Hammelburg

"Mein Glaube gibt mir viel Kraft"

Aktuelle Rock- und Popsongs inspirieren Diakon Manfred Müller, über den Glauben und über religiöse Werte nachzudenken. Seine Ideen hat er in einem Adventskalender-Büchlein zusammengestellt.
Manfred Müller mit seinem neuesten Adventskalender-Buch mit dem Titel 'Komm, lass uns leben'. Für jeden Tag im Advent gibt ein zeitgenössischer Popsong einen Impuls zum Nachdenken.  Foto: Bianca Volkert       -  Manfred Müller mit seinem neuesten Adventskalender-Buch mit dem Titel 'Komm, lass uns leben'. Für jeden Tag im Advent gibt ein zeitgenössischer Popsong einen Impuls zum Nachdenken.  Foto: Bianca Volkert
| Manfred Müller mit seinem neuesten Adventskalender-Buch mit dem Titel "Komm, lass uns leben". Für jeden Tag im Advent gibt ein zeitgenössischer Popsong einen Impuls zum Nachdenken. Foto: Bianca Volkert

Für seine ungewöhnlichen Adventskalender ist Diakon Manfred Müller ja bereits bekannt. Für jeden Tag im Advent sucht er einen aktuellen oder zumindest zeitgenössischen Rock- und Popsong aus und schreibt einen Impuls dazu. Jetzt gibt es einen neuen Adventskalender in Buchform mit dem Titel "Komm, lass uns leben".

2005 veröffentlichten Sie Ihr erstes Buch , und nun erscheint bereits Ihr siebtes, in dem Sie sprichwörtlich "Gott und die Welt" zusammenbringen.

Manfred Müller Ja, mein Glaube gibt mir viel Kraft und spielt eine große Rolle in meinem Leben, natürlich auch beruflich. Was mir das bedeutet und welche Wege mir dadurch aufgezeigt werden, versuche ich in verständlicher Sprache auszudrücken.

Ihr aktuelles Buch "Komm, lass uns leben" entstand durch Ihre Liebe zur Musik.

Musik begleitet mich schon mein gesamtes Leben. Ich singe gerne und spiele auch Instrumente. Musik wird überall auf der Welt verstanden, also warum nicht für den Glauben nutzen? Es gibt so viele Lieder , die eine tiefgründige Sprache sprechen. Der erste Song von Max Giesinger erinnert mich an das Bibelzitat: "Wer sucht, der findet." Suchende sind wir alle, deshalb mein Impuls, über das Auf und Ab im eigenen Leben nachzudenken.

Gil Ofarim besingt: "Was wäre ich ohne Euch?" und bedankt sich für die bedingungslose Liebe in allen Lebenslagen. "Danke", dieses Wort verwendet man viel zu selten, und ich möchte dazu anregen, einfach mal einem lieben Menschen Danke zu sagen und Dankbarkeit auch zu zeigen.

Oder die Sängerin Lea: Genial, markant, echt und glaubwürdig und passt in keine Schublade als Neopop. Inspiriert von Franz Schubert ? "Wohin soll ich mich wenden?" und antwortet: "Zu dir." Es ist gut, wenn man weiß, wer für einen da sein könnte. Es ist ein Geschenk, jemandem offen zu sagen: "Du darfst zu mir gehn." Ich gebe an diesem Tag dann den Impuls, einer Person den Link zu diesem Lied zu schicken.

Toller Titel, tolle Lieder , tolle Texte - für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. Was ist Ihre Intention, und wen oder was wollen Sie erreichen?

Natürlich versuche ich, über die Musik und die Songs , um nur einige zu nennen, von Ich + Ich, The Beatles , Lady Gaga & Bradley Cooper, Robbie Williams , Sido oder Glasperlenspiel, Junge und Junggebliebene zu erreichen. Alle 24 Songs sind auf Youtube kostenlos anzuhören. Mit täglich nur fünf Minuten Zeit führen die Lieder auf ihre Art vom 1. bis 24. Dezember durch den Advent . Wer genau hinhört und dabei mitliest, erkennt Tiefsinnigkeit. Die Songs sind lebensbejahend, mutmachend, freudespendend, und man findet vielleicht sogar einen Wegweiser durch das eigene Leben.

Wie kamen Sie auf die Idee, Bücher zu schreiben?

Seit 15 Jahren schreibe ich die Kolumne "Moment mal" im Lohrer Echo. Immer mittwochs mit Themen rund um Gott und die Welt, möchte ich alle Menschen, religiös oder auch nicht, wertorientiert ansprechen. Das war der Weg und mein Einstieg zum Schreiben.

Gibt es bereits Resonanz auf das Buch "Komm, lass uns leben?" Nachdem es inzwischen im Buchhandel vertrieben wird.

Oh ja, ich bin wirklich dankbar und überwältigt. Das Bistum Würzburg veröffentlichte eine Pressemeldung, darauf hin bewarb es der Bayerische Rundfunk , nächste Woche stehen Aufnahmen für TV Mainfranken und für das Bistumsfernsehen, Kirche in Bayern an, dann ein Interview im Kölner Domradio, das deutschlandweit ausgestrahlt wird. Würden Sie die Texte der vorausgegangenen Bücher heute genauso verfassen oder Liedtexte interpretieren? Teils ja, teils nein, auch ich habe mich weiterentwickelt. Meine Lebenssituation hat sich verändert, und vieles spricht mich noch immer an - nur anders. Im Klartext, ich könnte alle fünf Jahre dieselben Lieder oder Texte nehmen und neu interpretieren - meiner Lebenssituation entsprechend. Lieder sprechen mich unterschiedlich an, weil ich stets andere Erfahrungen damit verbinden kann.

Was ist Ihre persönliche Botschaft?

Das bringt Lotte mit dem Song "Dann soll da Liebe sein" auf den Punkt. Was zählt, ist die Liebe. Das bluesige Stück "Finde dein Glück" von Gregor Meyle sammelt Gefühle, Wünsche, Träume, um vielleicht etwas kitschig und banal einen Weg zum "Glück" aufzuzeigen. Mein Impuls: Frohe Weihnachten - findet Euer Glück - "Komm, lass uns leben" .

Das Gespräch führte

Bianca Volkert.

Manfred Müller

Leben Manfred Müller ist in Retzbach aufgewachsen. Er begann 1997 seinen kirchlichen Dienst in der Diözese Würzburg und ist seit Mai 2019 Diakon in Hammelburg , hauptsächlich für Obererthal und Untererthal zuständig. Er wohnt mit seiner Frau Gertrud in Steinbach bei Lohr am Main und hat zwei erwachsene Töchter.

Das aktuelle Buch "Komm, lass uns leben - mit 24 Songs durch den Advent " von Manfred Müller ist unter ISBN 3429055253 erhältlich, im Bunten Buchladen in Hammelburg und im Buchhandel Lohr am Main.

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