Münnerstadt

Münnerstadt: Anziehungspunkt Jörgentorpark

Ein Park für alle Altersgruppen, ein echter Stadtpark der auch Auswärtige lockt, soll der neue Freizeitpark vom Jörgentor bis zum Skaterplatz werden.
Mit einer kleinen Brücke über das Talwasser könnte ein neuer Zugang zum Jörgentorpark geschaffen werden, der künftig ein Freizeitpark werden soll. Foto: Thomas Malz       -  Mit einer kleinen Brücke über das Talwasser könnte ein neuer Zugang zum Jörgentorpark geschaffen werden, der künftig ein Freizeitpark werden soll. Foto: Thomas Malz
| Mit einer kleinen Brücke über das Talwasser könnte ein neuer Zugang zum Jörgentorpark geschaffen werden, der künftig ein Freizeitpark werden soll. Foto: Thomas Malz

Spielplatz, Grünflächen, ein Boule- und ein Skaterplatz, Lauer und Talwasser sollen mit eingebunden werden. Es könnte ein Multifunktionsspielfeld geben, vielleicht sogar ein Pumptrack für Mountainbikes. Wünschenswert ist vieles, und machbar ist es auch. Einen Sachstandsbericht über die anstehende Rahmenplanung des Jörgentorparks gaben Evi Mohr und Marie-Line Le Léannec vom Büro der Sanierungsbeauftragten Schlicht Lamprecht Architekten bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montag. In die Planung fließen auch zahlreiche Anregungen aus der Bürgerbeteiligung mit ein.

Vier Stunden öffentlicher Teil

Als positives Zeichen wertete Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) die riesige Tagesordnung bei der Bauausschuss-Sitzung, deren öffentlicher Teil allein beinahe vier Stunden dauern sollte. Vier Stunden voller Informationen über Geplantes und über teils heftige Probleme sowie konstruktive Diskussionen zu deren Lösung. Dabei kam manch Überraschendes heraus. Am Anfang stand der Jörgentorpark. Es sei wichtig, den aktuellen Stand darzulegen, damit man weiß, dass die Vorschläge der Bürger mit eingebettet werden, meinte Michael Kastl. Am Ende stehe der Rahmenplan, bei dem die Regierung von Unterfranken und das Wasserwirtschaftsamt mit eingebunden werden.

Evi Mohr erläuterte, was bisher passiert ist. Dazu zählten unter anderem die Bestandsaufnahme und die Bürgerbeteiligung aus denen erste Ideen entwickelt wurden. Daraus wurde ein Plan erstellt mit den Stärken und den Herausforderungen aus städtebaulicher Sicht.

Die Stärken

Zu den Stärken zählte, dass der Park entlang der Stadtmauer Zeugnis der historischen Stadtstruktur ist, führte Marie-Line Le Léannec an. Früher war die gesamte Stadt von Grün umgeben, das ist der letzte Teil, der davon übrig geblieben ist. Vorteilhaft auch die Parkmöglichkeiten in der Lache, der Bolz- und der Skaterplatz, die Lauer und das Talwasser, die Gartenparzellen, die Stadtmauer mit der kleinen Wehranlage nahe dem Jörgentor, der Spielplatz, der Bildstock am Jörgentor, die schönen Einblicke in die Altstadt . "Das hat touristisches Potenzial", findet Evi Mohr.

Zu den Schwächen zählen unter anderem fehlende Hinweisschilder, die teils schmuddeligen Bereiche unter der Brücke der Entlastungsstraße, dass die Lauer und das Talwasser teilweise gar nicht wahrnehmbar sind, die teils nicht bewirtschafteten Gärten, der mangelhafte Zugang zum Wasser am Jörgentor (alter Waschplatz) und der Eingang zum Park selbst sowie die ungesicherte Querung der viel befahrenen Meiningerstraße, die den künftigen Freizeitpark durchschneidet.

Park für alle Altersgruppen

Die Bäume erhalten, der Bau eines Multifunktionsspielfeldes, den Skaterplatz aufwerten, neue Sitzmöglichkeiten schaffen, ein Park für alle Altersgruppen, die Neugestaltung mit Wasser, gesicherte Eingänge und eine bessere Beleuchtung sind nur einige der Anregungen aus der Bürgerbeteiligung , die in den Rahmenplan einfließen werden.

Dabei, so erläuterte Evi Mohr, sollen die historischen Zeugnisse erhalten bleiben, der Park als unbebaute Fläche öffentlich zugänglich sein. Es entsteht ein Naherholungsort, ein Park mit Inhalt, der als Alleinstellungsmerkmal Gäste von außerhalb anlocken soll, die dann auch die Gastronomie nutzen und Einkaufen gehen. Als möglichen sicheren Zugang am Jörgentor könnte ein Steg von der Grünfläche neben dem Vortor zum Park gebaut werden. Die Querung der Meiningerstraße könnte im Zuge eines Verkehrskonzeptes optisch sicherer gemacht werden.

Spielflächen am Wasser

Wichtig sei auch, dass Grünflächen ohne Funktion beispielsweise als Blühflächen für Insekten eingebunden werden. Der Zugang zum Wasser zum Spielen mit Sitzgelegenheiten und ähnlichem soll an der Mündung des Talwassers in die Lauer erfolgen. Die Lage des Spielplatzes sei gut, es könnten auch Geräte für die Motorik von Älteren aufgebaut werden. Dieser Spielplatz müsse Besonderheiten bieten, die Leute anlocken. Die Stadtmauer mit der kleinen Wehranlage könnte ebenfalls mit eingebunden werden. "Es war wichtig, dass mal jemand von draußen drauf schaut und die Möglichkeiten aufzeigt", sagte Michael Kastl dazu. Man müsse etwas rausschlagen, was man Stadtpark nennen kann. Abgeklärt werden müsse, was am Wasser geht und was nicht geht. "Das andere kriegen wir hin", zeigte er sich zuversichtlich.

Grundstücke kaufen

Bei der anschließenden Diskussion fragten die Stadträte nach und brachten weitere Ideen ein. Den Eigentümern der Gartengrundstücke seien Angebote unterbreitet worden, aber viele winken ab, sagte der geschäftsleitende Beamte Stefan Bierdimpfl auf Nachfrage. "Wir kaufen alles, was wir bekommen, aber das ist eine sehr zähe Geschichte." Nachfragen gab es auch wegen der neuen Beleuchtung, weil Münnerstadt ja zum Sternenpark Rhön gehört. Es werden nur Lampen aufgestellt, die nach unten strahlen, sagte Michael Kastl dazu.Er kam nach einer ausführlichen Diskussion zu dem Schluss: "Es wird noch ein bisschen dauern, bis wir es umsetzen können, aber dafür wird etwas Einzigartiges entstehen." Bis dahin wird es eine Zwischenlösung geben (Bericht folgt).

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