Münnerstadt

Münnerstadt setzt auf Innenentwicklung

Nach einstimmigen Beschluss hat sich der Stadtrat dazu verpflichtet, vorrangig Innenentwicklung zu betreiben. Der Fördersatz kann bis zu 90 Prozent betragen.
Der Parkplatz innere Lache soll im nächsten Jahr hergerichtet werden. Dann greift bereits die Förderinitiative 'Innen statt Außen'm für dass sich die Stadt beworben hat. Dadurch gibt es mehr Fördermittel. Foto: Thomas Malz       -  Der Parkplatz innere Lache soll im nächsten Jahr hergerichtet werden. Dann greift bereits die Förderinitiative 'Innen statt Außen'm für dass sich die Stadt beworben hat. Dadurch gibt es mehr Fördermittel. Foto: Thomas Malz
| Der Parkplatz innere Lache soll im nächsten Jahr hergerichtet werden. Dann greift bereits die Förderinitiative "Innen statt Außen"m für dass sich die Stadt beworben hat. Dadurch gibt es mehr Fördermittel.

Immer wieder einmal war der Begriff gefallen, jetzt hat der Stadtrat Nägel mit Köpfen gemacht. Durch die Teilnahme am Förderprogramm "Innen statt Außen" sind höhere Fördermittel möglich. Befürchtungen, dass dann beispielsweise überhaupt keine Baugebiete mehr ausgewiesen werden können, nahm Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) den Stadträten . Stefan Schlicht und Evi Mohr vom Büro des Sanierungsbeauftragten Schlicht Lamprecht Architekten bestärkten das Stadtoberhaupt in dieser Auffassung.

Zuvor hatte der Stadtrat die von der Regierung von Unterfranken bewilligten Mittelrahmen für dieses Jahr zur Kenntnis genommen. Darin enthalten sind unter anderem die Sanierung des Marktplatzes 7, die Neugestaltung des Parkplatzes am Bahnhof sowie eine Machbarkeitsstudien für die Zehntscheune und das alte BBZ mit Landwirtschaftsschule. Einstimmig beschlossen hat der Stadtrat dann die Programmfortschreibung für die Jahre 2021 bis 2024. Dazu gehören unter anderem eine Fußgängerspange von der inneren Lache zur Altstadt , die Sanierung des Parkplatzes innere Lache, Marktplatz 7, 10 und 11., die Neugestaltung, des Jörgentorparks, und des Jägergrundstücks sowie die Sanierung des Bahnhofsgebäudes. "Ich bin mir sicher, dass dies in ein paar Jahren anders aussehen wird", sagte Michael Kastl.

Bei der Förderinitiative "Innen statt Außen" gehe es darum, Vorhandenes zu nutzen statt Neues zu versiegeln, erläuterte der Bürgermeister. Großflächige Ausweisungen von Baugebieten seien dann nicht möglich, aber kleineren stehe nichts entgegen. Dann nannte er das Hauptargument für den Antrag zur Aufnahme in die Förderinitiative. "Es gibt 20 Prozent Förderung mehr." Derzeit liege der Fördersatz bei nur 60 Prozent. Wie der geschäftsleitende Beamte Stefan Bierdimpfl auf Nachfrage später ergänzte, ist Münnerstadt heuer nicht mehr im Struktur- und Härtefond, der weitere 20 Prozent gebracht hatte. Grund dafür ist die zuletzt geringere Verschuldung.

"Wir halten es für dringend notwendig wieder auf 80 Prozent zu kommen", betonte Michael Kastl. "Der Weg ist nahezu unausweichlich." Dazu müsse der Stadtrat den Selbstbindungsbeschluss fassen, der der Bürgermeister verlas. Die Eröffnung der Weinstube angerWein und der Verzicht der Stadt auf ein bereits genehmigtes Sondergebiet für Einzelhandel in der Lache seien Pfründe für die Förderinitiative. Bei besonders finanz- und strukturschwachen Kommunen ist eine Förderung von weiteren zehn Prozent möglich, dann würden sogar 90 Prozent der förderfähigen Kosten eines Vorhabens bezuschusst.

Das Thema Baugebiete ließ einigen Stadträte allerdings keine Ruhe. Michael Kastl verwies darauf, dass die Regierung bei der Ausweisung von Baugebieten eine Stellungnahme einforderte. Die Stadt müsse den Bedarf nachweisen. Die Verwaltung habe die Eigentümer von Leerständen angeschrieben. "Die Hälfte antwortet nicht, die andere Hälfte verkauft nicht", sagte der Bürgermeister. Somit sei der Nachweis erbracht. "Mega-Projekte sind natürlich nicht möglich." Bereits rechtskräftig genehmigte Baugebiete wie in Burghausen, wo jetzt die Erschließung eines weiteren Teilstücks beginnt, spielen bei der Förderinitiative keine Rolle. Das betrifft auch "das nicht mal so kleine Baugebiet" in Fridritt , an das Michael Kastl erinnerte. Wenn Leute, die auf den Campus in Bad Neustadt arbeiten, zwei, drei Orte weiter fahren, sei Fridritt als Wohnort sicher interessant.

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