Maßbach

Matthias Klement wieder Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes

Neuwahlen der Verbandsspitze, die Verlängerung der Abwasserleitung Madenhausen und der Abschluss einer Zweckvereinbarung über die Entsorgung des Klärschlamms aus der Kläranlage Münnerstadt standen auf der Tagesordnung des Abwasserzweckverbandes Obere Lauer.
Die Führungsspitze bleibt: Bürgermeister Matthias Klement (Maßbach, links)  wurde als Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Obere Lauer bestätigt,  ebenso sein Stellvertreter, Bürgermeister Riedel Heckenlauer  (Stadtlauringen, rechts). Foto: Dieter Britz       -  Die Führungsspitze bleibt: Bürgermeister Matthias Klement (Maßbach, links)  wurde als Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Obere Lauer bestätigt,  ebenso sein Stellvertreter, Bürgermeister Riedel Heckenlauer  (Stadtlauringen, rechts). Foto: Dieter Britz
Die Führungsspitze bleibt: Bürgermeister Matthias Klement (Maßbach, links) wurde als Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Obere Lauer bestätigt, ebenso sein Stellvertreter, Bürgermeister Riedel Heckenlauer (Stadtlauringen, rechts). Foto: Dieter Britz

Die Kläranlage selbst befindet sich in Poppenlauer, während der Zweckverband seinen Sitz im Maßbacher Rathaus hat. Vorsitzender bleibt für die nächsten sechs Jahre der Maßbacher 1. Bürgermeister Matthias Klement , sein Stellvertreter der Stadtlauringer 1. Bürgermeister Friedel Heckenlauer . Beide wurden in der ersten Sitzung der Verbandsversammlung nach der Kommunalwahl in geheimer Wahl einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Auf die förmliche Wahl eines zweiten Stellvertreters wurde wie bisher verzichtet. Damit übernimmt automatisch die älteste Bürgermeisterin bzw. der älteste Bürgermeister im Bedarfsfall die Stellvertretung, also die Thundorfer 1. Bürgermeisterin Judith Dekant.

Rechnungsprüfungsausschuss gewählt

Gewählt wurde auch der Rechnungsprüfungsausschuss. Ihm gehören als ordentliche Mitglieder Barbara Göpfert (Stadtlauringen), André Pfister, ( Maßbach ) und Arno Schlembach (Münnerstadt) an. Vorsitzende wurde Barbara Göpfert, Stellvertreter Arno Schlembach. Die Abwasserdruckleitung Madenhausen wird nun doch nicht verlängert, zumindest vorläufig. In dem Ortsteil von Üchtelhausen hatten die Bürger über starke Geruchsbelästigung geklagt, die aus der Abwasserleitung stammen sollen. Mit der Verlängerung der Leitung sollte Abhilfe geschaffen werden. Mit dem Umbau und der Modernisierung der Druckstation sei das Problem offenbar weitgehend beseitigt worden, hieß es in der Sitzung. Trotzdem sollte die Leitung noch verlängert werden. Geplant waren die Arbeiten gemeinsam mit Straßenbaumaßnahmen des Landkreises Schweinfurt.

Das hätte Baukosten in Höhe von rund 140.000 sowie 18.000 Euro für die Planung nach sich gezogen. Für gestiegene Baupreise wurden zehn Prozent dazu gerechnet, sodass im Haushalt 2020 insgesamt 170.000 Euro eingestellt wurden. Im März dieses Jahres wurde nun ein Entwurf als Einzel-Baumaßnahme vorgelegt, da der Landkreis die Straße nun doch erst später bauen will. So heißt es in der Beschlussvorlage für die Verbandsmitglieder. Die Ausschreibung ergab Kosten von fast 298.000 Euro, also eine Überschreitung von rund 75 Prozent. Nach Angaben des Kämmerers gebe es weder im Verwaltung- noch im Vermögenshaushalt Möglichkeiten zur Finanzierung dieser Mehrkosten . Aus technischer Sicht sei der Bau der Druckleitung nicht erforderlich. Seit dem Umbau bzw. der Nachrüstung der Technik sei es bisher nur zwei Mal und auch nur bei technischen Problemen zu Geruchsbelästigung gekommen, hatte ein Fachmann des Unternehmens ifa-Consult festgestellt. Der Üchtelhausener Bürgermeister Johannes Grebner meinte, die Ausschreibung sei nicht ganz klar gewesen, so hätten 30 Meter mehr geplant werden müssen, der Rohrdurchmesser sei auch unklar gewesen. "Es hat bestialisch gestunken, es war nicht tragbar. Auch wenn es jetzt teuer wird, der Bau ist die günstigste Variante" betonte er und stimmte neben Johannes de Boer (Üchtelhausen) gegen den Verzicht auf die Druckleitung. Alle übrigen Mitglieder beschlossen "die Maßnahme aufgrund der nicht sichergestellten Finanzierung nicht durchzuführen und die Ausschreibung aufzuheben".

Anlage zur Entwässerung des Klärschlamms

Der Abwasserzweckverband Obere Lauer baut zurzeit eine Anlage zur Entwässerung des anfallenden Klärschlamms. Hier soll auch der Klärschlamm aus der Kläranlage Münnerstadt getrocknet werden. Die Stadt ist Mitglied im Zweckverband, da das Abwasser der östlichen Stadtteile in Poppenlauer geklärt wird. Die Zweckvereinbarung über die Anlieferung und Verarbeitung des Klärschlamms aus Münnerstadt stand auf der Tagesordnung, wurde aber noch nicht verabschiedet. Bürgermeister Friedel Heckenlauer (Stadtlauringen) hatte darauf hingewiesen, dass dadurch die Stadt Münnerstadt mit mehr sogenannten Einwohner-Gleichwerten als bisher an der Kläranlage und an ihrer Finanzierung beteiligt werden müsse. Nun soll nach verhandelt und die Zweckvereinbarung bei der nächsten Sitzung im Herbst verabschiedet werden.

Abwasserzweckverband

Obere Lauer Mitgliedsgemeinden Markt Maßbach (Zahl der Vertreter in der Verbandsversammlung: 3), Stadtlauringen (3), Stadt Münnerstadt (2), Thundorf (2), Sulzfeld (1), Üchtelhausen (1). Zum Teil ist nur ein Teil der jeweiligen Stadt- oder Ortsteile an die Kläranlage angeschlossen.

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