Münnerstadt

Mittelschulverband Münnerstadt: Zwei Stimmen reichen für Helmut Blank

Zu dritt stellten Helmut Blank, Harald Hofmann und Leo Pfennig die Weichen für den Münnerstädter Mittelschulverband.
Glückwunsch: Bürgermeister Helmut Blank (rechts) wurde zum Vorsitzenden des Mittelschulverbandes Münnerstadt gewählt, Bürgermeister Harald Hofmann ist sein Vertreter. Foto: Dieter Britz
Glückwunsch: Bürgermeister Helmut Blank (rechts) wurde zum Vorsitzenden des Mittelschulverbandes Münnerstadt gewählt, Bürgermeister Harald Hofmann ist sein Vertreter. Foto: Dieter Britz

Rechtzeitig vor dem Schuljahresbeginn hat sich die Verbandsversammlung des Mittelschulverbandes Münnerstadt konstituiert. Der Verband besteht aus den bisherigen Mittelschulen in Münnerstadt und in Nüdlingen. In der ersten Sitzung in der Freiherr-von-Lutz-Schule wurden eine Verbandssatzung und eine Geschäftsordnung sowie ein Haushalt für den Rest des Kalenderjahres beschlossen. Außerdem wählte die Verbandsversammlung den Münnerstädter Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) zum Vorsitzenden und seinen Nüdlinger Kollegen Harald Hofmann ( CSU ) zu seinem Stellvertreter. Beide bekamen jeweils zwei Drittel der abgegebenen Stimmen.

Die Wahlen fanden streng geheim mit Stimmzetteln, einer abgeschirmten Wahlkabine und einer mit einem Vorhängeschloss gesicherten Wahlurne statt. Die geschäftsleitenden Beamten Stefan Bierdimpfl ( Münnerstadt ) und Stefan Funk (Nüdlingen) brauchten trotzdem nur wenige Minuten, um die Wahlen abzuwickeln. Die Verbandsversammlung besteht nämlich zurzeit nur aus vier Mitgliedern, von denen eines nicht anwesend sein konnte. Aus Münnerstadt gehören dem Gremium Bürgermeister Helmut Blank und die Stadträte Michael Kastl ( CSU ) und Leo Pfennig (fraktionslos) an, aus Nüdlingen nur Bürgermeister Harald Hoffmann. Die Gemeinde hat 47 Mittelschüler, für einen

zweiten Vertreter in der Versammlung braucht sie drei Schüler mehr.

Helmut Blank Vorsitzender

Da sowohl Michael Kastl als auch sein Stellvertreter an der Sitzung nicht teilnehmen konnten, waren nur drei Wahlberechtigte anwesend. Helmut Blank bekam zwei Stimmen, der dritte Stimmzettel war leer und damit ungültig. Genau dasselbe Ergebnis hatte Harald Hoffmann. Beide Bürgermeister nahmen die Wahl an. Ihre Amtszeit endet im April 2020, wenn auch ihre Bürgermeister-Wahlperiode endet. In einer nächsten Sitzung der Verbandsversammlung soll ein weiterer Stellvertreter gewählt werden, der die Sitzungen leiten soll, wenn sowohl der Vorsitzende als auch sein Stellvertreter verhindert sind. Die Wahl eines dreiköpfigen Rechnungsprüfungsausschusses wurde auf die nächste Sitzung im Herbst vertagt.

Bevor die Verbandssatzung mit den Stimmen aller drei anwesenden Mitglieder der Verbandsversammlung verabschiedet wurde, gab es einige Diskussionen. Die Satzung sieht vor, dass der Verband Beamte einstellen kann. Dagegen wandte sich allerdings vergeblich Leo Pfennig mit der Begründung "wir wollen ein Signal, dass keine eigenen Beamten und kein Personal dafür eingestellt werden". Die beiden Bürgermeister überstimmten ihn. Im Entwurf der Satzung stand, dass die zu zahlende Verbandsumlage sich nach der Zahl der Schüler richtet, mit Zweidrittel-Mehrheit aber eine abweichende Regelung getroffen werden kann. Hier setzte sich Leo Pfennig durch. Die Möglichkeit, eine abweichende Regelung zu treffen, wurde gestrichen.

Diskussionen wegen Geschäftsordnung

Diskussionen gab es auch wegen der Geschäftsordnung. Hier waren Harald Hoffmann einige Ansätze für die Bewirtschaftung von Haushaltsmitteln, für über- und außerplanmäßige Ausgaben usw. zu niedrig angesetzt. Er wollte dem Verbandsvorsitzenden höhere Beträge zubilligen. Es gehe nicht um ein Kommunalparlament, sondern um eine Schule: "Sonst kommt die Verbandsversammlung ja alle fünf Minuten zusammen." Hoffmann setzte sich zum Teil durch.

Rumpfhaushalt 2018 einstimmig beschlossen

Einstimmig ohne Diskussion verabschiedet wurde der Rumpfhaushalt des Verbandes für das restliche Jahr 2018. Er wurde festgesetzt auf 248.300 Euro im Verwaltungshaushalt und 13.500 Euro im Vermögenshaushalt. Münnerstadt und Nüdlingen müssen zur Finanzierung des Verwaltungshaushaltes 125.300 Euro selbst aufbringen. Dafür zahlt jede Gemeinde eine Umlage von 662,9630 Euro für jeden Schüler . Stichtag ist jeweils der 1. Oktober des Vorjahres. An diesem Tag hatte der Schulverband 189 Schüler , von denen 142 aus Münnerstadt und 47 aus Nüdlingen kamen. Eine wichtige Einnahmequelle ist die Zuweisung vom Freistaat für die Schülerbeförderung in Höhe von 114.000 Euro . Dazu kommen unter anderem 4200 Euro von anderen Gemeinden für Gastschüler und 1700 Euro Zuweisungen für Lehrmittelfreiheit. Größere Posten auf der Ausgabenseite sind unter anderem 14.100 Euro Reinigungskosten, 24.900 Euro Entgelte für tariflich Beschäftigte, 8000 Euro für Unfallversicherungen, 2700 Euro für Schwimmunterricht/Badbenutzung, und als

weitaus größter Brocken 138.000 Euro für die Schülerbeförderung.

Mit der Bemerkung "wir haben heute zu dritt die Weichen für den Mittelschulverband gestellt" beschloss Bürgermeister Blank die Sitzung.

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