Münnerstadt

Münnerstadt: Stabwechsel im Thoraxzentrum

Beim Abschied von Betriebsleiter Jürgen Oswald, der die Karriereleiter nach oben fällt, wurde auch seine Nachfolgerin vorgestellt:. Regina Vogl.
Die Errichtung des Erweiterungsbaus am Haus Windsburg für rund 2,6 Millionen Euro hat Jürgen Oswald maßgeblich mit vorangetrieben. Das Bild zeigt ihn zusammen mit Martina Zerbe kurz vor der Einweihung im Jahr 2014.  Archiv/Thomas Malz       -  Die Errichtung des Erweiterungsbaus am Haus Windsburg für rund 2,6 Millionen Euro hat Jürgen Oswald maßgeblich mit vorangetrieben. Das Bild zeigt ihn zusammen mit Martina Zerbe kurz vor der Einweihung im Jahr 2014.  Archiv/Thomas Malz
Die Errichtung des Erweiterungsbaus am Haus Windsburg für rund 2,6 Millionen Euro hat Jürgen Oswald maßgeblich mit vorangetrieben. Das Bild zeigt ihn zusammen mit Martina Zerbe kurz vor der Einweihung im Jahr 2014. Archiv/Thomas Malz
"Wir verlieren einen guten Mann und freuen uns, dass jetzt eine gute Frau an die Spitze kommt" - so verabschiedete der ärztliche Direktor des Thoraxzentrums in Münnerstadt , Dr. Bernd Seese, den bisherigen Betriebsleiter Jürgen Oswald und hieß gleichzeitig seine Nachfolgerin Regina Vogl willkommen. Unter den zahlreichen Gästen aus dem ganzen Bezirk Unterfranken, die zum "Stabwechsel" gekommen waren, wie es mehrere Redner nannten, waren auch Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel , Bezirksrätin Karin Renner und die frühere Bezirksrätin Christine Müller.
Mit der neuen Betriebsleiterin sei das Thoraxzentrum weiblicher, "damit liegen wir voll im Trend", betonte der Bezirkstagspräsident. Ein Drittel der Führungspositionen beim Bezirk sei inzwischen mit Frauen besetzt. Er stellte die neue Betriebsleiterin auch vor: Sie ist Diplom-Kauffrau (FH) und Betriebswirtin (VWA). Zuletzt arbeitete sie in einer Unternehmensberatungsfirma, davor war sie Geschäftsführerin einer Kindertagesstätte, viele Jahre leitete sie die Verwaltung eines Therapiezentrums in Furth im Wald.


Expertin an Bord

Mit ihr sei es gelungen, eine Expertin an Bord zu holen, die das Thoraxzentrum auch in Zukunft auf einem sicheren Kurs halten werde. "Die heutigen Managementqualitäten passen eher auf die typisch weiblichen Eigenschaften" hatte Dotzel kürzlich gelesen, "ich freue mich daher schon sehr auf den neuen Stil im Thoraxzentrum."

Er hob hervor, dass dieser Stabwechsel durchaus kein Abschied von dem bisherigen Betriebsleiter Jürgen Oswald ist. Dieser macht einen Karrieresprung und wird Geschäftsführer der Krankenhäuser und Heime des Bezirks Unterfranken mit Dienstsitz in Würzburg, hat also weiterhin auch viel mit dem Bezirkstagspräsidenten und dem Thoraxzentrum zu tun.
Dotzel erinnerte daran, dass Oswald im Jahr 2005 als Verwaltungsleiter des Pflegeheims Schloss Römershag in den Dienst des Bezirks trat. Damals war die Betriebsleitung der Michelsklinik, wie das Thoraxzentrum damals noch hieß, an eine externe Management-Firma vergeben. Deshalb musste Oswald, ausgebildeter Diplom-Betriebswirt (FH) und obendrein Bilanzbuchhalter (IHK), immer wieder in Münnerstadt aushelfen. Nachdem sich der Bezirk von der Firma getrennt hatte, wurde Oswald 2007 dauerhaft Betriebsleiter.


Raus aus den roten Zahlen

Als er begann, steckte die Klinik in den roten Zahlen. "Jetzt verlässt er ein geordnetes Haus, eine profitable Klinik, deren Image weit über die unterfränkischen Grenzen hinaus reicht", betonte Erwin Dotzel und der ärztliche Direktor und Chefarzt der Pneumologie, Dr. Bernd Seese, bestätigte dies. Er überreichte dem bisherigen Betriebsleiter als Abschiedsgeschenk ein Mobil-Telefon. "In seiner neuen Funktion als Geschäftsleiter der Krankenhäuser und Heime des Bezirks wird er uns ständig im Blick haben. "Ich gebe unumwunden zu, dass wir sie nur ungern ziehen lassen, dass wir ihr Weggehen bedauern. Aber wir haben zugleich alles Verständnis der Welt ihren Karriereschritt", sagte er.
Der ärztliche Direktor hieß natürlich auch Oswalds Nachfolgerin willkommen und wies darauf hin, dass diese Feierstunde ihr einen Eindruck vermittle, wie gut das Betriebsklima hier sei. "Sie finden hier ein Team, das eisern zusammenhält, das miteinander arbeitet, das füreinander einsteht."
Regina Vogl hob hervor: "Ich bin mir bewusst, dass ich in gigantische Fußstapfen treten werde. Und ich kann jetzt schon versprechen, dass ich nach meinen Möglichkeiten das fortführen werde, was sie begonnen haben." Sie freue sich, nun Teil dieses tollen Teams zu sein. Zu ihrer Person verriet sie noch, dass sie aus der Oberpfalz stammt, verheiratet ist und eine 13-jährige Tochter hat.
Personalratsvorsitzender Georg Arndt betonte, dass Jürgen Oswald sich als Betriebsleiter für die Klinik sehr eingesetzt und die Arbeitsplätze gesichert habe. Als Abschiedsgeschenk überreichte er ihm einen Bohrkern von den Umbaumaßnahmen. Der neuen Betriebsleiterin versprach er: "Sie haben unsere volle Unterstützung."

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