Hammelburg

Mehr als nur ein kurzer Glücksmoment geht auf die Reise

Es ist wieder soweit: "Weihnachten im Schuhkarton" geht in die 24. Saison. Bis 15. November werden wieder Weihnachtspäckchen für Bedürftige gesammelt.
Die Geschenkpakete aus dem deutschsprachigen Raum gehen unter anderem an Kinder in Bulgarien, Georgien, Lettland, Rumänien oder auch die krisengeschüttelte Ukraine. Sie können noch bis 15. November abgegeben werden. David Vogt
Die Geschenkpakete aus dem deutschsprachigen Raum gehen unter anderem an Kinder in Bulgarien, Georgien, Lettland, Rumänien oder auch die krisengeschüttelte Ukraine. Sie können noch bis 15. November abgegeben werden. David Vogt

Als Teenie leitete sie eine Gang, verübte Einbrüche, bedrohte Menschen: Heute kümmert sich Viktorija Bortko in ihrer lettischen Heimat darum, dass Kinder Liebe erfahren. Sie ist Teil des ehrenamtlichen Leitungsteams von "Weihnachten im Schuhkarton" in Lettland. Wie sie engagieren sich rund um den Globus Zehntausende für die Aktion der christlichen Hilfsorganisation Samaritan's Purse (ehemals Geschenke der Hoffnung) und rufen zum Mitpacken auf. "Die Geschenkaktion ist viel mehr als der Transport von Geschenkkartons von A nach B", erklärt Dieter Densch von der Annahmestelle in Machtilshausen. "Sie bettet sich ein in ein umfassendes Angebot vielfältiger Unterstützung der Organisation und macht Liebe mit Händen greifbar."

Im Rahmen von "Weihnachten im Schuhkarton" werden Geschenkkartons für bedürftige Kinder gepackt. "Im deutschsprachigen Raum gibt es rund 5000 Abgabestellen, zu denen man sein Päckchen bringen kann. Nachdem die Kartoninhalte von Freiwilligen überprüft wurden, werden sie in die Empfängerländer gesendet." Verteilt werden sie von Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen im Rahmen einer Weihnachtsfeier in mehr als 100 Ländern. Sie sind auch nach den Verteilungen für die Kinder da und bieten praktische Unterstützung an. Die Geschenkpakete aus dem deutschsprachigen Raum gehen unter anderem an Kinder in Bulgarien, Georgien, Lettland, Rumänien oder auch die krisengeschüttelte Ukraine.

Jeder kann mitmachen!

Wer mitmachen möchte, kann entweder einen eigenen Schuhkarton weihnachtlich gestalten oder vorgefertigte Kartons unter diesem Link bestellen. Dann wird das Paket mit neuen Geschenken für einen Jungen oder ein Mädchen der Altersklasse zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahren befüllt. Bewährt hat sich eine Mischung aus Kleidung, Spielsachen, Schulmaterialien, Hygieneartikeln und Süßigkeiten. Packtipps und Hinweise, was nicht eingepackt werden sollte, sind unter Internetseite zu finden. Dort sind auch alle Abgabestellen zu finden.

Zwar wird die Aktion von vielen Ehrenamtlichen getragen, doch fallen für die Schulung und Betreuung der Freiwilligen im In- und Ausland, die Transporte und eine transparente Berichterstattung auch Kosten an. Samaritan's Purse empfiehlt daher pro beschenktem Kind eine Spende von zehn Euro. "Jede Unterstützung - ob durch die Geschenke oder auch die Geldspenden - ist eine Investition in das Leben von Kindern", sagt Dieter Densch und freut sich schon jetzt darauf, die Schuhkartons an bedürftige Kinder weitergeben zu können.

Spenden kann man vor Ort in bar, über die Webseite oder klassisch per Überweisung: Samaritan's Purse e. V., IBAN: DE12 3706 0193 5544 3322 11, Verwendungszweck: 300500/Weihnachten im Schuhkarton + Spenderadresse für Zuwendungsbestätigung. Die Päckchenspenden können bis Freitag, 15. November, zu einer von rund 5000 offiziell registrierten Abgabestellen gebracht werden. Auch Familie Densch in Machtilshausen, Ringstraße 11, und Diebach, Junkerstraße 1; Familie Reis in Fuchsstadt, Am Sportplatz 6 und Frisörsaalon "Haarlekin", Tanja Kunstmann, Pfaffenbrunnen 4, Obereschenbach, nehmen wieder Päckchen entgegen. Weitere Annahmestellen im Altlandkreis sind bei Claudia Schaub, in Aura, Benediktinerweg 4 und Renate Graser, Am Hahn 13, ebenfalls in Aura. Wer keine Zeit hat, ein Päckchen selbst zu füllen, kann unter diesem Link auch online eines auf die Reise schicken.

Werte vermitteln

"Das Besondere an dieser Aktion ist, dass ein gespendeter Schuhkarton mehr als nur einen Glückmoment bei den Kindern auslöst. Es geht darum, ihnen langfristige Werte wie Glaube, Hoffnung und Liebe spürbar zu vermitteln", erklärt Dieter Densch. Oftmals ist es für viele von ihnen das erste Geschenk ihres Lebens und sie spüren die Zuneigung, die ihnen dadurch vom Päckchenpacker entgegengebracht wird. Die Schuhkartons aus dem deutschsprachigen Raum werden überwiegend in osteuropäischen Ländern verteilt, wo Mädchen und Jungen häufig nicht nur materiell, sondern auch emotional verarmt sind. Durch den Kontakt mit den lokalen Kirchengemeinden erfahren sie nicht nur mehr über den Glauben, sondern auch praktische Unterstützung. Immer wieder zeugen positive Erfahrungsberichte davon, dass sich Lebensgrundlagen- und perspektiven positiv verändert haben - ausgelöst durch einen einzigen Schuhkarton. "Wir haben bereits auch viele engagierte, freiwillige Mitstreiter in der Region. Wir hoffen dadurch, die Reichweite der Aktion im Altlandkreis zu stärken, um so noch mehr Kinder mit einem Päckchen beschenken zu können", so Densch.

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