Münnerstadt

Münnerstadt: Kein Stadtfest im Jubiläumsjahr

Es gibt schlechte, aber auch gute Nachrichten aus der Stadtverwaltung. Das Hennebergmuseum ist ab sofort wieder geöffnet und bis auf Widerruf kostenfrei.
Der Kapitelsmarkt in der Hauptstraße ist fester Bestandteil des Stadtfestes. Auch wenn 'Musik und Märkte heuer ausfallen muss, der Markt könnte in einer alternativen Form stattfinden. Die Stadtverwaltung arbeitet dran. Archiv/Thomas Malz       -  Der Kapitelsmarkt in der Hauptstraße ist fester Bestandteil des Stadtfestes. Auch wenn 'Musik und Märkte heuer ausfallen muss, der Markt könnte in einer alternativen Form stattfinden. Die Stadtverwaltung arbeitet dran. Archiv/Thomas Malz
Der Kapitelsmarkt in der Hauptstraße ist fester Bestandteil des Stadtfestes. Auch wenn "Musik und Märkte heuer ausfallen muss, der Markt könnte in einer alternativen Form stattfinden. Die Stadtverwaltung arbeitet dran. Archiv/Thomas Malz

Was den meisten Menschen sowieso schon klar war, ist jetzt amtlich: "Das Stadtfest kann leider so nicht stattfinden", sagt Kilian Düring, zuständig für Stadtmarketing und Tourismus. Grund ist das vom Freistaat Bayern erlassene Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August. Aber es gibt auch gute Nachrichten aus der Verwaltung: "Wir wollen Schritt für Schritt unsere Einrichtungen wieder öffnen", sagt Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) dazu. Nach der Stadtbücherei am Montag hat am Dienstag auch das Hennebergmuseum wieder geöffnet. Und es wird ein Ferienprogramm geben, wenn auch in einer etwas abgespeckten Form. In allen Fällen wird auf die Einhaltung der Hygienevorschriften geachtet.

Leicht haben sich die Verantwortlichen im Rathaus und in der Touristeninformation die Entscheidung um das Stadtfest nicht gemacht. "Es ist noch immer nicht definiert, was eine Großveranstaltung ist", erläutert Kilian Düring. "Aber die Einhaltung des Mindestabstandes von zwei Metern wäre nicht im Sinn des Festes." Es geht schlichtweg nicht. Dabei sollte das Fest im Jubiläumsjahr 1250 Jahre Münnerstadt am zweiten Juli-Wochenende um zwei Tage verlängert werden. "Genau so ist das Fest nun im nächsten Jahr geplant, mit den Bands und anderen Vertragspartner ist soweit alles besprochen", sagt Kilian Düring. Für die Künstler sei das natürlich ein gravierender wirtschaftlicher Verlust.

"Es sind mit allen Partnern persönliche Gespräche geführt und einvernehmliche Lösungen gefunden worden", sagt Michael Kastl dazu. Einfach nur schriftlich absagen - das wollte die Verantwortlichen nicht. Die meisten ursprünglich für diese Jahr gebuchten Bands werden im Juli 2021 dabei sein. Michael Kastl verweist auf die Geschichte. Es habe sich nämlich gezeigt, dass nach Krisen besonders ausgiebig gefeiert wird. "So könnte es nächstes Jahr ein besonders schönes Stadtfest werden."

Auch wenn es heuer kein Stadtfest "Musik und Märkte" geben wird, möglicherweise wird das zweite Juli-Wochenende doch kein ganz totes sein. "Wir schauen, ob der Kapitelsmarkt in einer alternativen Form stattfinden kann", sagt Michael Kastl. Diesbezüglich habe es auch schon Gespräche mit Vertretern des Gewerbevereins " Kaufhaus " Mürscht gegeben. Wichtig sei ihm dabei, dass die Gaststätten mit ihren Außenbewirtschaftungen funktionieren. Außerdem will man die Kontakte mit den Marktfiranten halten. Genaueres kann Michael Kastl zum alternativen Kapitelsmarkt noch nicht sagen, aber für ihn steht fest: "Es ist Zeit, das öffentliche Leben wieder anzukurbeln aber auch den örtlichen Geschäften und Gaststätten wieder die Möglichkeit zu bieten, ein paar Einnahmen zu bekommen.

Was stattfinden kann und was nicht, das hängt auch von den staatlichen Verordnungen bzw. deren Lockerungen ab. Was möglich ist, soll auch durchgeführt werden. Das betrifft vor allem die ab September geplanten Veranstaltungen wie Poetry Slam und Theateraufführungen. Je nach der aktuellen Situation wird entschieden.

Ganz gut ist es um das Ferienprogramm bestellt. "Wir möchten es gerne stattfinden lassen, haben alle Beteiligten angeschrieben", sagt Kilian Düring. Allerdings habe es auch schon ein paar Absagen gegeben. Um die Einhaltung der Hygienevorschriften müssen sich die jeweiligen Veranstalter kümmern. Die Stadt übernimmt aber wieder die Organisation, erstellt das Programm, und über die Touristeninformation mit Hennebergmuseum im Deutschordensschloss erfolgt wieder die Anmeldung.

Das Museum hatte ja nach der Winterpause wegen der Corona-Krise seine Türen nicht wie gewohnt geöffnet. Seit Dienstag, 12. Mai, kann es wieder besucht werden (Dienstag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr). "Die Sonderausstellung ,Handwerk hat goldenen Boden' haben wir bis zum 19. Juli verlängert", sagt Museumsleiter Nicolas Zenzen. Mindestabstand, Maskenpflicht und das Desinfizieren der Hände im Eingangsbereich sind selbstverständlich. "Für eine gewisse Zeit wird kein Eintrittsgeld erhoben", sagt Michael Kastl. Es soll den Menschen einfach ein kulturelles Angebot unterbreitet werden.

Barbara Gassauer, die das Team im Schloss unterstützt, hat seit Montag auch wieder die Stadtbücherei geöffnet. "Es waren gleich am ersten Tag viele Besucher da", sagt sie. So ganz allmählich kehrt das normale Leben in den Alltag zurück.

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