Münnerstadt

Münnerstadt: Neues Baugebiet am Schindberg

Bis zu zehn Einzelbauplätze und drei größere Wohn- und Geschäftshäuser könnten bei einem Gemeinschaftsprojekt des privaten Investors Sven Melzer und der Stadt Münnerstadt entstehen.
Bürgermeister Helmut Blank und Investor Sven Melzer an der alten Zimmerei am Schindberg. Auf dem Areal könnten bis zu 13 Häuser entstehen. Es soll ein Gemeinschaftsprojekt werden.  Thomas Malz       -  Bürgermeister Helmut Blank und Investor Sven Melzer an der alten Zimmerei am Schindberg. Auf dem Areal könnten bis zu 13 Häuser entstehen. Es soll ein Gemeinschaftsprojekt werden.  Thomas Malz
Bürgermeister Helmut Blank und Investor Sven Melzer an der alten Zimmerei am Schindberg. Auf dem Areal könnten bis zu 13 Häuser entstehen. Es soll ein Gemeinschaftsprojekt werden. Thomas Malz

Einen städtebaulichen Missstand beseitigen und ein kleines Wohngebiet ausweisen, will der private Investor Sven Melzer am Münnerstädter Schindberg. Er hat das ehemalige Sägewerk Mauer und die umliegenden Grundstücke an der Schindbergstraße gekauft und möchte dort Bauplätze schaffen. "Am besten gleich", sagte er gegenüber unserer Zeitung. Aber so schnell schießen die Preußen bekanntlich nicht. Es handelt sich nämlich um ein Gewerbegebiet, das in ein kleines Mischgebiet und ein Baugebiet umgewandelt werden muss. Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) verweist darauf, dass auch hinter dem früheren Sägewerk Grundstücke liegen. Würde man die dazu nehmen, würde ein kleines Baugebiet entstehen, so der Bürgermeister. "Vorbehaltlich, der Stadtrat stimmt zu."

Helmut Blank erinnert an die Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten vor einer Woche. Da hatte es auch Nachfragen gegeben, wo denn junge Familien in der Kernstadt bauen sollen. Eine Chance sieht der Bürgermeister jetzt am Schindberg. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen einem Vertreter des Investor und der Stadt Münnerstadt . "Es müssen noch Abstimmungsgespräche mit dem Landratsamt geführt werden", sagt der Bürgermeister. Denn für das Vorhaben bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplans und es muss natürlich auch ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Ganz einfach ist es nicht. Sven Melzer hat das Sägewerk und weitere Grundstücke bis hoch zur Bergstraße gekauft. Andere Grundstücke gehören dem benachbarten Betrieb Nipro, dem St. Bruno Werk, der Stadt Münnerstadt oder sind in Privatbesitz. Dementsprechend müssten noch Gespräche mit den Eigentümern geführt werden. "Wir haben schon einmal eine Vorplanung erstellen lassen", sagt der Bürgermeister.

Das Büro Bautechnik Kirchner hatte sich schon vor einiger Zeit sämtliche Gebiete in Münnerstadt angeschaut, in denen man noch Bauplätze schaffen könnte. Damals war auch dieses Areal beleuchtet worden, allerdings wurde es wegen der Besitzverhältnisse nicht weiter verfolgt. Das hat sich nun mit dem Vorhaben des Investors geändert. Die Vorplanung geht vom Idealfall aus. Das Gesamtkonzept beinhalte die vollständige Überplanung des Areals, ohne spezielle Berücksichtigung der aktuellen Eigentumsverhältnisse von einigen Grundstücken, so Planer Matthias Kirchner. "Dies ist wichtig, um das ,Potenzial' der Entwicklungsfläche aufzuzeigen." In diesem Sinne könnten Grundstücksverhandlungen geführt werden, um für beide beide Beteiligte (Sven Melzer und die Stadt) die Synergien darzustellen.

Unmittelbar oberhalb der Glaswarenfabrik Nipro, also im untersten Bereich des neu entstehenden Baugebietes , könnten drei Wohn- und Geschäftshäuser errichtet werden. Dieses kleine Areal wird als Mischgebiet ausgewiesen. "Das ist nötig, weil ein allgemeines Wohngebiet nicht an ein Gewerbegebiet angrenzen darf", erläuter Matthias Kirchner. Es entsteht so eine Art Übergang vom Gewerbegebiet in ein Wohngebiet. Dahinter wäre Platz für acht Bauplätze im Falle des Abrisses eines bestehenden Gebäudes sogar für zehn. Helmut Blank ist davon überzeugt, dass das gelingen kann. "Ausgleichsflächen werden wir finden", sagt er. Das alles soll bei einem gemeinsamen Gespräch im Landratsamt erörtert werden. Mit dem neuen Baugebiet am Schindberg und den restlichen Bauplätzen im Baugebiet Malbe in Althausen könne die Stadt Bauwilligen Plätze anbieten.

Sven Melzer ist ebenfalls zuversichtlich. "Wir wollen das gemeinsam mit der Stadt entwickeln", sagt er. Das erste Gespräch sei schon gelaufen. Für die Mehrfamilienhäuser im Mischgebiet, aber auch die Bauplätze im reinen Wohngebiet sieht er den Bedarf gegeben.

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