Münnerstadt

Münnerstadt: Die Feuerwehr trotz dem Virus

Corona macht auch vor Feuerwehrleuten nicht halt. Die Münnerstädter Wehr ist aber voll einsatzbereit und hat ein eigenes Hygienekonzept erstellt. Nur die Kameradschaft leidet.
Mundschutz muss in sämtlichen Räumen der Münnerstädter Feuerwehr getragen werden, es gibt mehrere Desinfektionsmittelspender. Kommandant Robert Müller betont, dass die Wehr voll einsatzbereit ist, obwohl es Corona-Fälle gegeben hat. Foto: Thomas Malz       -  Mundschutz muss in sämtlichen Räumen der Münnerstädter Feuerwehr getragen werden, es gibt mehrere Desinfektionsmittelspender. Kommandant Robert Müller betont, dass die Wehr voll einsatzbereit ist, obwohl es Corona-Fälle gegeben hat. Foto: Thomas Malz
| Mundschutz muss in sämtlichen Räumen der Münnerstädter Feuerwehr getragen werden, es gibt mehrere Desinfektionsmittelspender.

Ein Stadtratsmitglied wurde positiv auf Corona getestet, der Bürgermeister hatte sich das Virus auch irgendwo eingefangen, und es gab noch mehr Fälle im Lauerstädtchen, unter anderem bei der Feuerwehr . Solche Nachrichten lösen natürlich auch Besorgnis aus. Und schnell fragten sich manche Münnerstädter, ob sie im Notfall überhaupt noch auf die Wehr zählen können. "Wir sind voll einsatzbereit", sagt Kommandant Robert Müller . "Und wir haben auch welche."

Auf Gruppenstärke reduziert

Der Kommandant erinnert an die Anfänge der Pandemie . "Wir haben schon im März die Übungen auf Gruppenstärke reduziert", sagt er. Eine Gruppe besteht aus neun Leuten. Damit waren die Münnerstädter einer Empfehlung des Landesfeuerwehrverbandes gefolgt. "Außerdem hat 2. Kommandant Guido Denner ein eigenes Hygienekonzept für uns erstellt, das auch ständig weiterentwickelt wird." Galt zunächst die Maskenpflicht in den Fahrzeugen, so ist sie inzwischen auf das gesamte Gebäude ausgeweitet worden, erläutert Robert Müller und verweist beispielsweise auf die Enge, die beim Umziehen herrscht. Außerdem sind an den Eingängen Desinfektionsmittelspender angebracht worden.

Jetzt keine Übungen mehr

Mit dem neuen Teil-Lockdown hat die Wehr den Übungsbetrieb vollständig eingestellt. "Die Gerätewartung und Fahrzeugpflegen geht aber weiter, das muss sein, damit wir weiter einsatzbereit sind", sagt der Kommandant. Auch die Ausrückordnung ist nun geändert worden. Die Fahrzeuge werden nicht mehr voll besetzt, und es rücken auch nur die notwendigen Fahrzeuge aus. Außerdem achten sie darauf, dass die Feuerwehrführung erhalten bleibt. Seit März sind Robert Müller und Guido Denner nicht mehr gemeinsam im Fahrzeug zu einem Einsatz gefahren. Gemeinsam sind sie nur dann an einem Einsatzort tätig, wenn es getrennte Abschnitte gibt.

Nur das Notwendigste

"Und wir beschränken uns nur noch auf die notwendigen Pflichtaufgaben", betont der Kommandant. Ob es das Einsammeln der Christbäume Anfang nächsten Jahres gibt, ist noch unklar, ebenso, was aus der anstehenden Jahreshauptversammlung wird. "Im Januar wird sie jedenfalls nicht stattfinden." Da treffen sich die Feuerwehrleute normalerweise. Die Einsätze laufen dagegen wie immer. Die seien derzeit etwas rückläufig, aber das habe nichts mit Corona zu tun. Solche Schwankungen seien ganz normal.

Aber so ein Virus macht eben auch nicht vor den Feuerwehrleuten halt. "Wir hatten zwei positiv Getestete", klärt Robert Müller auf. In einem Fall sei es ein Mitglied der Wehr gewesen, das das Virus hatte, aber nicht bei einem Einsatz der Feuerwehr dabei war. Positiv Getestete und Feuerwehrleute , die beim Test waren und noch kein Ergebnis haben, dürfen nicht zum Einsatz kommen, erläutert Robert Müller . In einem anderen Fall hat sich nach einem Einsatz herausgestellt, dass ein Feuerwehrmann dabei war, der später positiv getestet wurde.

Zur Teststrecke

So hat das Gesundheitsamt alle Mitausgerückten als Kontaktpersonen der Kategorie 2 eingestuft, was erst einmal keine Quarantäne nach sich zieht. "Wir sind dann alle zur Teststrecke nach Oerlenbach", sagt Robert Müller und verkündet stolz das Ergebnis: "Alle waren negativ." Das führt er nicht zuletzt auf das Hygienekonzept der Wehr zurück.

Aber selbst wenn alle in Quarantäne gekommen wären, könnten Einsätze gefahren werden, weil ja nur 20 Feuerwehrleute betroffen gewesen wären, bekräftigt der Kommandant. Aber was wäre, wenn noch mehr ausfallen und dann eine Schule brennt? Für Robert Müller stellt sich so eine Frage nicht. "Wir werden immer einsatzbereit sein, weil nie alle ausrücken."

Kameradschaft leidet

Er ist überzeugt davon, dass es nie eng werden wird. Die Wehr hält sich an die Konzepte, beschränkt sich auf das Notwendige. "Die Kameradschaft leidet natürlich darunter", sagt er. Er hofft, dass die Pandemie bald vorbei ist und die Feuerwehrleute auch nach einem Einsatz oder einfach so gemütlich zusammensitzen können.

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