Oberthulba

Mehr Fläche für Logistik

355 Bürger zählt der Gemeindeteil Reith, erfuhren die Teilnehmer der Bürgerversammlung. Die Firma ACO stellt den Bürgern dort ihre geplante Betriebserweiterung vor.
Der ACO-Standort im Gewerbegebiet in Reith soll in den kommenden Jahren zusätzliche Flächen für die Logistik bekommen. Foto: Arkadius Guzy/Archiv
Der ACO-Standort im Gewerbegebiet in Reith soll in den kommenden Jahren zusätzliche Flächen für die Logistik bekommen. Foto: Arkadius Guzy/Archiv

Im Gemeindeteil Reith begann in diesem Jahr der Reigen der Bürgerversammlungen in der Großgemeinde Oberthulba . Der Fokus lag in der Information über die geplante Erweiterung der Firma ACO, die von Helge Rauthe detailliert präsentiert wurde. Ortssprecher Franz Sieg begrüßte neben vielen Gemeinderatsmitgliedern auch die Vertreter der Vereine sowie eine stattliche Anzahl von Bürgern.

In den Ausführungen von Bürgermeister Gotthard Schlereth durfte natürlich auch Statistisches nicht fehlen. So leben in der Großgemeinde aktuell 5092 Personen - 355 davon in Reith. 42 anerkannte Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und der Ukraine wohnen in Oberthulba . Eine Integration sei gegeben, aber in dem einen oder anderen Punkt noch verbesserungswürdig.

Sieben der 193 unbebauten Grundstücke des Marktes Oberthulba sind in Reith angesiedelt, sie befinden sich in privater Hand. "Umgerechnet entspricht dies einer drei Kilometer langen und erschlossenen Straße. Eigentum verpflichtet", so Schlereth.

Der Bürgermeister ging auch auf den Haushalt, die Schulsituation, die Wasserversorgung und die Mitgliedschaft in den kommunalen Allianzen ein. Beim Ersatzneubau Talbrücke Oberthulba der Bundesautobahn A 7 würden derzeit die notwendigen und im Planfeststellungsverfahren genehmigten Rodungsarbeiten durchgeführt. Unter anderem rund 23 Habitatbäume mit potenziellen Fledermausbehausungen wurden entnommen und auf gemeindlichem Grund innerhalb der Kernzone Biosphärenreservat Rhön an bestehenden Bäumen angebracht.

Die LTE-Versorgung im Markt Oberthulba soll verbessert werden. Dafür soll in Wittershausen und in Hassenbach je ein Mobilfunkmast errichtet werden. Man sei bestrebt, in diesem Zuge den vorhandenen Mast beim Spielplatz abbauen zu lassen.

Die Gesamtinvestition für Neuanschaffungen für den gemeindlichen Bauhof beläuft sich auf 182 000 Euro. Zu den Neugeräten zählen ein Mercedes-Sprinter, ein Mulchgerät, ein Kompakttraktor mit Anbaugeräten und ein Kragarm-Schwerlastregal.

Hochwasserschutz

Die Straßenbeleuchtung soll im Bereich Reither Mühle durch den Einbau einer Solarleuchte verbessert werden. Der Hochwasserschutz wurde durch den Einbau eines Geröllfangs am Heeggraben verbessert. Aus Zeiten vor der Gebietsreform stammte nach Aussagen von Reither Bürgern eine Müllablagerung im Wald. Die Entsorgungskosten beliefen sich nun auf 2500 Euro. Die Bauarbeiten zur Erschließung von vier Bauplätzen sind weitestgehend abgeschlossen, und die Vermessung der Grundstücke steht an. Nach Festlegung des Grundstückspreises durch den Marktgemeinderat wird rechtzeitig der Termin zum Bewerbungsbeginn öffentlich bekanntgegeben.

Die Firma ACO stellte, vertreten durch Helge Rauthe, ihr Vorhaben Betriebserweiterung vor. Die 1946 gegründete Firma erziele einen Umsatz von 850 Millionen Euro, habe 30 Produktionsstandorte in 15 Ländern und ca. 5000 Mitarbeiter, 183 davon in Reith. Das Investitionsvolumen für die Erweiterung betrage 10 Millionen Euro.

Nicht die Produktion, sondern ausschließlich die Logistik würden ausgebaut. Bis zu sechs Meter tief sollen die neue Lagerfläche und -halle aufgrund des vorherrschenden Niveaus eingegraben werden. Die sich anschließenden Fragen der Bürger bezogen sich auf das Höhen-Niveau, die Entwässerung und den Lkw-Verkehr - auch nachts.

Abschließend erinnerte Bürgermeister Schlereth an die im März 2020 stattfindenden Kommunalwahlen . Die stellten eine gute Möglichkeit dar, sich in das kommunalpolitische Geschehen einzubringen und bürgerschaftliches Engagement für den Markt Oberthulba zu zeigen. "Vergleichen Sie, wie es woanders zugeht und ziehen Sie dann Ihre Schlüsse", gab Schlereth zu bedenken.

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