Bad Kissingen

Melissa Kalmund ist Job-Bloggerin - Ihre Aufgabe? Vielfalt des Landkreises Bad Kissingen aufzeigen

Die Suche hat ein Ende: Melissa Kalmund aus Oberleichtersbach wird für den Landkreis Bad Kissingen ab nächster Woche als Job-Bloggerin im Netz tätig sein.
Der erste Post von der neuen Job-Bloggerin Melissa Kalmund ist bereits online. Johannes Schlereth       -  Der erste Post von der neuen Job-Bloggerin Melissa Kalmund ist bereits online. Johannes Schlereth
Der erste Post von der neuen Job-Bloggerin Melissa Kalmund ist bereits online. Johannes Schlereth
Der Landkreis Bad Kissingen besteht nur aus Kur und Pflege? Weit gefehlt - ist der Landkreis doch Sitz von vielen international tätigen Unternehmen wie etwa Laboklin, Hanse-Haus oder Joyson Safety Systems. Auch mit Freizeit und Kulturangeboten ist der Kreis gut aufgestellt, was sich an Festivals und Freizeitparks sehen lässt. Um diese Vielfalt aufzuzeigen, hat das Landratsamt das Projekt Job-Blogger ins Leben gerufen.

"In der Initiative werden die Themenfelder Berufsorientierung, Fachkräftenachwuchs und Standortmarketing verknüpft", erklärt Landrat Thomas Bold das Konzept. Man wolle zeigen, dass es sich beim Landkreis Bad Kissingen um eine innovative Region handelt, die neben vielfältigen Berufsangeboten auch mit hervorragenden Freizeitmöglichkeiten punkten kann. "Bad Kissingen hat Lebensqualität", greift er die kürzlich veröffentlichte ZDF-Deutschland-Studie auf, in der der Bäderlandkreis den 32. Platz von 401 Landkreisen und kreisfreien Städte eroberte.

Ab nächster Woche wird Melissa Kalmund daher für 20 Wochen in verschiedene Jobs und Freizeitangebote hineinschnuppern dürfen. Ihre Erlebnisse teilt die 23-Jährige mit Bildern und Berichten auf sozialen Netzwerken wie Facebook
, einem Blog und Instagram.
Zu dem Job kam sie durch einen Zeitungsartikel: "Meine Mutter hat mir den Zeitungsausschnitt auf meinen Platz gelegt. Ich habe ihn gelesen und mir gedacht: Das klingt nach mir."

Gesucht wurde eine Person, die mit den neuen Medien affin, offen für Neues, outdoor- und kontaktfreudig ist. Durch ihr Studium der Betriebswirtschaft der Medien an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt passte ihr Profil auf die Anforderungen. "Ich habe während dem Studium viele Erfahrungen im Social-Media-Bereich und in der Videoproduktion sammeln können - auch der Rest hat gepasst", betont die Oberleichtersbacherin. "Als ich dann die Zusage bekommen habe, habe ich mich super gefreut."


Voller Zeitplan

Ihre erste Station der 20-wöchigen Kampagne führt sie in das Unternehmen Laboklin. "Ich weiß zwar welche Jobs mich erwarten - aber nicht welche Aufgaben", erklärt sie gespannt. Nach ihrer Tätigkeit als Biologielaborant und medizinisch-technischer Assistent geht es für sie am Wochenende weiter. "Da bin ich auf der Lutzi ", erklärt sie ihren Zeitplan. "Ich kann eigentlich gar nicht sagen, auf was ich mich am meisten freue - da jagt eine coole Sache die Nächste. Ich kann glaube ich erst am Ende sagen was das Beste war, aber das Gesamtpaket klingt total gut", konstatiert die junge Bloggerin. Alle Jobs und Angebote seien bereits geplant und getaktet, macht Lena Pfister deutlich, die für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis zuständig ist.


Top ausgerüstet

Für ihre vielfältigen Einblicke wurde Melissa Kalmund entsprechend ausgerüstet: Mit Visitenkarten, Pullover, Jacke und einem Magnetschild für das Auto, ist sie stets als Job-Bloggerin zu erkennen. "Je nach Job bekommt sie auch noch Sicherheitskleidung, zum Beispiel wenn sie ins Baugewerbe schnuppert", erläutert der Zuständige für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung, Jürgen Metz.

Schwierigkeiten, alle Partner mit ins Boot zu holen, habe es keine gegeben, sagt Cordula Kuhlmann. Die Diplom-Ingenieurin ist zuständig für das Regional- und Konversionsmanagement im Landkreis. "Dadurch, dass wir mit den regionalen Firmen und Unternehmen gut vernetzt sind, hatten wir sogar ein Überangebot, wir überlegen deswegen schon, ob wir das Projekt im nächsten Jahr fortsetzen werden", äußert sich Kuhlmann. Aufgrund von bisherigen Erfahrungen hätte man gegenüber der Initiative ein gutes Gefühl: "Wir hatten schon mal einen Blog, der gut angekommen ist."

"Wir wollen damit ja vor allem junge Leute ansprechen und die Medienlandschaft hat sich in der letzten Zeit stark verändert. Mit Printprodukten erreichen wir weniger als über die neuen Medien", führt Bold aus. "Es gibt ja den Spruch in der Politik: Man fühlt sich nicht mitgenommen. Da können die besten Sachen entschieden werden, wenn die Bürger nicht wissen was es ist, fühlen sie sich zurückgelassen." Dies sei in der Region ähnlich: "Wenn die Leute nicht wissen was es hier alles gibt - verharren sie in ihrem Denken, dass der Landkreis nur auf Kur ausgelegt ist. Genau das wollen wir damit verhindern, wir wollen zeigen, dass der Landkreis eine Vielfalt an Berufen und Freizeitmöglichkeiten hat und diese präsentieren", zieht er den Vergleich zur Politik.


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