weichholz) zehn Euro pro Ster.

Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld (FBG)

Sie ist für den Gemeindewald des Marktes Maßbach zuständig und hat ihren Sitz in Bad Neustadt/Saale. Ihr gehören 37 Gemeinden, 61 Waldkörperschaften, 14 Kirchenwälder und 828 Privatwaldbesitzer an. Die Aufgaben, die sie übernimmt, sind unterschiedlich. In der Nachbargemeinde Rannungen wird der Wald vom staatlichen Forstrevier Oerlenbach (mit Sitz in Rannungen) betreut ("beförstert"), die FBG kümmert sich aber um den Verkauf des Holzes . Die FBG ist wie ein Verein organisiert. Erster Vorsitzender ist der Bürgermeister von Schönau an der Brend.

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