Münnerstadt

Münnerstadt: Klares Votum für die Generalsanierung der Mehrzweckhalle

Der Stadtrat hat der notwendigen Vereinbarung zur Zwischenfinanzierung der Fördermittel jetzt doch zugestimmt. Die Baugenehmigung liegt inzwischen vor.
Der Wunsch nach der Sanierung der Tartanbahn stand am Anfang. Inzwischen ist daraus eine Generalsanierung der Mehrzweckhalle geworden. Und es bleibt auch dabei. So lautet der Beschluss des Stadtrats am Dienstag.
Der Wunsch nach der Sanierung der Tartanbahn stand am Anfang. Inzwischen ist daraus eine Generalsanierung der Mehrzweckhalle geworden. Und es bleibt auch dabei. So lautet der Beschluss des Stadtrats am Dienstag.

Hatte der Stadtrat in seiner Sitzung vor drei Wochen eine Formalie zurückgestellt und stattdessen die geplante Generalsanierung der Mehrzweckhalle komplett in Frage gestellt, so sah das bei der Sitzung am Dienstagabend völlig anders aus. Einzig Rosina Eckert (Forum aktiv) stimmte gegen die Vereinbarung, die anderen waren dafür. Damit ist auch die Grundsatzdiskussion über die Generalsanierung vom Tisch. Sie wird wie geplant durchgeführt. Inzwischen liegt der Stadt auch die Baugenehmigung vor. Nun muss lediglich die Regierung von Unterfranken als Zuschussgeber die Freigabe erteilen. Voraussichtlich im Frühjahr kann es tatsächlich losgehen.

Weil die Diskussion in der letzten Sitzung zur Zurückstellung des Tagesordnungspunktes geführt hatte, waren diesmal Vertreter des Architekturbüros Baurconsult, des Projektsteuerers WSP und des TSV Münnerstadt geladen worden. Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) sprach von "berechtigten Fragen" bei der letzten Sitzung, die zur Zurückstellung des Thema geführt hatten.

Es habe ein Gespräch mit allen Beteiligten gegeben, bei dem vier mögliche Varianten der weiteren Vorgehensweise besprochen wurden. "Wir sind dann zur Erkenntnis gekommen, dass außer der Generalsanierung keine andere Position wirtschaftlich vertretbar ist", betonte Helmut Blank .

Am letzten Freitag hatte es noch einmal ein Gespräch mit den Stadträten gegeben. Die Stadt müsse sich um ihre Liegenschaften kümmern. Es gebe noch mehr, die saniert werden müssen, wie die Zehntscheune und das Jörgentor. Die Mehrzweckhalle, sie betonte er, gehöre zu 100 Prozent der Stadt Münnerstadt . "Sie liegt in unserer Obhut."

Michaela Wedemann ( CSU ) eröffnete die Diskussion mit dem Verlesen eines Kommentars ,der vor zwölf Jahren bezüglich des Hallenbades erschienen war und den fehlenden Investitionswillen des damaligen Bürgermeisters beklagte. Nun wird das Hallenbad abgerissen. Die Stadträtin befürchtet, dass sich das bei der Mehrzweckhalle wiederholen könnte. "Die Sanierung der Mehrzweckhalle ist alternativlos, die Sanierung so weit fortgeschritten, wir sollten schnellstmöglich beginnen."

Es sei schon relativ viel Geld ausgegeben worden, öffentliche Gelder, meinte Klaus Schebler (Neue Wege). "Wir müssen in den sauren Apfel beißen." Er hoffe allerdings, dass sich die Kosten nicht noch mehr erhöhen. Es falle ihm nicht leicht, aber: "Es gibt keinen Weg daran vorbei." Und: "Wir können es uns nicht leisten, weitere Gebäude verfallen zu lassen."

Sie stelle die Generalsanierung nicht in Frage, sagte Rosina Eckert (Forum aktiv). Die Frage sei, wo man einsparen könne. Schließlich sei der Begriff Generalsanierung dehnbar. Sie wollte wissen,was gemacht werden soll. Unter anderem eine energetische Sanierung, das Dach, der Brandschutz , die Oberflächen und die gesamte Technik, erfuhr sie von Lidwina Barthelmes vom Planungsbüro Baurconsult. Auf Nachfrage sagte sie, dass auch ein Fahrstuhl in der Planung drin ist und der Energieträger der Heizung Gas sein wird.

Ein Statement der Freien Wähler verlas Andreas Trägner: "Leider mussten wir feststellen, dass sich die längst beschlossene und immer wieder hinausgeschobene Sanierung der Mehrzweckhalle weiter verzögert". Er verwies auf die knapp zehn Millionen Euro Kosten. Die Freien Wähler stehen weiter zur Sanierung der Mehrzweckhalle, weil sie für den TSV Münnerstadt , alle sporttreibenden Vereine im Stadtgebiet, für den Schulsport und für Großveranstaltungen unverzichtbar sei.Deshalb werde die Fraktion der Vereinbarung zustimmen. "Was wir aber mit Nachdruck verlangen, ist Ehrlichkeit und Transparenz sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der zeitlichen Abläufe". Er erwarte in jeder Stadtratssitzung einen Sachstandsbericht, so Andreas Trägner.

Die zeitliche Verzögerung habe unter anderem an der fehlenden Baugenehmigung gelegen, sagte Helmut Blank dazu. Simon Wenger von WSP erklärte dazu, dass die Genehmigung durch die Regierung noch ausstehe. "Wir haben alle Register gezogen, letzten Endes sind wir auf die Genehmigung angewiesen."

Auf Nachfrage von Rosina Eckert wurde der Maximalzuschuss von rund 4,2 Millionen Euro netto genannt. Bürgermeister Helmut Blank betonte, dass die immer wieder ins Feld geführten zehn Millionen Euro ein Bruttowert sei. Der reine Anteil der Stadt liege bei 3,2 Millionen Euro . Diesen Wert korrigierte er aber sofort auf 3,5 Millionen Euro . Diese Summe sei in Relation zur Bedeutung der Mehrzweckhalle vertretbar. Das ist allerdings der momentane Wert. Einzig derzeit verlässliche Zahl ist der Maximalzuschuss von 4,2 Millionen Euro . Alles, was über die jetzige geplante Bausumme geht, wird zu 100 Prozent von der Stadt zu tragen sein.

Es sei zu befürchten, dass es noch teurer wird", sagte Sportreferent Georg Heymann ( CSU ) Deshalb dürfe man keine Zeit mehr verlieren. "Wir müssen in den sauren Apfel beißen."

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