Münnerstadt

Münnerstadt: Bauschuttgebühren bleiben konstant

Die Gebühren für die Anlieferung von Boden und Steinen (Bodenaushub) bleiben konstant. Dies wurde in der Sitzung des Zweckverband zur Boden-und Bauschuttentsorgung Rhön-Grabfeld/Münnerstadt deutlich.
Fast 185.000 Tonnen Bauschutt, Boden und Steine aus Münnerstadt und den  Städten und Gemeinden des Kreises Rhön-Grabfeld wurden dieses Jahr bis zum  31. Oktober in den Steinbrüchen zwischen Strahlungen und Salz deponiert.  Der Plan sah nur 150.000 Tonnen Vor. Unser Bild entstand von einer  frei  zugänglichen Aussichtsplattform in der Nähe des Flugplatzes Salz aus.   Foto: Dieter Britz       -  Fast 185.000 Tonnen Bauschutt, Boden und Steine aus Münnerstadt und den  Städten und Gemeinden des Kreises Rhön-Grabfeld wurden dieses Jahr bis zum  31. Oktober in den Steinbrüchen zwischen Strahlungen und Salz deponiert.  Der Plan sah nur 150.000 Tonnen Vor. Unser Bild entstand von einer  frei  zugänglichen Aussichtsplattform in der Nähe des Flugplatzes Salz aus.   Foto: Dieter Britz
| Fast 185.000 Tonnen Bauschutt, Boden und Steine aus Münnerstadt und den Städten und Gemeinden des Kreises Rhön-Grabfeld wurden dieses Jahr bis zum 31.

Die Baukonjunktur läuft nach wie vor auf Hochtouren. Deshalb fallen große Mengen Bauschutt und Boden an, die der Zweckverband zur Boden-und Bauschuttentsorgung Rhön-Grabfeld/ Münnerstadt im Deponiebetrieb der Firma Adolf Steinbach Steinindustrie-Schotterwerke GmbH & Co KG deponiert. In einer Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes wurden die Jahresrechnung für 2019 und der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet.

Für die breite Öffentlichkeit besonders interessant und erfreulich: Die Gebühren bleiben konstant. Die Anlieferung von Boden und Steinen (Bodenaushub) kostet auch weiterhin 3,85 Euro je Tonne, für Bauschutt müssen 13,60 Euro je Tonne bezahlt werden. Um die wilde Ablagerung von Bauschutt zu verhindern, zahlt der Landkreis Rhön-Grabfeld sogar einen Transportkosten-Zuschuss ab zehn Kilometer Entfernung. Das gilt allerdings nicht für Münnerstadt , da die Stadt im Nachbarlandkreis Bad Kissingen liegt, wie Landrat Thomas Habermann , der Vorsitzende der Verbandsversammlung, deutlich machte.

Positive Zahlen vorgelegt

Thomas Habermann und Verbandsgeschäftsführer Gerald Roßhirt legten rundherum positive Zahlen vor. Bis Ende Oktober 2020 waren 67.045 Tonnen Bauschutt angeliefert worden, im Plan waren nur 40.000. Ähnlich die Entwicklung bei Boden und Steinen, im Plan waren 110.000 Tonnen vorgesehen, angeliefert wurden 117.516 Tonnen. Dadurch erhöhten sich auch die Einnahmen von geplanten 967.500 auf 1.364.249 Euro bis Ende Oktober. Bis zum Jahresende wird mit knapp 1,4 Millionen Euro Einnahmen gerechnet. Im Statusbericht heißt es dazu: "Die über Plan liegenden anliefern Mengen sind auf die noch immer sehr gute Situation im Baubereich zurückzuführen. Aufgrund dessen ist absehbar, dass für das Jahr 2020 eine höhere Rücklagenbildung als die geplanten 10.000 Euro erfolgen kann."

Biick auf die Jahresrechnung 2019

Zum Vergleich die Zahlen aus der Jahresrechnung 2019: Eingeplant war die Anlieferung von 110.000 Tonnen Boden, es wurden 155.727 Tonnen. Statt geplanten 40.000 Tonnen Bauschutt wurden 60.659 Tonnen angeliefert. Entsprechend stiegen die Einnahmen von 832.100 auf 1.585.919 Euro. Ganz nebenbei: Die Mahngebühren stiegen von 300 auf 1368 Euro.

"Der Zweckverband ist schuldenfrei", hieß es weiter , und so fiel es den Verbandsreden auch nicht schwer, die Jahresrechnung einstimmig zu billigen. In der Sitzung wurde auch der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Darin wird mit der Anlieferung von 150.000 Tonnen Bodenaushub und von 50.000 Tonnen Bauschutt ausgegangen. Kredite sind nicht vorgesehen, ebenso wenig die Erhebung einer Umlage, die die Mitglieder zu zahlen hätten.

Entschädigung für Mitglieder neu geregelt

Neu geregelt wurde die Entschädigung der Mitglieder der Verbandsversammlung. Um zukünftige Anpassungen vermeiden zu können, enthalten die Verbandsräte für die Teilnahme an Sitzungen eine Entschädigung, die der Teilnahme an Ausschusssitzungen des Kreistages des Landkreises Rhön-Grabfeld entspricht. Der Zweckverband betreibt seit Anfang 1988 auf dem Gelände der Firma Adolf Steinbach eine Deponie zur Entsorgung von Erdaushub, Bauschutt und Straßen-Aufbruchmaterial. Ihm gehörten anfangs nur Bad Neustadt, Hohenroth und Niederlauer an.

Zug um Zug traten weitere Gemeinden des Landkreises Rhön-Grabfeld bei, die Stadt Münnerstadt aus dem Nachbarlandkreis Bad Kissingen kam im März 2011 dazu. Anfang 2016 übernahm der Landkreis Rhön-Grabfeld die Aufgaben des Zweckverbandes in seine Regie. Der Zweckverband zur Boden-und Bauschuttentsorgung hat nur drei Mitglieder: den Landkreis Rhön-Grabfeld, die Stadt Münnerstadt und die Firma Adolf Steinbach Steinindustrie-Schotterwerke. Der Landkreis entsendet sechs Mitglieder (einschließlich Landrat, der automatisch Vorsitzender ist) in die Verbandsversammlung, Münnerstadt und die Firma je ein Mitglied.

Besetzung des Gremiums

Auch Wahlen standen auf der Tagesordnung. Neuer stellvertretender Verbandsvorsitzenden ist Verbandsrat Martin Schmitt (Bürgermeister der Gemeinde Salz). Den Rechnungsprüfungsausschuss bilden die Verbandsräte Birgit Reder-Zirkelbach (Kleineibstadt), Julian Lörzel (Oberwaldbehrungen) und Michael Kastl. Der Münnerstädter Bürgermeister ist auch Vorsitzender des Ausschusses.

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